Rezension verfasst vor 2 Jahren
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Berit und ihr Cousin Nils beschließen nach einem gemeinsamen Urlaub sich gegenseitig in einem Brieftagebuch ihre Erlebnisse und Gedanken mitzuteilen. Dieses muss immer postalisch übergeben werden, da die beiden in verschiedenen Gebieten Norwegens leben. Als Nils das Buch kauft begegnet ihm die seltsame Bibbi Bokken, die den Kindern schon auf einer Bergtour begegnet ist. Sie steuert einen Teil zum Kaufpreis bei und verschwindet. Kurz darauf verliert sie einen Brief den Berit findet. Außerdem bekommt sie übermäßig viele Buchpakete. Besitzt sie eine geheime Bibliothek? Oder sogar eine magische, in der Bücher stehen die erst noch geschrieben werden müssen? Berit und Nils gehen der Sache nach und teilen ihre Beobachtungen über das Briefbuch miteinander.
Jostein Gaarder hat das Buch gemeinsam mit dem Regisseur und Dramatiker Klaus Hagerup verfasst. Dabei haben es die beiden Autoren geschafft einen jugendlichen Detektivroman mit anspruchsvollen Themen aus der Literatur zu spicken. Auf geschickte Weise sind diverse Begriffe aus dem Bücherwesen, der Geschichte des Buchdrucks und der unterschiedlichen Formen der Literatur in die Handlung eingebunden. Gemeinsam mit den Protagonisten erfährt der Leser interessante Begriffe und geschichtliche Fakten. Außerdem wird mehrmals auf skandinavische Schriftsteller und ihre Werke verwiesen. Dabei ist das Buch zu jeder Zeit spannend und unterhaltsam geschrieben. Nebenbei erfährt man interessantes über die Eigentümlichkeit der Landschaft in Norwegen, wobei diese sehr anschaulich beschrieben ist. Das Buch eignet sich nicht nur für die eigentliche Zielgruppe, sondern bringt auch Erwachsenen viel Lesevergnügen und evtl. sogar neue Erkenntnisse.
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