Rezension verfasst vor 9 Monaten
(8)
Es hat schon ein bisschen gedauert, bis mich dieses Buch gepackt hat. Da ich eine Fortsetzung von „Wilde Schafsjagd“ erwartete und es direkt im Anschluss daran gelesen habe, musste ich den Wandel der Atmosphäre erst einmal verdauen. Während des Lesens wurde ich dann wieder ein Teil des Geschehens, dem Kampf des 34-jährigen jungen Mannes gegen Angst und Einsamkeit, der es schafft seine Persönlichkeit zu entwickeln trotz oder gerade wegen der unbeschreiblichen Ereignisse und Schwierigkeiten, die ihm begegnen.
Durch die wechselhaften Beziehungen und Dialoge wird unaufdringlich Kritik am oberflächlichen Leben geübt und ist ein Appell an Loyalität, Freundschaft und Liebe.
Murakamis Schreibstil ist einzigartig, er wandelt zwischen Satire und Thriller, auf hohem Niveau, man muss das Buch selber lesen, um seine Tiefe zu ermessen.
Eine Kritik muss ich noch loswerden:
Grundsätzlich greift der Roman auf die Fakten von „Wilde Schafsjagd“ zurück, es ärgerte mich aber schon zu Beginn, dass der Kater „Bückling“ im Rückblick nun „Sardine“ genannt wurde. Eine Kleinigkeit, aber das darf nicht passieren, besonders, da ich mir, wegen der besseren Übersetzung (Direkt aus dem Japanischen ins Deutsche) die Bücher des DuMont Verlages gekauft habe.-
Auch das Cover empfinde ich nicht als gelungen, die Darstellung des Schafsmannes im hellen Zimmer, mit adretter karierter Weste, steht in keiner Beziehung zu seiner Beschreibung und der Atmosphäre des Buchinhalts.-
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