Leser-Rezension zu „Schwarzer Kuss” von Gena Showalter
am 16.06.2011
Anya, die Göttin der Anarchie, fühlt sich zum Anführer der Herren der Unterwelt in Budapest hingezogen. Lucien beherbergt den Dämon des Todes und hat ein entstelltes Gesicht. Aber all das scheint Anya nicht abzuschrecken - im Gegenteil.
Auch der schweigsame Lucien fühlt sich zu Anya hingezogen. Doch die neuen Götter, die Titanen, spielen ihr eigenes Spiel, allen voran Cronus. Dem sind die Herren der Unterwelt ein Dorn im Auge und so beauftragt er Anya sie zu erledigen. Dafür bekommt die unbändige Göttin auch etwas.
Als sie aber zögert, versucht es Cronus bei Lucien. Aber was will der Gott der Götter überhaupt? Und warum wissen die Jäger plötzlich genau wo sich die Herren der Unterwelt aufhalten? Was hat es mit den plötzlich aufgetauchten Tempeln auf sich?
Der zweite Band der Herren der Unterwelt.
Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten wieder in die Geschichte einzusteigen. Sie schließt zwar fast nahtlos an Teil eins an, beginnt aber etwas holprig. Das bessert sich jedoch schon nach ein paar Seiten und man ist wieder mitten drin.
Es tauchen wieder neue Rätsel auf, die es zu lösen gilt und die auch nicht alle, wie auch schon im ersten Teil, gelöst werden können.
Im Fokus stehen Lucien und Anya. Anya ist beinahe unberechenbar, wild und leidenschaftlich. Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit, aber gleichzeitig auch ein sehr unsteter Charakter. Ihre Taten sind nicht immer ganz nachvollziehbar und wirken manchmal, leider, etwas inszeniert. Bei Lucien empfand ich das als nicht ganz so tragisch. Auch wenn er sehr stur sein kann, steckt hinter der harten Schale doch ein sehr weicher Kern.
Gegen Ende des Bandes holpert die Geschichte noch einmal. Ich hatte bei ein, zwei Szenen das Gefühl etwas überlesen zu haben, weil alles irgendwie schnell und abrupt ging.
Trotzdem macht der Band Lust auf mehr, denn es werden ja nicht nur Anya und Lucien beleuchtet. Überhaupt bin ich neugierig, was es mit den Titanen nun genau auf sich hat und wie sich die Sache weiter entwickeln wird.
Kurz: Ein bisschen holprig, aber trotzdem spannend und leidenschaftlich. Mit der gewohnten Prise Erotik und griechischer Mythologie.

