Leser-Rezension zu „Woyzeck” von Georg Büchner
am 24.03.2009
Georg Büchners Drama basiert auf der Geschichte des Johann Christian Woyzeck, der tatsächlich gelebt hat und 1824 wegen Mordes öffentlich hingerichtet wurde. Im Zentrum der Geschichte steht dabei die (soziale) Ungerechtigkeit, der Woyzeck zum Opfer fällt. Er gehört zur Unterschicht,wird von den besser gestellten Leuten gedemütigt und ausgenützt und hat keine Chancen sich den anderen gegenüber durchzusetzen. Zusätzich ist er psychisch stark angegriffen, er hört Stimmen und fühlt sich verfolgt. Die Lage spitzt sich weiter zu als Marie, mit der er ein uneheliches Kind hat, sich mti dem Tambourmajor einlässt.
Das Stück ist nicht immer leicht verständlich, was vor allem an der alten Ausdrucksweise liegt und dass die Sätze manchmal unterbrochen werden. Die Tatsache, dass "Woyzeck" ein Fragment blieb, lässt an manchen Stellen auch Unsicherheit aufkommen, ob die einzelnen Szenen tatsächlich so angeordnet gewesen wären. Vom Inhalt her ist es jedoch interessant, da die markanten Unterschiede der Stände aufgezeigt werden.

