Rezension verfasst vor 3 Monaten
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Inhalt:
Der einfache Soldat Franz Woyzeck, der seine Freundin Marie und das gemeinsame uneheliche Kind finanziell zu unterstützen versucht, arbeitet als Laufbursche für seinen Hauptmann. Um sich einen zusätzlichen Verdienst zu seinem mageren Sold, den er restlos an Marie abgibt, zu sichern, lässt er sich von einem skrupellosen Arzt zu Versuchszwecken auf Erbsendiät setzen. Hauptmann und Arzt nutzen Woyzeck nicht nur physisch und psychisch aus, sondern demütigen ihn obendrein in aller Öffentlichkeit. Als Marie heimlich eine Affäre mit einem Tambourmajor beginnt und Woyzecks aufkeimender Verdacht sich bestätigt, nachdem er Marie im Wirtshaus beim Tanz mit dem Nebenbuhler beobachtet hat, glaubt er, innere Stimmen zu hören, die ihm befehlen, die treulose Marie umzubringen. Weil sein Geld für den Kauf einer Pistole nicht ausreicht, besorgt er sich ein Messer, führt Marie auf einem abendlichen Spaziergang in den nahegelegenen Wald und ersticht sie dort am Ufer eines Sees.
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Bewertung:
Woyzeck wurde im Rahmen unserer Abiturvorbereitung gelesen und ausführlich besprochen. Bei Woyzeck handelt es sich um ein Drama bestehend aus Fragmenten. Der Autor Georg Büchner konnte das Stück aufgrund seines frühen Todes nicht mehr fertig stellen und hinterließ nur handgeschriebene einzelne Szenen, die vom Autor in keiner bestimmten Reihenfolge hinterlassen wurden.
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Das Besondere an Woyzeck ist die Abweichung von der damals herrschenden Norm von Einheit von Ort, Zeit und Handlung. Die Klassik wurde von Schiller und Goethe beherrscht und sämtliche Stücke dieser Zeit wurden nach diesem Muster geschrieben. Georg Büchner ist hier mit seinem Stück Woyzeck eine absolute Ausnahmeerscheinung und wird heute als wichtigster Wegbereiter des modernen Dramas bezeichnet.
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Das Stück selbst ist relativ kurz und von der Sprache her sehr einfach und in der damals gängigen Alltagssprache gehalten. Aufgrund seines unvollständigen Charakters werden die Szenen in fast jeder Ausgabe je nach Verlag unterschiedlich sortiert und von Theatern sehr unterschiedlich dargestellt. (Vergleiche Theaterstück München und Theaterstück Karlsruhe)
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Obwohl die Bedeutung und Wichtigkeit des Stückes und des Autors durchaus nachvollziehbar sind und wohl zu Recht als Wegbereiter des modernen Theaters gehandelt werden konnte ich mich weniger gut mit Woyzeck auseinandersetzen. Die sehr kurzen Szenen und die teilweise sehr veraltete, unschöne Sprache (kein Vergleich zu Schiller und Goethe) lassen den Leser eher durch die Seiten quälen anstatt ihn zu unterhalten. Ich für meinen Teil war heilfroh als ich die Lektüre weglegen konnte. Wer hätte gedacht dass 28 Seiten so endlos sein können?
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