Leser-Rezension zu „Hector & Hector und die Geheimnisse des Lebens” von François Lelord
am 15.11.2009
Seit Jahren kenne ich Hector schon, Hector sen., er philosophierte über die Liebe, die Zeit und das Glück und bescherte mir damit sehr schöne Lesestunden. Jetzt gibt es Hector im Doppelpack, Hector sen. und Petit Hector und auch Clara ist dazu gekommen als Ehefrau und Mutter. In diesem Buch sollten wir nun die Welt des kleinen Hectors, die ist schließlich sehr kompliziert, und seine Sicht darauf kennen lernen. Wie sein Vater hat er ein Notizbuch und entdeckt die Welt auf seine eigene Weise.
Auf dieses Buch hatte ich mich gefreut, ja, ich bin bekennender Hector-Leser und -Liebhaber. Aber von der ersten Seite an, war ich irritiert über die Art des Petit Hector. Er sprach zwar Fragen an, die ein Kind schon bewegen können, das Kind in mir konnte er nicht erreichen. Mir kam er viel zu altklug, neunmalschlau und besserwisserisch vor. Die vorherigen Bücher des Autors waren mit Witz und Charme geschrieben, beides vermisste ich hier, ich war einfach nur genervt von der hier offenbarten Naivität. Dabei kann ich nicht einmal eine Aussage über das wirkliche Alter des Jungen machen, ein Schulkind, mehr erschloss sich mir nicht. Allerdings habe ich das Buch ab Seite 100 auch nur noch diagonal gelesen.

