Auf der Suche nach der kommenden Zeit. Ein Sommer, ein Mädchen, eine Nutte in Paris, noch ein Mädchen. Gras und die Musik der Hippie-Generation. Velvet Underground, Led Zeppelin, Frank Zappa.
Freundschaft bedeutet Bewunderung. Geheime Bewunderung, offensichtliche Zuneigung, manchmal mehr - nie aber weniger.
Ein großer Roman mit unaufgeregten Worten, ein Roman über Freundschaft, das Heranwachsen, das Älterwerden, ein Roman über den Sommer, das Leben. Man lebt das Leben besser, wenn man es begreift als das, was es ist: befristet
Hanspeter und Walter, Innerschweiz, die Siebziger. Gönggi und Boyroth, das ist cooler. 1974 - rückblickend aus der Sicht von Hanspeter, dem Ich-Erzähler dieses Cowboysommers ein aufregendes Jahr, ein unvergesslicher Sommer, unvergessliche Momente, die große Freundschaft der Jugend.
"Mich soll man nicht lieben, sondern begehren." Sie setzte sich wortlos auf mein Gesicht und presste mir ihre Scham auf den Mund. Sie hatte sich rasiert, ihre Haut war samtweich, ihr Loch heiß und nass.
Sie trafen sich beim Fußball, bei den Blue Stars. Wäre ich ein Mädchen, ich würde mich auf der Stelle in dich verlieben. Hanspeter macht eine Lehre als Schriftsetzer und hinterläßt heimliche Botschaften, die er aus den Songs seiner Lieblinge übernimmt, spiegelverkehrt, auf Fenstersimsen. Vielleicht werden sie nie gelesen. Die Freundschaft zwischen Gönggi und Boyroth, die Zusammengehörigkeit, die Bewunderung des Erzählers für Boyroth - und über allem liegt die Melancholie der vergehenden Jugend wie herabfallendes Laub im schwächer werdenden Herbstlicht.
Das erste Konzert von Boyroths Schwester, Yolanda in die Hanspeter unsterblich verliebt ist. Eine Nacht im Zelt, Joints werden herumgereicht, Sie frisieren ihre Maschinen, Mofas, neuer Tank, blitzender Chrom. Stolz. Die Musik, die Schweiz. Die Freundschaft.
Vor den Sommerferien, ein paar Tage vorher, Hanspeter zieht es gen Norden, nach Norwegen. Er fragt, ob Boyroth mitkommt.
Gönggi fährt allein, übernachtet in Jugendherbergen.
"Mitten in der Nacht stand ich auf und nahm einen der Socken Eitans, die er zum Trocknen über die Stuhllehne gehängt hatte, und stopfte ihn so tief wie möglich in den Spalt zwischen Schrank und Wand, er würde ihn nicht finden, niemals."
"Wenn sich der Nebel verzog, fing etwas Neues an, ein anderes Leben, das Leben eines Erwachsenen. Etwas Großes erwartete mich, von dem ich gar nicht wissen wollte, was es sein sollte. Es durfte nichts mehr nur aus Angst geschehen."
Als er aus Norwegen zurück nach Hause kommt, merkt er, etwas hatte sich verändert. Nicht nur er war gereift, er hatte einen großen Schritt getan auf dem Weg zum Erwachsen werden. Alles hat sich verändert.
Jahre später treffen sie sich wieder, der Schriftsteller und der wohnungslose Schausteller. An einer Imbißbude. Werden sie es schaffen, ihre Freundschaft nach all der Zeit wieder auferstehen zu lassen? Nach all dem, was geschehen ist, damals? Was wäre geschehen, wäre Hanspeter nicht nach Norwegen gefahren, was wäre, wenn?
"Hast du schon einmal darüber nachgedacht, wie du sterben möchtest?", fragte der Mann.