Leser-Rezension zu „Dunkle Tage” von Gunnar Kunz
am 25.04.2010
Ein Krimi mit nur 191 Seiten... ganz schön mickrig, möchte man meinen... aber weit gefehlt! Hier hat eindeutig Qualität über Quantität gesiegt und man muss auch dazu sagen, die Schrift ist sehr klein gedruckt.
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Es ist 1920, politische Unruhen beherrschen die Hauptstadt Berlin. Rund um den tatsächlich stattgefundenen "Kapp-Putsch" hat der Autor Gunnar Kunz einen tollen Krimi erschaffen, der Humor, Philosophie, Spannung und historische Fakten mit Fitkion verbindet ohne dabei unglaubwürdig zu wirken. Auch die Protagonisten machen Lust auf weitere Fälle! Da ist zum einen der Kommissar Gregor Lilienthal, der aber eher im Hintergrund seiner Polizeiarbeit nachgeht. Eigentliche Hauptfigur ist dessen Bruder, Hendrik Lilienthal - Professor für Philosophie an der Universität, der mit seiner eigenwilligen Art seinem Bruder in einem Mordfall zur Seite steht. Hinzu kommt noch eine quirlige und für die damalige Zeit wohl reichlich "unschickliche", weil selbstdenkende Studentin.
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Mir hat der Krimi sehr gut gefallen, weil hier ein realitätsnahes Bild der politischen Situation geboten wird, dazu gut recherchiert und im Anhang listet der Autor zudem diverse Titel für weiterführende Literatur auf. Alle, die gerne Krimis lesen und sich dazu noch für geschichtliche Ereignisse interessieren, kommen hier voll auf ihre Kosten :o)

