Rezension verfasst vor 1 Jahr
(7)
Eine verstümmelte Leiche wird auf einem Hochsitz im Wald gefunden. Keiner weiß, um wen es sich bei dem Toten handelt, geschweige denn, wer der Mörder sein könnte. Judith Krieger wird zusammen mit Manni auf den Fall angesetzt. Es ist ihre letzte Chance zu beweisen, dass sie nach wie vor eine gute Kommissarin ist.
Es handelt sich um einen typischen Kriminalroman. Es gibt eine Leiche, vorerst keinen Täter und die Ermittler sind psychisch angeknackst. Also alles ganz normal und eh wie immer.
Anfangs kam ich nicht so wirklich in das Buch hinein. Ständig wechseln die Erzähler und ich tat mir schwer, jedes Mal herauszufinden, um wen es sich handelt. Vor allem da die Namen meist nicht erwähnt wurden, sondern nur von "sie" oder "er" die Rede war. Außerdem lernt man gleich am Anfang eine Vielzahl von Personen kennen. Da ist es nicht einfach, den Überblick zu behalten.
So richtig konnte ich mich mit den Charakteren nicht identifizieren bzw. konnte ich mich auch nicht in sie hineinversetzen. Es ist doch alles sehr abstrakt beschrieben. Vermutlich soll dies die Spannung erhöhen, aber in meinen Augen führte das nur zu einem oberflächlichen Erzählstil.
Durch die Leserunde, in der ich das Buch gelesen habe, war schnell klar, wer der Täter ist. Alleine hätte ich das Rätsel wohl nicht so schnell gelöst. Trotzdem handelt es sich keineswegs um einen komplizierten, verstrickten Fall. Ein engagierter Kommissar hätte den Fall wohl auch in ein paar wenigen Tagen lösen können. Somit baut die Autorin einen sehr einfachen Sachverhalt aus, um genug Material für ein ganzes Buch zu haben. So kommt mir das zumindest vor.
Ich glaube nicht, dass ich noch ein Buch der Serie lesen werde, da mich auch die Hauptperson Judith nicht überzeugen konnte.
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