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Vor 1 Jahr
(8)Paul Skamper ist Schatzjäger , leider im Moment ein eher glückloser Vertreter seiner Zunft. Seine letzte Expedition nach Südamerika endete in einem Desaster und lediglich ein kleines, geheimnisvolles Artefakt war seine ganze Ausbeute.
Nun sitzt er in Nürnberg fest, versucht das Erbe seines Vaters zu ordnen und hält nebenbei Vorträge über seine Südamerika-Expedition und das gefundene Artfakt. Die Vorträge sind eher mäßig besucht und auch mit den eher abgedrehten Geschäftsideen seiner Freundin, Mitbewohnerin und Geschäftspartnerin Arabella kann sich Skamper nicht anfreunden.
Als sein alter Freund Viktor auftaucht und ihn um Hilfe bittet, den mysteriösen Tod eines Kollegen zu untersuchen ist Skamper zunächst skeptisch. Doch je mehr er über diesen Fall erfährt, desto neugieriger wird er. Viktors Kolllege war Geocacher und versuchte herauszufinden was an Gerüchten in der Szene dran ist, die behaupten das an bestimmtem Zielpunkten Leichenteile versteckt seien. Viktor glaubt nicht an die Selbstmordtheorie der Polizei und Skamper willigt letztlich ein, ihm zu helfen.
Gemeinsam mit Viktor und Arabella startet er eine Suche in deren Verlauf er tatsächlich auf einen abgetrennten Arm stößt – und beinahe zu Tode kommt. Doch anstatt diese Warnung ernst zu nehmen weckt das Erlebte erst recht seinen Jagdinstinkt und er ermittelt weiter. Kommt er dabei dem geheimnisvollem Simon Morlov in die Quere und wer ist der noch geheimnisvollere Auftraggeber Morlovs?
Mein Fazit
Von Anfang bis Ende ausgesprochen spannend!
Über weite Teile ist das Buch in zwei Handlungsstränge geteilt. Der eine begleitet Skamper und seine Freunde auf der spannendn Suche nach den Caches, der andere ist Morlov gewidmet, einem sehr geheimnisvollem Mann mit einem wirklich ungewöhnlichen Beruf. Man ahnt von Anfang an, das die beiden früher oder später zusammentreffen – und das tun sie dann auch. Irgendwann jedenfalls :-)
Mir haben die Rätsel rund um die Suche nach den diversen Caches ebenso viel Spaß gemacht, wie die Schilderungen der diversen Charaktere in diesem Buch. Sie waren allesamt wirklich plastisch beschrieben und sie waren mir alle irgendwie sehr schnell sympathisch.
Selbst für den undurschaubaren Simon Morlov habe ich eine gewisse Sympathie entwickelt – vielleicht lese ich einfach zu viele Krimis oder sollte mal einen Psychiater befragen?
Interessant fand ich auch das eine oder andere zum Thema Geocaching zu erfahren, eine Sache über die ich hier und da bereits etwas gelesen, mich aber nie damit beschäftigt habe.
Allerdings, so habe ich jedenfalls auf diversen Geocaching-Blogs gelesen, sollte man das was Gunnar Schuberth in seinem Buch beschreibt nicht ganz so wörtlich nehmen.
Es ist und bleibt ein spannender, gut durchdachter Krimi, kein Tatsachenbericht über das Hobby Geocaching. Wer mehr über das Geocaching erfahren möchte, der findet sicherlich bei Geocaching Franken solidere Informationen darüber. Aber immerhin hat ihnen, als Franke und als Geocacher, das Buch auch gefallen :-)
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