Leser-Rezension zu „Never tell a lie - Lügen können töten” von Hallie Ephron
am 22.01.2011
Inhalt:
Ivy und ihr Mann David sind glücklich: Endlich ist Ivy schwanger, steht kurz vor der Geburt und das Kind scheint dieses Mal gesund und lebensfähig zu sein. Beide bewohnen ihr Traumhaus und David ist mit einer eigenen Firma erfolgreich.
Dann jedoch veranstalten sie einen Flohmarkt im Zuge dessen sie erstmals nach langen Jahren wieder auf ihre ehemalige Mitschülerin Mindy treffen, die sich in der Zwischenzeit erheblich verändert hat und wie Ivy hochschwanger ist.
Problematisch wird es, als die Polizei kurz darauf vor der Tür steht, denn Mindy wird vermisst, ihr Auto ist in der Nähe des Hauses geparkt und niemand hat sie den Flohmarkt wieder verlassen sehen. Im Laufe der Ermittlungen erhärtet sich ein schrecklicher Verdacht, der Ivys und Davids heile Welt zu zerstören droht.
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Eindruck:
Das Buch bedient sich einer modernen, einfachen Sprache ohne größere Eskapaden. Dies macht die Geschichte leicht und schnell lesbar. Eine einfach gehaltene Story tut ihr Übriges.
Insgesamt ein kurzweiliges Lesevergnügen.
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Figuren:
Leider sind die Figuren nicht besonders gut gelungen. Insgesamt scheinen sie farblos zu sein, ihre Handlungen, besonders die der Protagonisten sind stellenweise kaum nachzuvollziehen. Der am besten ausgearbeitete Charakter scheint mir Ivys beste Freundin zu sein, als hätte die Autorin hier eine reale Person vor Augen gehabt und für die Hauptdarsteller nur ein Foto.
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Kritik:
Die Idee hinter der Geschichte ist keine Neue, was prinzipiell nichts Schlechtes ist – wäre die Umsetzung gelungener. In diesem Fall ist bereits nach der Hälfte des Buches klar, was eigentlich passiert ist und es bleibt für den Leser nur die Frage nach dem Wie?.
Der Umstand, dass Ivy sich dem Ermittler gegenüber im Krankenhaus verplappert und dennoch nichtmal eine Nachfrage kommt, wirkt befremdlich, lässt sich aber noch mit viel gutem Willen überlesen.
Dennoch wäre etwas mehr Tiefgang, ein paar parallele Erzählstränge, etwas mehr Farbe in den Figuren schön gewesen.
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Fazit:
Ein Buch, das kurzweilig, aber auch seicht ist. Eine einfache Sprache ohne Schnörkel und lange Sätze, aber auch eine Story ohne große Höhen und Tiefen.
Man hätte mehr daraus machen können.

