Inhalt:
Seltsames geht auf der Welt vor sich. Alles scheint in Südamerika, genauer gesagt in Peru zu beginnen, wo Fischerboote spurlos verschwinden. Währenddessen in Norwegen stoßen Ölbohrexperten auf merkwürdige Organismen am Meeresboden, die sich dort über Hunderte Quadratkilometer breit gemacht haben und nicht gerade weniger werden. Doch auch in Kanada geht Merkwürdiges vor sich: Wale verschwinden und tauchen erst nach einer gewissen Zeit wieder auf - Doch die als so sanft geltenden Riesen sind nicht mehr dieselben. Sie gehen zum Angriff über.
Es scheint, als würden sich nicht nur die Wale, sondern die gesamte Natur mit Flora und Fauna an dem Menschen retten. Können diese ganzen, zeitgleichen Vorfälle Zufall sein? Sigur Johanson, ein norwegischer Biologe, glaubt nicht daran. Und auch der Walforscher mit indianischen Wurzeln, Leon Anawak, glaubt nicht so recht daran.
Eines ist jedenfalls klar: Eine Katastrophe steht vor der Tür und ein Team von Forschern soll diese Katastrophe verhindern. Werden sie den Urheber des ganzen finden und diesen Alptraum aufhalten können?
Meinung:
Seit ich das Buch das erste Mal sah, konnte ich mir nie so recht etwas darunter vorstellen. Ich verstand nie den Zusammenhang zwischen Titel, Cover und Inhalt und diese Mischung weckte eine große Neugierde in mir. Ich hatte aber ehrlich gesagt, auf Grund der Fülle des Buches, immer Sorge, enttäuscht zu werden: Könnte Frank Schätzing einen Thriller über Naturkatastrophen 900 Seiten lang spannend halten?
Nachdem ich das Buch nun durch habe, kann ich mir diese Frage selbst beantworten: Ja, er kann.
Gut, zwischenzeitlich mag es, auf Grund viel Theorie und wissenschaftlichem Gerede, manchem etwas langwierig werden, trotz allem behält das Buch seine Spannung bis zur letzten Seite. Jedes Mal, wenn man denkt man hat die Handlung durchschaut, passiert etwas, womit man einfach nicht gerechnet hat beziehungsweise auch einfach nicht mit rechnen konnte.
Meine zweite Angst betraf das Thema Naturkatastrophen und Weltuntergang, ein Thema, das sowohl vom Büchermarkt als auch von der Filmindustrie immer mehr und mehr ausgeschöpft wird und die alle irgendwie immer gleich enden. Umso erfreuter war ich, dass Schätzing das Thema anders angeht und zwar wissenschaftlicher und zum Teil äußerst realitätsnah - Zum Teil so realitätsnah, dass ich zwischendurch das Buch weglegte und ein wenig Paranoia verspürte.
Doch man braucht keine Sorge zu haben, dass das Buch zu wissenschaftlich wird: Denn um den forschenden Teil herum knüpft er emotionale, durchaus auch humorvolle zwischenmenschliche Geschichten, durch die einem die Charaktere des Geschehens näher gebracht werden und die einen mitfühlen lassen.
Zum krönenden Abschluss schafft der Autor es auch nach fast 1000 Seiten noch einen Epilog zu kreieren, der einen zum Nachdenken bringt.
Einziger Kritikpunkt ist der Höhepunkt der Katastrophe, auf den das ganze Buch hinarbeitet, der aber enttäuschend abrupt endet und eventuell doch ein wenig zu sehr an einen Hollywood-Film erinnert.
Fazit:
Ein Thriller gemixt aus Spannung und Emotionen, der, wer weiß, vielleicht ein Stückchen Wahrheit in sich trägt.