Leser-Rezensionen zu „Wenn ich bleibe” von Gayle Forman
Rezension verfasst vor 1 Woche (7)
"Mir kommt in den Sinn, dass sterben leicht ist- leben ist schwer." S. 203
Es kommt im Leben ein Punkt, an dem es kein zurück gibt...
An dem man Entscheidungen treffen muss, die Auswirkungen auf das ganze Leben haben...
Ich heiße Mia und befinde mich zur Zeit an genau so einem Punkt.
Bisher führte ich ein glückliches und zufriedenes Leben mit meiner chaotischen,liebevollen Familie. Mit meinem Freund Adam lief es auch bestens.
Alles änderte sich schlagartig, als ein Lkw an einem verschneiten Tag in unser Auto krachte und mir alles nahm... Meine Eltern. Meinen kleinen Bruder. Mein Leben.
Nun befinde ich mich an einer Weggabelung...Ich blicke in beide Richtungen und muss mich entscheiden.
Für den Tod. Für meine Familie.
oder
Für das Leben. Für die Liebe.
Wenn ich bleibe von Gayle Forman bekommt von mir die volle Punktzahl!
Es gibt Bücher, die zwar gut sind, den Lesern aber nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben.
Es gibt Bücher, die zu den Lieblingen gehören, und an die man des öfteren mit einem Lächeln auf dem Gesicht zurück denkt. Und es gibt Bücher, die etwas verändern. Die eine Barriere durchbrechen und ihre Leser noch Stunden nach dem Beenden nachdenklich zurücklassen. Von solchen Büchern gibt es nicht viele. "Wenn ich bleibe", ist eines davon.
Mir fällt es wirklich nicht leicht, die passenden Worte zu finden.
Nachdem ich die letzte Seite gelesen habe, hielt ich das Buch noch eine ganze Weile in meinen Händen. Ich konnte es einfach nicht loslassen, genauso wie es mich nicht loslässt.
Gayle Forman ist eine Meisterin auf ihrem Gebiet und besitzt ein außergewöhnliches Talent. Ihre besondere, eigene Art mit Worten umzugehen hat mich tief beeindruckt. Sie hat es geschafft, mit ganz einfachen und ehrlichen Worten, eine Geschichte zu erzählen, die sich in Herz und Seele verankert und die ihre Leser mit einer Tsnumi gleichen Welle aus Gefühlen überschwemmt.
"Manchmal triffst du in deinem Leben Entscheidungen, und manchmal treffen die Entscheidungen dich" S.223
Arbeite ich weiter in diesem Job? Nehme ich das Fahrrad oder doch den Bus? Fliegen wir in den Urlaub oder fahren wir mit dem Auto?
Entscheidungen. Jeder von uns trifft täglich Hunderte. Wichtige und unwichtige. Viele kommen uns wichtig vor, doch was sind die wirklich wichtigen Entscheidungen? Worauf kommt es an?
Dieses Buch beantwortet meiner Meinung nach genau diese Frage.
Die Geschichte wird aus der Sicht der 17-jährigen Mia erzählt. Sie führt mit ihrer chaotischen und wirklich sehr liebevollen Familie ein zufriedenes Leben. Seit kurzem hat sie ihren ersten festen Freund- Adam. Ein wichtiger Aspekt, der sich durch das ganze Buch zieht, ist die Musik. Ob klassisch oder rock, Musik spielt eine zentrale Rolle im Leben von Mia, ihrer Familie und Adam.
Mia's Familie ist mir sofort ans Herz gewachsen, weil sie sehr authentisch war. Nicht alles ist perfekt.
Immer wieder musste ich über das sehr sympathische, lustige und ganz normale Familienchaos schmunzeln. Der Zusammenhalt der Familie ist immer spürbar und hat mir wirklich gut gefallen.
So war der Unfall natürlich sehr erschütternd. Mia befindet sich danach in einer Art Zwischenwelt-nicht tot aber auch nicht lebendig. Sie ist Zuschauer und muss mit ansehen was mit ihrer Familie und ihr selbst geschieht. Immer wieder gibt es Rückblenden und sie erzählt aus ihrem Leben vor dem Unfall. Das hat die Autorin wirklich toll gemacht.
Adam ist Leader einer Rockband, die vor kurzem einen Plattenvertrag bekommen hat und nun zusehends bekannter wird. Ich mochte ihn vom ersten Moment an. Er ist nicht der übermenschlich schöne, unnahbare, Badboy. Er ist Adam. Ein ganz normaler Junge, der gerne Rockmusik mag und unsterblich in seine Freundin verliebt ist. Die Lovestory der beiden wirkte nicht gekünstelt, die beiden lieben sich, sie streiten, und sie vertragen sich auch wieder.
Mia ging mir sehr nahe. Ich konnte mich von der ersten Seite an in sie hinein versetzen. Ihre Zerrissenheit und Verzweiflung gingen problemlos auf mich über und ich hätte sie am liebsten einfach in den Arm genommen. Entscheidungen, die sie vorher für wichtig hielt, werden belanglos, als sie plötzlich an einem Scheideweg steht. Und sich die einzige und elementarste Frage stellt: Gehen oder bleiben?
Wie die Geschichte verläuft, wird natürlich nicht verraten, nur so viel, legt euch den zweiten Teil schonmal zurecht.
Dieses Buch regt zum Nachdenken an. Was ist der Sinn des Lebens? Ein tolles Haus? Erfolg?
Was nützt das alles, wenn das Leben beim nächsten Wimpernschlag vorbei ist?
Das Leben ist zu kurz um sich mit unwichtigen Dingen aufzuhalten. Man lebt nur einmal und man lebt jetzt.
Ich empfehle dieses Buch allen, die eine Geschichte lesen wollen, die unter die Haut geht. Die bleibt. Die etwas verändert. Eine Geschichte die verzaubert.
Fazit:Am Ende stellt sich die Frage: Was hast du aus deinem Leben gemacht? Was du dann wünscht getan zu haben, das tue jetzt. (Erasmus von Rotterdam)
Rezension verfasst vor 1 Monat (20)
Du bist diejenige, die ich mag.. Du bist zwar heißer angezogen und plötzlich zur Blondine geworden, und das ist anders als sonst.. Aber die Person, die du heute Nacht bist, ist dieselbe, die ich gestern geliebt habe, dieselbe, die ich morgen lieben werde.. Ich liebe deine Verletzlichkeit und deine Stärke, deine Schweigsamkeit und deinen Übermut..
Wegen eines leichten nächtlichen Schneefalls bleiben im Bundesstaat Oregon an diesem Tag die Schulen geschlossen.. Spontan nehmen sich die Eltern der 17-jährigen Mia einen Tag Urlaub und starten mit ihr und ihrem jüngeren Bruder Teddy einen Ausflug zu den Großeltern.. Mia hängt ihren Gedanken nach: Sie freut sich darauf, später am Abend nach Portland zu fahren und ihren Freund Adam mit seiner Rockband auf der Bühne zu sehen.. Mia selbst ist mehr der klassischen Musik zugetan; sie hat gute Chancen, als Cellistin für das New Yorker Juillard-Konservatorium ein Stipendium zu erhalten.. Doch von einer Sekunde auf die andere ist nichts mehr, wie es war.. Die Sekunde, in der ein Lastwagen auf der eisglatten Fahrbahn ins Schleudern gerät und das Auto ihrer Familie trifft.. Und nur sie überlebt.. Mia kann sehen, wie Verwandte, Freunde und vor allem Adam verzweifelt darum kämpfen, sie aus dem Koma zurückzuholen.. Sie weiß, dass es allein ihre Entscheidung ist.. Zu gehen - und der drängenden Sehnsucht nach ihrer Familie zu folgen.. Oder zu bleiben - bei Adam, ihrem Cello, ihrer Musik.. Die schwerste Entscheidung ihres Lebens..
*
Meine persönliche Meinung:
Ein wunderbar flüssiges und angenehm lesendes Buch.. Ruhig und zärtlich.. Schockierend, einfühlsam, liebevoll, traurig und hoffnungsvoll :) Diese Geschichte ist in der Ich-Form bzw. aus Mia's Sicht geschrieben.. Wie ich finde passt dies perfekt zu dem ganzen Buch, man erfährt so einiges von Mia, ihren Gefühlen und ihr Leben.. Mia befindet sich in einem Zustand, in der man ihre Umgebung, ähnlich wie ein Geist, beobachten kann.. Sie findet ihren eigenen Körper, ihre toten Eltern, und muss miterleben wie sie schnellstmöglich ins Krankenhaus und an etliche Kabeln und Geräte angeschlossen wird.. Ihre Freunde und die restliche Familie besuchen sie auf der Intensivstation, dadurch wird Mia immer wieder an Momente aus ihrem Leben erinnert.. Mia und ihre Familie wachsen einem sofort ans Herz.. Eine bedrückende Grundstimmung die dank Mias Erinnerungen Leben in die ganze Geschichte hauchen.. Desöfteren hatte ich Tränchen in meinen Augen.. Gefühle, die wohl jeder mal kennen lernen musste.. Die man jedoch keinem wünscht.. An ein Leben eines geliebten Menschen hoffen.. Ein Buch, das man nicht mehr zur Seite legen kann.. Ein lebenskluger und außergewöhnlicher Roman über Liebe, Familie, Freunde und das Leben..
Rezension verfasst vor 1 Monat (4)
Diese Rezension bezieht sich auf die englische Ausgabe!
Gleich zu Beginn: Die Story lässt sich recht einfach erklären. Mia verliert bei einem Autounfall ihre Familie und liegt danach selbst in einer Art Koma. Jedoch hat sie ihren Körper verlassen und sieht ihre kritische Lage nun von Außen: Sie sieht die Menschen, die um sie trauern, sich um sie kümmern und sie dazu bewegen wollen, ihr Leben nicht wegzuwerfen, wie hoffnungslos es auch erscheint. Das war die Haupthandlung. Die eigentliche 'Nebenhandlung' besteht aus einer Menge Rückblicken seitens Mia.
Diese sind meistens recht gelungen eingebracht worden und tragen durchaus dazu bei, den einen oder anderen Nebencharakter ins Herz zu schließen. Hierbei erwähne ich Mia bewusst nicht ...
Aber dazu später mehr ...
An sich geschieht durchweg nichts wirklich spannendes. Mia beobachtet, Mia denkt nach, Mia erlebt wieder einen Rückblick und ab und zu bekommt Mia Besuch am Krankenbett.
Allerdings wäre dies auch nicht schlimm, da man so etwas auch schon erwartet hatte ... Wären da nicht ein paar andere Umstände, die einfach ins Gesamtbild spucken.
Zum einen wäre da Mia. Mia ist ein durchaus akzeptabeler Hauptcharakter, allerdings gab es einige Sitationen, wo sie sich bei mir extrem unbeliebt gemacht hat.
Mia handelt einfach nicht so, wie man es von ihr erwarten würde. Die Autorin setzt das Hauptaugenmerk mehr auf die Rückblicke, als auf die eigentlich Handlung, die irgendwie nur 'nebenbei' erzählt wird.
Mia als Hauptcharakter? Ein No-Go!
Allerdings ist Mia wirklich der einzige Charakter, der mich nicht überzeugen konnte. Der Rest, bestehend aus ihrem Freund Adam, ihrer Freundin Kim, ihren Großeltern oder den besten Freunden ihrer Eltern: Allesamt großartig! Jeder einzelne hatte buchstäblich Charakter und Wiedererkennungswert. Adam war zwar stellenweise doch recht stereotypisch, aber das ist im Grunde genommen nichts schlechtes. Jeder Charakter hatte einen kleinen Tick, oder einen Charakterzug, der ihn einfach glaubhaft gemacht hat.
Außerdem muss ich an dieser Stelle Formans wunderschönen Schreibstil loben. Bis auf die zuweilen doch recht langatmigen Flashbacks liest sich alles flüssig und die Sätze greifen wahrlich ineinander über. Die vielen 'musikalischen Elemente' wirken stellenweise etwas überflüssig und fast schon nervig, waren im Großen und Ganzen jedoch eine nette Idee.
Emotional hätte das Buch mit fesseln können, wären da nicht Mia und die vielen Rückblicke gewesen. Bis zur Hälfte war mir eigentlich egal, ob Mia nun leben oder sterben wollte. Allerdings schafft es die Autorin, alle Fäden auf den letzten Seiten zusammenzuführen und ein doch recht bewegendes Ende zu schaffen. Ich war kurz verwirrt, als ich gesehen habe, dass es eine Fortsetzung gibt. In meinen Augen war das Buch in sich abgeschlossen und braucht keine Fortsetzung.
If I Stay ist ein kurzweiliger Lesespaß, mit vielen Längen und einer (in meinen Augen) recht beschränkten Protagonistin. Allerdings glänzt das Buch durch seinen stimmigen Schreibstil und seine glaubhaften Nebencharaktere. Für melancholisch angehauchte Aprilabende ist es auf jeden Fall etwas, jedoch konnte es meinen persönlichen Nerv überhaupt nicht treffen ;)
Wertung:
Story: 2,5/5
Charaktere: 2,5/5
Sprache/Schreibstil: 4/5
Emotional: 2/5
Endwertung: 2,75
Altersempfehlung: 12+
Rezension verfasst vor 1 Monat (13)
Meine Meinung:
Die Geschichte an sich fand ich sehr schön, eine wirklich tolle Idee. Und auch sämtliche Charaktäre dieses Buches sind wirklich liebenswert, nett. Und trotzdem ... es konnte mich nicht so richtig packen. Ich hoffe, ich kann Euch näher bringen, warum das so war.
Der schlimme Unfall passiert fast ganz am Anfang des Buches. So dass Mia sich eigentlich das ganze Buch lang entscheiden muss, ob sie bleibt oder geht. Während also Besucher zu ihr ins Krankenhaus kommen und sie das Ganze mehr von aussen betrachtet, bekommt man immer und immer wieder Rückblicke auf ihr bisheriges Leben. Eigentlich eine sehr interessante Schreibart eines Buches, trotzdem fand ich es stellenweise sehr langweilig. Denn etwas wirklich weltbewegendes, mitreissendes, gefühlsbetontes ist in ihrem Leben nie vorgekommen. Und wenn ein Leben nur so dahinplätschert, kann es bei der Schilderung nur schwerlich den Leser mitreissen.
So kann man zu allem in diesem Buch sagen, es war nett. Ihr Leben war nett, ihre Geschichte war nett, ihre Eltern waren nett, ihr Bruder war nett .. ihr seht, was ich meine, oder?
Außerdem gab es ein paar Elemente, die mich dann sogar gestört haben. Adams Problem an Mias Bett zu gelangen und die Lösung. Ich fand es gezwungen dramatisch, aber bei der Ausarbeitung gescheitert. Unrealistisch. Kindisch irgendwie. Was genau ich meine, erkennt Ihr, wenn Ihr es lest, denn mehr darf ich hier nicht verraten, das wäre schade.
Versteht mich nicht falsch. Es ist kein gähnend langweiliges Buch, sondern einfach ein nettes Buch, mit dem man sich ein paar gemütliche Stunden machen kann. Jedoch ist es auch nichts, was einem im Gedächtnis hängen bleiben wird. Auch bin ich wirklich unschlüssig, ob ich den zweiten Teil lesen soll oder nicht. Es ist halt wieder ein Buch, das so hochgejubelt wurde und an das ich zu hohe Erwartungen hatte.
Fazit:
Ein netter Stundenfüller, ohne große Höhen und Tiefen. Eine nette Unterhaltung, die jedoch nicht lange im Gedächtnis bleiben wird.
Rezension verfasst vor 1 Monat (7)
O Gott, O Gott. Ich bin noch etwas Emotional nach diesem Buch. Grade habe ich wieder Tränen in den Augen. Diesmal werde ich mich mit der Rezension kurz halten, denn ich weiß beim besten Willen nicht was ich über dieses Buch schreiben kann ohne gleich wieder in Tränen auszubrechen.
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Wenn ich bleibe, ist ein Typisches Jugendbuch, und doch ist es soo viel mehr. Die Sprache ist sehr leicht, sehr verständlich, und doch hat mich dieses Buch sehr beansprucht. Das Leben von Mia hat die Autorin sehr Realistisch dargestellt. In der Gegenwart, sowie in der Vergangenheit. Nichts wirkte überzogen, und die Trauer die Mia empfunden hat, wurde so echt dargestellt, dass man als Leser mit trauern musste. Ja, ich habe den ganzen Tag fiktiven Personen nach geweint, und auch jetzt noch nach zwei Tagen, kann ich nur an dieses Buch denken. Ich habe sogar meine aktuelle Lektüre kurzzeitig unterbrochen, weil ich einfach nichts anders in meinen Kopf rein bekomme. Ich glaube um das zu verstehen muss man das Buch selbst gelesen haben.
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Das Buch ist eigentlich durchweg traurig. Es gibt nur einige wenige Phasen wo es mal Humorvoll wird und die Trauer in den Hintergrund rückt. Das ist bei diesem Buch aber auch gut so! Humor passt nicht wirklich zu der Situation, und würde die ganze Atmosphäre zerstören. Eigentlich brauche ICH ja immer ein bisschen Humor und Sarkastische Protagonisten. Aber hier eben nicht. Ich hoffe ihr versteht was ich euch zu übermitteln versuche. Bei diesem Buch ist es einfach schön zu trauern.
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Das das Buch auf Musik so zusagen aufgebaut ist, finde ich seehr gut. Und das es dann vorallem Rockmusik ist, finde ich noch besser. Es gibt nichts besseres. Der Titel des Buches Wenn ich bleibe ist sehr gut gewählt worden. Bleibe, oder gehe ich? Diese kleine Frage muss sich Mia die ganze Zeit stellen. Und obwohl diese 4 Worte so unwichtig erscheinen, entscheiden sie über Mias ganzen zukünftiges Leben. Ich weiß garnicht was ich an ihrer Stelle getan hätte. Das Buch regt einen also auch zum nachdenken an …
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Mehr kann ich eigentlich garnicht mehr sagen. Der Schreibstil ist einfach, aber doch besonders. Und die Charaktere gefielen mir gut. Vorallem mochte ich es wenn wir in die Vergangenheit blicken konnten. Und Mias leben vor dem Unfall geschildert bekommen haben. Ich mochte ihre Familie, vorallem ihren Vater, ehemaliger Punk Musiker. Und zu wissen das er Tot ist, war umso trauriger.
Kurz gesagt: Ein herrlich trauriges Buch! Fast während der gesamten 6 Stunden wo ich das Buch gelesen habe, habe ich geweint. Dieses Buch wird definitiv FÜR IMMER in meinem Regal bleiben und bei Gelegenheit nochmal verschlungen.
Rezension verfasst vor 2 Monaten (5)
“Wenn ich bleibe” ist ein Buch der ganz leisen Töne. Nach dem schlimmen Autounfall sieht Mia sich selbst von außerhalb ihres Körpers. Sie begleitet ihren Körper, der im Koma liegt, ihre Familie und Freunde durch den Tag nach dem Unfall und erzählt aus der “Ich-Perspektive” wie sie die anderen Personen wahrnimmt. Dabei wird gut der Zwiespalt dargestellt, in dem Mia sich befindet. Einerseits möchte sie für diese Menschen weiterleben, andererseits sind bei dem Autounfall ihre Eltern und ihr kleiner Bruder ums Leben gekommen und es wäre so viel einfacher, sich selbst auch aufzugeben. Sehr schön wird der innere Kampf Mias dargestellt und man überlegt ein ums andere Mal, wie man sich selbst in dieser Situation wohl fühlen würde.
Zwischen gestreut sind immer wieder Anekdoten aus Mias Leben. Man erfährt sehr viel über ihre Eltern, die mir sofort sympathisch waren, über ihre Liebe zu Adam und die große Liebe zu ihrem Cello und der Musik.
Fazit:
Man hier keine spannungs- und actionreichen Szenen, sondern eine eindringlich erzählte Geschichte, die sich um Liebe, Freundschaft, Familie und das Leben an sich dreht. Ich habe in der Bewertung zwischen 3 und 4 Federn geschwankt, da das Buch sicher nicht für jeden etwas ist. Aber alles in allem finde ich, dass möglichst viele Menschen dieses berührende Buch lesen sollten.
Rezension verfasst vor 2 Monaten (9)
Zitat:
Denn die Liebe stirbt nie, sie verlässt uns niemals, und sie verblasst nicht, solange wir an ihr festhalten.
Denn Liebe kann unsterblich machen (S.304)
Schreibstil:
Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen, es ist wirklich gut geschrieben und voll von Gefühlen. Man kann sich in den Charakter hineinversetzen und an den gleichen Stellen trauern und an den gleichen Stellen lachen.
Charaktere:
Mia:
Mia ist siebzehn Jahre alt und besucht die Highschool. Doch sie hat vor, mit ihrem Cello ganz groß rauszukommen. Sie will auf die Juilliard gehen, die Universität, für die ganz großen Musiker. Ganz im Gegenteil zu ihrer restlichen Familie, die sich eher zum Punk hingezogen fühlt und auch völlig anders als Mia ist. Alle sind hellhäutig und blond mit blauen Augen. Mia fühlt sich als Außenseiter und sieht nicht, wo ihre Gemeinsamkeiten liegen. Auch bei ihrem Freund Adam kommt es ihr so vor.
Adam:
Adam ist Mia's Freund und geht bereits auf das Collage, doch das nur nebenbei. Er hat nämlich eine Band, die mittlerweile ziemlich erfolgreich ist "Shooting Star". Er gehört auch eher in die Gruppe der Punks und ist ein sau-cooler Typ. Einer, der sich gar nicht anstrengen muss cool zu sein, er ist es einfach. Er und Mia lernten sich durch die Musik kennen und lieben. Er liebt es, wie Mia sich einfach in die Musik versinken lassen kann und sich dabei völlig wohl zu fühlen.
Details und meine Meinung:
Ich hatte mir etwas wie eine 0 8 15 Liebesgeschichte ausgemalt, aber so kam es ganz und gar nicht. Es beginnt einfach mit etwas schrecklichen, was mich schon da in Tränen ausbrechen lassen hat. Mia und ihre Familie sind auf dem Weg, um sich einen schönen Abend zu machen, der einfach nur Spaß machen soll. Doch es kommt ganz anders, da sie einen schweren Unfall bauen, der das Leben mancher Personen mit sich bringt. Mias Eltern sterben sofort. Von da an befindet sich Mia in einem Zustand, den man weder als lebend noch als tot bezeichnen kann. Mia kann sich als "Geist" frei bewegen und sieht alles, was ihre Familie und ihre Freunde durchmachen. Doch nur einer von ihnen erkennt, dass Mia selbst die Wahl treffen muss- (Anfangs nur einer..) die Wahl, ob sie weiterleben will, ob sie aufwachen will und sich zu ihrer "Familie" gesellen will, ob sie ohne ihre Eltern das Leben leben kann und ob es dann auch für sie lebenswert ist.
Das Buch war einfach hinreißend. Ich habe nicht einmal 2 Tage gebraucht, obwohl es an diesen eigentlich nicht viel Gelegenheiten zum lesen hätte geben sollen. Doch ich konnte das Buch nicht weglegen und immer wenn ich es weggelegt habe, hat es nur ca. eine halbe Stunde gedauert, bis ich wieder angefangen habe. Als ich fertig gelesen hatte, konnte ich nicht anders, als zu heulen. Es war echt traurig und das Ende hat es auch nicht gerade erträglicher gemacht. Ich weiß, die Rezension scheint ein wenig "durchsichtig" zu sein, aber hätte ich mehr Infos gegeben, dann wäre all die Spannung für diejenigen verloren gegangen, die es noch nicht gelesen haben. Was sie aber auf jedenfall tun sollen!
Fazit:
Eine gute Idee, verbunden mit vielen Gefühlen und einem außerordentlich guten Schreibstil- macht zusammen.... Die perfekte Mischung!
Wie würde ich das Buch in einem Satz beschreiben?:
Ein unglaublich guter, herzzereißender Roman, der für mich eine völlig neue Art von Liebesroman darstellt.
Rezension verfasst vor 2 Monaten (9)
Meine Meinung:
Hochgelobt wird dieses Buch und so waren auch meine Erwartungen hoch, als ich es mir gegriffen habe, um es als nächstes zu lesen. Ich wusste, dass es ein Jugendbuch ist und damit ist auch der Schreibstil zu erklären. Es ist leicht und eingängig, sodass der Leser sprachlich keine Besonderheiten vorfindet.
Umso mehr überzeugt die Geschichte selbst. Innerhalb von 24 Stunden hatte ich dieses Buch beendet und dabei auch ein oder zwei Tränen verdrückt. Um wirklich überzeugt zu werden, sollte man aber wissen, was einen erwartet: In diesem Buch geht es nicht um Spannung, es geht nicht um actionreiche Szenen und die Arbeit auf ein großes Showdown. In diesem Buch werden sanfte Töne angeschlagen und mit ruhigen Worten eine Geschichte erzählt, die selbst nur innerhalb eines einziges Tages stattfindet.
Mia hat zusammen mit ihrer gesamten Familie einen Unfall. Ihr Eltern und ihr kleiner Bruder sterben. Sie selbst liegt schwer verletzt im Koma. Während ihr Körper mehr tot ist, als lebendig, kann ihr Geist sich im Krankenhaus frei bewegen. Sie sieht und hört ihre Verwandten und Freunde, die zu Besuch kommen und ihr wird klar, dass sie es selbst in der Hand hat, ob sie ihrer Familie folgt oder ins Leben zurückkehrt.
Doch sie weiß auch nicht, welchen Weg sie gehen soll. Während Mia mit der Entscheidung ringt, wird dem Leser ihr bisheriges Leben in Rückblenden erzählt. Ihre Familie und sie, dass es natürlich nicht immer einfach war. Ihr Freund, mit dem es im Moment auch etwas schwierig ist. Die Zukunft, die mit anderen wichtigen Entscheidungen ins Haus steht. So wird nach und nach erklärt, wie Mia zu der jungen Frau wurde, die sie ist und der Leser kann sich problemlos in sie hineinversetzen.
In der Gegenwart, die sie außerhalb ihres Körpers verbringt stellt sie sich Fragen über Liebe, Familie, Freunde, Zukunft, die sich sicherlich jeder schon einmal gestellt hat. Mit sanften Worten wird ihren Ängsten, aber auch ihrer Hoffnung Ausdruck verliehen.
Besonders herzergreifend sind die Szenen, in denen ihre Verwandten und ihre Freunde – jeder auf seiner Art – versuchen um sie zu kämpfen. Das geht doch sehr nahe und wenn man nahe am Wasser gebaut ist, sollte man Taschentücher bereit liegen haben.
Fazit: In diesem Buch findet sich wenig echte Handlung, schon gar keine actionreichte. Mit einer schlichten Eindringlichkeit wird Mias Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft. Es wird erklärt, warum sie zögert, zweifelt, ängstlich ist. Hauptsächlich denkt sie also nach und beobachtet. Doch dies stört keineswegs, denn mit leisen Tönen wird ein wunderschönes Geflecht an Gefühlen gewoben, das den Leser mitnimmt und das Herz berührt.
Rezension verfasst vor 3 Monaten (5)
Cover und Buchtitel:
Ich finde das Cover wirklich klasse! Es passt perfekt zum Inhalt des Buches und ist auch optisch sehr schön. Auf dem ersten Blick wirkt es gründlich und weißt so gut wie keine Mäkel auf. Aber wenn man es unter die Lupe nimmt, bemerkt man ein paar Bildbearbeitungsfehler, wie zum Beispiel die Hände der Frau. Eine junge Frau, mit dunklem Teint und sehr dunklen, langen und lockigen Haaren, sitzte entspannt auf einem Steg. Das Mädchen stellt wahrscheinlich Mia dar. Unter der einen Hand sind ein paar Musiknotenblätter verteilt und im Hintergrund erkennt man unscharf einen See. In der Luft scheinen blaue Punkte zu schweben und offenbar ist es um den Zeitpunkt schon dunkel, was sich aber mit der Belichtung der Frau schneidet. Insgesamt ein wunderschönes Cover! Im Gegensatz dazu steht das absolut unpassende, nichtssagende und langweilige Cover, das vor dieser Ausgabe auf dem Markt war / immer noch ist.
Der Titel "Wenn ich bleibe" ist super gewählt, denn es geht schließlich darum, wie sich Mia entscheidet. Es ist übrigens die direkte Übersetzung des englischen Titels "If I Stay". Außerdem finde ich es sehr schön, dass das "bleibe" auf dem Cover durch eine andere Schriftfarbe hervorgehoben wird. Dadurch kann viel mehr in den Buchtitel hineininterpretiert werden. Neben dem Titel selbst "Wenn ich bleibe" entsteht daneben auch eine Bitte; eine Aufforderung mit dem anders unterlegten "bleibe". Wirklich sehr schön.
Schreibstil und Charaktere:
"Wenn ich bleibe" ist mein erstes Buch, was ich von Gayle Forman gelesen habe und alles was ich zuerst dazu sagen kann ist: WOW! Was für ein emotional geladenes, tiefgründiges und absolut herzzerreißendes Buch! Es ist immer wieder seltsam, wie ich unbewusst immer Bücher lese, die im Groben irgendwie miteinander zusammenhängen, momentan lese ich nur Bücher mit Herzschmerz und der Garantie, bei den letzten Seiten in Tränen auszubrechen. Doch bei diesem Buch, hatte "in Tränen ausbrechen" nochmal eine weitere, andere Dimension. In den letzten hundert Seiten konnte ich praktisch gar nicht mehr aufhören zu weinen. Nun aber zum Schreibstil. Ich war leicht überrascht, dass mich dieses Buch von der ersten Seite an vollkommen gefesselt hat. Ich habe keine Ahnung, mit was ich gerechnet habe, aber ganz bestimmt nicht mit sowas. Gayle Forman überzeugt mit einem grandiosen Schreibstil, der mitreißend und sehr gefühlvoll ist und einfach etwas besonderes an sich hat. Ganz platt könnte ich behaupten, dass sich das ganze Buch um den Unfall dreht, den Mia und ihre Familie in ihrem Auto erleiden und um Mias Situation nach dem Unfall. Aber es ist sehr viel mehr als das. Es geht um Mias ganzes Leben, um Musik, um ihre Kindheit, ihre ganzen Erinnerungen, um ihre Eltern, ihr Bruder Teddy und um ihre Freunde und nicht zuletzt um Adam. Die einzelnen Kapitel haben als Titel Uhrzeiten, es geht also tatsächlich zunächst erstmal nur um die Situation Mias nach dem Unfall. Jedes Kapitel fängt mit der wirklichen Situation im Krankenhaus an, wie es Mia körperlich geht etc. , aber dann driften Mias Gedanken immer zu Erinnerungen ihres Lebens ab, die dazu beitragen, sie besser kennenzulernen. Die Geschichte wird aus Mias Sicht in Vergangenheit und in Ich-Form erzählt. Es war wirklich mal etwas anderes. Ich habe noch nie oder sehr selten (ich weiß es nicht genau) eine Geschichte gelesen, in der das "Jetzt" so oft mit dem "Früher" wechselt. Es war für mich eine wirklich positive Erfahrung, denn jedesmal war ich völlig mitgerissen. Ich finde es schwierig, in dieser Rezension nicht zu viel zu verraten, deshalb werde ich nicht konkret darauf eingehen was passiert, sondern wie es passiert. Mia liegt nach dem Unfall im Koma, doch trotzdem ist sie als "gefühlsloser Geist" noch da, bekommt alles um sich herum mit. Sie kann sich im Krankenhaus frei bewegen, genau wie in der Realität, sie kann also nicht durch Wände gehen oder Ähnliches. Sie, der "Geist", kann das Krankenhaus jedoch nicht verlassen.
Mia Hall, siebzehn, dunkle Haare und ebenfalls dunkle Augen, trockener Humor und eine unglaubliche Leidenschaft für das Musizieren mit ihrem geliebten Cello. Mia scheint in ihrer Familie ein "Außenseiter" zu sein, denn die restlichen Mitglieder der Familie sind blond und blauäugig, während sie mit ihrem dunklen Haaren und Augen heraussticht. Aber nicht nur da, ist sie eigenartig/besonders. Ihr Vater war ein Punk, ein Schlagzeuger in einer Band und ihre Mutter war ebenfalls eine heiße Punk-Braut, sie wuchs also praktisch mit der Punk-Musik auf, genauso wie ihr kleiner Bruder Teddy. Da war es umso erstaunlicher, dass Mia sich so sehr zur klassischen Musik hingezogen fühlte und schließlich dem Cellospielen nachging. Teddy ist ein einziges Nervenbündel und Mia liebte ihn sehr.
Dann gibt es da noch Adam. Mias erster Freund aus der High School. Er war einer dieser Typen, die nicht ständig versuchten cool zu sein, aber es einfach waren. Er war cool, genau so, wie er war. Er hatte seinen ganz eigenen Stil, war Mitglied der Band "Shooting Star", die langsam immer mehr an Bekanntheit errang und liebte Musik. Adam sprach Mia zuerst an, nachdem er sie schon länger im Musiktrakt der Schule beim Üben beobachtet hatte. Mia kann sich überhaupt nicht erklären, wo sein plötzliches Interesse an ihr herrührte, aber es geschah einfach. Was sich zwischen ihnen entwickelte, war mehr als nur eine nebensächliche kleine Teenie-Romanze. Es war eine nicht-kitschige, wahrhaftige Liebe. Als aber plötzlich zur Debatte steht, dass Mia möglicherweise nach New York zieht, wenn sie im Juillard-Konservatorium ein Stipendium bekommt, wurde es seltsam zwischen den beiden.
Meine Meinung:
Ich finde es, wie gesagt, bei solchen Büchern (sowie Thrillern), sehr umständlich eine richtige Rezension zu schreiben, ohne zu viel vom Inhalt zu verraten, deshalb scheint sie vielleicht sehr ungenau, sehr grob. Aber ich möchte euch einfach nicht die Spannung verderben, denn das macht bei diesem Buch viel aus. Der "Aha"-Punkt trifft in dieser Geschichte schon sehr früh ein, was dies nochmal erschwert. Ich muss einfach sagen, dass ich wirklich unglaublich froh bin, dieses wunderbare Werk gelesen zu haben, denn es hat mich einfach vollkommen mitgerissen, mit den gigantischen Bergen aus Gefühl und der schwermütigen Stimmung im ganzen Buch. Und das Ende - Gott, das Ende! Mich kribbelt es in den Fingern, aber ich will ja nichts verraten. Die Tränen sind nur noch so aus meinen Augen geflossen! Ich hatte beim Lesen wirklich das Gefühl Mia kennenzulernen, so wie ihre ganze Umgebung. Aber dass ich selbst Geige spiele und ebenfalls sehr viel mit Musik zu tun habe, hat auch einen großen Faktor ausgemacht, der mich dazu bewegt hat, dieses Buch lieben zu müssen. Neben dem Lesen ist die Musik nämlich auch eine Leidenschaft von mir und ich habe mir auch einige der klassischen Werke, die im Buch erwähnt werden, angehört und hatte so auch das Gefühl noch mehr in der Geschichte "drin" zu sein. Ein Buch über "Bleiben oder Gehen", Familie, Freunde, Prioritäten, Erwachsenwerden, aber mehr als alles andere auch über die Musik und die Liebe selbst.
Fazit:
♥
5 von 5 Punkten mit Herz!!! Weniger hätte dieses Buch auch nicht verdient. :')
Riesige Leseempfehlung!
Rezension verfasst vor 4 Monaten (6)
Sehr sympathische und realistische Romanheldin, die Story lässt einen leicht eintauchen und mitfühlen!










