Rezension verfasst vor 4 Jahren
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Trotz der anscheinend guten Kritik in den Medien ist "Das Orakel von Oonagh" allenfalls ein mittelmäßiges Buch.
Das mag vor allem am Alter der Autorin liegen, als sie es geschrieben hat: Die Handlung wirkt teils oberflächlich und naiv, die Charaktere bleiben farblos und ihre Handlungen sind unmotiviert. Ihre Entscheidungen erscheinen oft unbegründet, sie wissen Dinge, die sie eigentlich nicht wissen sollten und am Ende wendet sich natürlich alles zum Guten, weil die Protagonisten (die natürlich überwiegend gute Eigenschaften in sich vereinen) es so wollen.
Hätte man dem Buch noch ein wenig Überarbeitungs- und vor allem Reifezeit gegönnt, hätte es immerhin ein gutes Märchen für Kinder werden können, denn gute Ideen sind teilweise vorhanden, wurden aber eher schlecht umgesetzt.
Bujors Schreibstil ist anfangs eine mittelgroße Katastrophe, bessert sich aber hinterher ein wenig.
Trotz der schwerwiegenden Mängel kann man dieses Buch dennoch ales eines durchgehen lassen: Als ein nettes Märchen für Kinder, nach dem Motto "gebt die Hoffnung nicht auf und alles wendet sich zum Guten" - für jüngere "Semester" mag das durchaus ansprechend sein und letztendlich habe ich mich immerhin nicht gelangweilt, weshalb ich 2,5-3 Punkte als Einschätzung okay finde.
Teilweise ist die Geschichte sogar recht süß, verliert sich nur in Banalitäten, Naivität und einem schlechten - altersbedingten - Schreibstil.
Ich persönlich habe für mich folgendes festgestellt: Das Mädchen hatte Glück, das ein Verlag ihre Geschichte aufgrund des Alters ihrer Autorin wollte. Hätte man auch meine Texte gewollt, wenn ich damit voller Selbstüberschätzung zu einem Verlag gerannt wäre? Hoffentlich nicht. lach
So gesehen halte ich es eigentlich für nichts Besonderes, wenn man in dem Alter bereits etwas schreibt: Meine Freunde und ich, wir haben es alle getan, nur waren wir anscheinend etwas selbstkritischer als Frau Bujor.
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