Leser-Rezension zu „Winter in Maine” von Gerard Donovan

Rezension als hilfreich gekennzeichnet: (7)

XArtemisX XArtemisX
Verfasst von XArtemisX
am 17.01.2012
 

Kann man sich für den Verlust der vollkommenen Liebe rächen?

Julius Winsome lebt allein in einer Hütte in den Wäldern Maines, nahe der kanadischen Grenze, dort wo der Winter ein halbes Jahr dauert und der Schnee eine strahlend weiße Decke über den Wald breitet. Sein einziger Vertrauter ist sein Hund Hobbes und als Hobbes eines Tages nicht mehr wiederkommt, ändert sich Julius` ganzes Leben. Julius kann nicht verstehen wie jemand einen unschuldigen liebenswürdigen Hund erschießen kann und will sich an dem Mörder seines Freundes rächen.

Ich habe das Buch Anfang Dezember ganz spontan im Laden gesehen und mitgenommen, da ich gern ein Winterbuch lesen wollte. Ich war überhaupt nicht vorbereitet auf das, was ich lesen würde. Und ich war sehr positiv überrascht. Das Buch ist wahnsinnig still, ruhig und hat so viel Tiefgang. Julius ist ein sehr nachdenklicher, ruhiger und - zumindest mir- sehr sympathischer Mann. Obwohl man weiß, dass er wegen seinem Hund zum Mörder wird, kommen einem seine Gedanken richtig vor und man zweifelt nicht wirklich an seinen Handlungen. Mir hat auch die Beschreibung seiner Hütte und dessen Umgebung sehr gut gefallen, so dass ich am Ende traurig war dieses tolle Zuhause verlassen zu müssen und wünsche mir jetzt manchmal selber eine solche Hütte voll mit Büchern und einem schönem Kamin. Am Anfang konnte ich immer nur kurze Abschnitte lesen, da mich diese Ruhe und Langsamkeit irritiert hat, aber die letzten 60, 70 Seiten waren in einem Rutsch weg! Mit knapp 200 Seiten ist "Winter in Maine" ein ziemliches dünnes Buch, aber die Seitenanzahl ist meiner Meinung nach gut bemessen, mehr hätte es nicht sein müssen, die Handlung passte perfekt zur Kürze des Buches.
Die Kapitel sind nach dem Datum eingeteilt: Angefangen beim 30.Oktober - 2.November bis 3. - 5.November. Also auch ein kurzer Handlungszeitraum. Die Kapitel sind noch mal unterteilt und mit Zahlen gekennzeichnet.

Für mich war es das perfekte Januar Buch, denn für Dezember sind Weinachtsgeschichten wohl besser geeignet. Und ich glaube nächsten Januar werde ich es wieder aus dem Regal hervorziehen. Der Schreibstil hat mich wirklich sehr angesprochen und ich habe mich sehr in Julius` Welt hineingleiten lassen.
Zwar war es das erste Buch das ich im neuen Jahr gelesen habe, aber ich bin mir nicht sicher, ob es dieses Jahr noch ein Buch toppen kann - "Winter in Maine" kann ich nur weiterempfehlen!

 

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Winter in Maine Winter in Maine
Gerard Donovan

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Winter in Maine
von Gerard Donovan

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