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Alle anzeigenSteffi_Muehlsteph
Vor 1 Jahr
(7)Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (28. Februar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746626846
Klappentext:
In einer nicht all zu fernen Zukunft ist die Menschheit beinahe ausgestorben. Seit im frühen 21. Jahrhundert eine rätselhafte neue Vampirrasse die Welt überschwemmte, ist die Zahl der Vampire enorm gestiegen. In den Machtkampf zwischen ursprünglichen und neuartigen Vampiren gerät der junge Mensch Red September, der loszieht, um seine verschollene Geliebte zu suchen. Er schließt sich einer Extremistengruppe an, die sich zum Ziel gesetzt hat, alle neuartigen Vampire wieder auszurotten. Von ihnen lässt er sich zu einem Vampirjäger ausbilden - doch dann muss Red feststellen, dass seine Geliebte längst selbst zum Vampir geworden ist ...
Mein Eindruck:
Mein erster Eindruck, als ich die ersten Seiten des Romans las war: Resident Evil mit Vampiren. Und so gänzlich Unrecht sollte ich nicht behalten, denn Frau Rubus räumt mit dem Klichée-Vampir so auf, dass es eine wahre Freude für jeden Verschwörungstheoretiker und jede Logiksuchmaschine ist. Vampirismus - in Frau Rubus Sinne - ist kein Phänomen, das plötzlich auftaucht und nur auf Familienverbände und derartiges beschränkt ist. Es ist wie das Virus aus Resident Evil - nur viel biologischer und schöner erklärt. Und natürlich ohne Zombies.
Für mich war dieser Hintergrund (den ich aus Spoilergefahr nicht weiter erläutere) ein Glanzstück der Erzählkunst!
Nun zum eigentlichen Inhalt des Romans:
Der erste Teil des Romans:
Es geht um den Handlungsträger Red, der auf der Menschenfarm OASIS (Organized Accommodation System for Imperiled Species) lebt und dort mit anderen Menschen zusammen Blut für die vielen Vampire, die in den Städten leben, bereitstellt. Red gehört sozusagen zur Massen-Menschhaltung mit besonders guten Bedingungen (weil die Nutzmenschen sollte man gut behandeln, will man verhindern, dass sie ausbüxen). Red, der OASIS nur verlässt, weil seine Gefährtin Blue ihn dazu aufgefordert (und nach ihrem Ausbruch spurlos verschwindet) hat ist in dem Sinne auch sehr naiv und kann z.B. mit einfachen Türklinken nicht wirklich etwas anfangen. Man erkundet also mit Red zusammen die vielen Neuerungen der Welt außerhalb der Farm und stößt mit ihm zusammen auf die Bloodstalkers und die äußerst anziehende Vampirin Célest, die im Verlauf der Handlung noch einen großen Raum beansprucht.
Die Bloodstalker sind in ihrem Sinne Vampirjäger. Allerdings jagen sie die so genannten Bluter. Was es mit diesen Blutern auf sich hat, spoiler ich jetzt nicht.
Der zweite Teil des Romans:
Handelt von Dr. Cedric Ignatio Edwards (ich glaube, die Autorin hat hier einen kleinen Seitenhieb eingebaut) und Kris, die nicht nur nach den Ursprüngen der Vampir-Seuche forschen, sondern auch mit den Bloodstalkers verbunden sind.
Insgesamt gibt der zweite Teil dem Roman noch eine verzwickte Drehung mehr, die ihn von den Werken sonstiger Vampir-Autorinnen abhebt.
Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Es sind kurze, prägnante Sätze, die den Leser in einen rasanten Lesefluss zwingen und nicht enttäuschen.
Allerdings konnte ich mir ab und an die Räumlichkeiten, wo sich die Personen befanden (möge es Labor, Farm oder Übungsplatz der Bloodstalker sein), nicht gut vorstellen. Dort hätte ich mir von der Autorin ein bisschen mehr Beschreibung gewünscht.
Ich empfehle den Roman ohne Bedenken an Leser und Leserinnen weiter, die etwas Neues suchen, aber mit ihren lieb gewonnen Blutsaugern nicht brechen wollen. Außerdem - wo der Klappentext etwas fehlleitet - ist dieser Roman kein "Er krieg sie und sie kriegt ihn" Roman, sondern mit sehr viel Action und SciFi gespickt.
Mir hat der Roman ein paar sehr schöne Stunden bereitet, die ich hoffentlich bald mit der Erscheinung des zweiten Teils wiederholen kann. Ich vergebe 4,5 Sterne mit Tendenz nach oben (und weil ab x,5 aufgerundet wird, vergebe ich 5 Sterne)
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