Leser-Rezension zu „Schwarzes Flüstern” von Gena Showalter
am 22.01.2012
Fazit
Es geht weiter im Krieg zwischen den Herren der Unterwelt und den Jägern.
In diesem Band lernt der Leser Sabin besser kennen, denn es geht um ihn und die rothaarige Harpyie Gwen.
Als die Herren in Ägypten, auf der Suche nach den Artefakten, eine der Pyramiden betreten, stoßen sie auf ein Labor ihrer Feinde - der Jäger. Was sie dort vorfinden ist unglaublich: Eingesperrte Frauen, etwa die Hälfte von ihnen ist schwanger.
Als Sabin, der Hüter des Zwifels, die Frau mit den roten Haaren entdeckt ist er verzaubert von ihren goldenen Augen und nicht genug, sobald sie befreit ist, tötet sie auf brutale Weise einen ihrer vormaligen entführer.
Können die Herren einer solchen Frau trauen? Und was ist, wenn sie ein weiterer Versuch der Jäger ist, diese auszuspionieren? Kann Sabin dieser verführerischen und gefährlichen Frau wiederstehen?
Der Protagonist ist Sabin, Hüter des Dämons Zweifel und somit einer der Herren der Unterwelt. Er ist der typische Krieger: Wild, ohne Gnade, sexy und ein Ich-brauche-keine-Frau-um-Glücklich-zu-sein-Typ, denn er sieht es als Schwäche an, an jemanden gebunden zu sein und sich beeinflussen zu lassen. Dennoch respektiert er seine "Brüder", die eine Frau gefunden haben und diese von ganzem Herzen lieben. Nur für ihn ist das natürlich nichts.
Und was passiert bekanntlich mit solchen Machos? Genau, sie verlieben sich! So auch hier ...
Gwendolyn, oder eben auch Gwen, wird von Sabin und seinen Männern aus einer einjährigen gefangenschaft gerettet. Da sie eine Harpyie ist, sollte man meinen, dass sie sich schon längst selber befreit hat, doch Gwen ist nich wie andere ihrer Art. Sie hat Angst vor ihrer Harpyie, denn sie kann sie nicht kontrollieren. Dennoch legt sie eine Stärke an den Tag, die nicht jeder besitzt - wirklich bemerkenswert - und vor allem Sabin gegenüber will sie sich behaupten. Doch am Ende bleibt die Frage: Wie viele Enttäuschungen kann eine solche Frau ertragen?
Von Sabin war ich besonders begeistert, denn in den ersten drei Bänden hat der Leser noch nicht sehr viel über ihn erfahren, er war eher der Charakter im Hintergrund. Doch ich war sehr überrascht darüber, wie vielschichtig er ist. Gena Showalter hat hier dem sonst so sturen Krieger Leben eingehaucht. Er taut auf, aber nicht zu sehr, so dass es nicht aufgesetzt wirkt. Gerade richtig um autentisch zu wirken.
Auch sein Innerer Konflikt mit seinem Dämon ist war immer wieder amüsant zu lesen, ein Dialog, den man sonst nicht zu sehen bekommt.
Was mir auch besonders gut gefallen hat, waren die Erzählstränge, die neben dieser Hauptgeschichte herliefen. Der Leser bekommt somit einen Eindruck vom Leben einiger der anderen Herren und auch Paris geschichte ist wieder mit dabei. Jeder, der Band drei gelesen hat wird wissen was ich meine. Sein Verlust macht ihm tierisch zu schaffen und er verliert sich immer mehr. Mir ist er verdammt sympatisch und ich kann nicht anderes als mit ihm mitzufühlen. Es ist herzzerreißend traurig.
Nicht zu vergessen ist hier natürlich der Krieg mit den Jägern und der tatsache, dass die Herren ihrem Ziel dieses Mal verdammt nahe kommen. Es bleibt also spannend und lohnt sich definitiv weiter zu lesen.
Dieses Buch ist vom Anfang bis zum Ende super spannend und lässt sich dabei auch noch sehr flüssig lesen. Wieder einmal hat Gena Showalter eine einzigartige Geschichte kreiert mit wunderbaren Farcetten und vielen Überraschungen. Also schnappt euch dieses Buch und verschlingt es genau wie ich.

