Leser-Rezension zu „Dune” von Frank Herbert
am 23.11.2011
Dune wird ja gerne mal nachgesagt, dass es für Science-Fiction das ist, was Herr der Ringe für Fantasy ist. Nun ja, ich muss sagen, es ist durchaus kein schlechtes Buch, aber längst nicht so gut wie ich es erhofft hatte.
Besonders lobenswert ist hier mit welcher Sorgfalt Herbert den Wüstenplaneten Arrakis geschaffen hat. Es fällt dem Leser nicht schwer sich vorzustellen, dass dieser Planet wirklich irgendwo im weiten Universum existieren könnte.
Die großen Schwächen des Buches können dies aber nicht wirklich ausgleichen. Herbert mag sich zwar von der griechischen Mythologie inspiriert haben lassen (von den Atriden, um genau zu sein), aber da er nun leider kein großartiger Schriftsteller ist, präsentiert er letztlich recht stereotypische Charaktere und eine eher unkomplizierte Handlung. Sein Schreibstil lässt auch zu wünschen übrig.
Ich fand es grauenhaft wie er ständig innerhalb weniger Zeilen zwischen Charakteren hin und her gesprungen ist.
Das mag jetzt alles ziemlich kritisch klingen, aber das liegt einfach daran, dass sich Herbert zum Teil auf Dinge konzentriert hat, die für mich persönlich nicht besonders interessant waren. Besonders im Mittelteil des Buches zog sich die Handlung wie Kaugummi, weil es dem Autor gerade hier wichtiger war seine Welt zu erklären. Daher denke ich, wer ein Fan von Weltenbasteln ist, der wird hier voll auf seine Kosten kommen. Aber wem das längst nicht reicht, so wie mir, der dürfte von dem Buch etwas enttäuscht werden.

