Rezension verfasst vor 9 Monaten
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Märchenfantasy
In diesem Buch geht es wirklich etwas durcheinander, verschiedenste Handelnde taumeln durch das Geschehen. Wenn man das Buch als Liebesgeschichte lesen will, ist es die St. George und Aurelia. Als Buch einer ungewöhnlichen Freundschaft handelt es von Luther, dem Hund, und seinem besten Freund Blackjack, einem Kater. Als Universitätsroman geht es um die Cornell in Amerika und ihre Studentenvereinigungen. Und über alles den Überblick behalten wollen die Kobolde. Natürlich gibt es als oberen Regler noch Mr. Sunshine, den Griechen...
Und mit all diesen verschiedenen Handlungssträngen, die nicht nur laut Klappentext an den Sommernachtstraum erinnern, unterhielt mich der Autor aufs Trefflichste. Zwar hatte ich dieses Buch nur gekauft, weil mir der Einband so gut gefiel, aber auch solch ein Kaufentschluss hat sich bei mir schon mehrfach als ein guter herausgestellt. Natürlich hat auch die Erwähnung von Shakespeare ein Übriges getan, wobei ich nun versucht bin, mir den Sommernachtstraum noch einmal zu Gemüte zu führen. Als ich mit dem Lesen begann (mit der Aufzählung der handelnden Personen) befürchtete ich, ich würde ein wirres Durcheinander antreffen. Doch die einzelnen Handlungsstränge sind deutlich von einander getrennt und fügen sich doch auf unterhaltsamste Art und Weise zusammen. Man hofft, bangt, leidet mit den Protagonisten. Man schmunzelt, wenn sie sich den Regeln widersetzen. Man atmet erleichtert auf, wenn denn Hauptdarstellern mal eine entspannende Erholung gegönnt wird. Man hält den Atem an, wenn es in die letzte Schlacht geht.
Für mich was das Buch ein wunderbarer Schelmenstreich, den der Autor da geschaffen hat. Und nun bin ich völlig unsicher, ob ich mir noch mehr von Matt Ruff gönnen soll oder ob ich es lieber lasse, weil er sich eh nicht mehr übertreffen kann.
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