Leser-Rezension zu „Ich will dich, ich krieg dich” von Hedda H. Robertsen
am 29.08.2010
Die Teenagerin Alba, die in einer Buchhandlung arbeitet, verliebt sich Hals über Kopf in einen älteren Kunden und bald drehen sich ihre Gedanken nur noch um ihn. Mehr Handlung findet man in diesem Buch leider nicht, aber anfangs dachte ist, das dürfte beim Lesen doch eigentlich nicht stören. Der Anfang des Buches las sich immerhin noch relativ niedlich, auch wenn die Hauptperson Alba sehr naiv wirkt. Dennoch fieberte ich einige Seiten über mit, ob sie sich nun trauen würde, ihre heimliche Liebe anzusprechen.
Während das Buch anfangs noch durch eine seichte, leicht und flüssig herunterzulesende Handlung und niedlich beschriebene Charaktere überzeugt, geht es danach leider abwärts mit dem Buch, denn die Autorin beginnt, eine Sexphantasie nach der anderen zu beschreiben. Man fühlt sich schon irgendwie peinlich berührt, wenn wie aus dem Nichts und ohne Zusammenhang eine Sexszene beschrieben wird und diese mit zunehmender Seitenzahl immer deftiger und merkwürdiger werden. Ich jedenfalls konnte damit gar nichts anfangen und war oft kurz davor, die nächsten Seiten einfach zu überblättern, denn diese Szenen tragen nichts zur Handlung bei, sondern sind eher peinlich und teilweise ganz schön vulgär, was die verwendete Sprache angeht.
So wurde ich letztendlich von diesem Buch leider enttäuscht: Was als netter, zuckersüßer Liebesroman anfängt, entpuppt sich als Sexnovelle ohne viel Sinn. Man bekommt zunehmend den Eindruck, dass die Autorin hier ihre eigenen Wunschphantasien verarbeiten wollte...nur will man daran teilhaben? Ich lieber nicht, besten Dank.

