Leser-Rezension zu „Farben der Schuld” von Gisa Klönne
am 9.05.2010
Mein erster Roman von Gisa Klönne und ich bin begeistert.
Alleine das Cover ist schon ein richtiger Hingucker. Endlich ein Cover, was auch einen direkten Bezug zur Story hat. Abgebildet ist das Foto eines Chamäleons - in diesem Fall das Haustier, des Grufti-Teenagers Beatrice. Nach dem Selbstmord ihrer Freundin Jana und der Trennung ihrer Eltern, ist das Chamäleon ihr einziger Halt. Ansonsten flüchtet sie sich in Alkohol und rebelliert gegen ihre Mutter, die ihrerseits Trost in ihrem Glauben und der Kirche sucht.
Aber das ist nur einer von mehreren Handlungssträngen in dem Buch. Es wirkt sehr problemüberladen und düster. Aber es kommt ohne viel Blutvergießen und ohne viel Gewalt aus, ohne an Spannung zu verlieren.
Gisa Klönne hat ein nettes Ermittlerduo geschaffen. Da dies bereits der vierte Band aus der Reihe ist, haben sich die Protagonisten natürlich weiterentwickelt. Ich habe die Vorgängerbände leider nicht gelesen, konnte aber auch so in den vierten Fall sehr gut einsteigen.
Der Schreibstil der Autorin sagt mir jedenfalls sehr zu. Positiv anzumerken ist auch, dass der Täter nicht wie in vielen anderen Krimis schon zu erahnen ist. Das Motiv ist auch nachvollziehbar. Also alles, was einen soliden deutschen Krimi ausmacht.

