Rezension verfasst vor 5 Monaten
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Sie hatten versucht, das Testament zu zerstören. Da sich dies jedoch als unmöglich erwies, zerrissen sie es in und verteilten seine Fragmente durch Raum und Zeit.
Arthur Penhaglion ist der Adotivsohn eine Virologin und eines Musikers. Seine Eltern starben kurz nach seiner Geburt an einer schweren Influenza Infektion, die auch Arthurs Lungen angriff, seitdem leidet er unter starkem Asthma. Als er im Schulsport zusammenbricht, glaubt er zunächst an eine durch Sauerstoffmangel ausgelöste Halluzination als aus dem Nichts ein Mann in einem Rollstuhl und sein Diener erscheinen und ihm einen Minutenzeiger und ein Buch in die Hand drücken. Als bald darauf jedoch ein riesiges Haus in der Nachbarschaft erscheint, dass außer ihm niemand zu sehen scheint und hundeartige Wesen mit Flügeln ihn zu jagen beginnen und die Menschen in seiner Stadt mit einer Schlafkrankheit infizieren, erkennt Arthur, dass es an ihm ist, die Welt zu retten und die Lösung scheint in diesem seltsamen Haus zu liegen, das keiner außer ihm sehen kann.
Dieses Buch zu beschreiben fällt mir schwer. War schon die Alcatraz Reihe extrem abgedreht, so ist diese Reihe nicht weniger verdreht. Garth Nix entwirft eine faszinierende Mythologie, die teils auf der christlichen, teils auf der griechischen Mythologie basiert und doch so verändert wird, dass diese nur anklingen. Das ist die größte Stärke und auch di größte Schwäche des Buches. Die Welt, die Garth Nix erschafft erinnert in ihrer Art an Alice im Wunderland, voller seltsamer Wesen, die seltsame Dinge aus selbst ihnen unbekannten Gründen tun und in dieser ihm und dem Leser unverständlichen Welt, muss Arthur ein Heilmittel für die Schlafkrankheit finden, die die Hundeartigen in seine Welt geschleppt haben.
So faszinieren und interessant die Welt des Weltenhauses auch sein mag, so langweilt die Suche doch irgendwann und die Geschichte wird zäh. Lustige verquere Ideen sind nicht alles, ein Buch sollte mehr ausmachen als nur Queste. Ab dem Zeitpunkt an welchen Arthur das Haus betritt, wirkt das Buch wie eine Rollenspielequeste mit verschiedenen Hindernissen, die überwunden werden müssen und die entsprechend ausgewalzt und ausgespielt werden. Einerseits ist das sicherlich notwendig, um diese Welt kennenzulernen, andererseits hätte man da durchaus straffen und kürzen können. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich schon zu Alice im Wunderland nie einen Zugang hatte und mit dieser Art von Geschichte nicht viel anfangen kann.
Fazit: Innovativ, faszinierend anders aber dennoch, über lange Strecken extrem zäh zu lesen.
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