Leser-Rezension zu „Ich will dich, ich krieg dich” von Hedda H. Robertsen
am 6.05.2010
Von „Ich will Dich, ich krieg Dich“ hatte ich mir viel versprochen. Das Cover gefiel mir sehr gut und auch der Klappentext war für mich sehr vielversprechend. Doch leider konnte Hedda H. Robertsen meine Erwartungen nicht erfüllen.
Alba ist 19 Jahre alt und arbeitet als Aushilfe in einer Buchhandlung in Oslo. Sie bedient freundlich ihre Kunden und scheint Spaß bei der Arbeit zu haben. Doch an einem Kunden ist sie besonders interessiert: sie nennt ihn Mads Mikkelsen, da sie seinen richtigen Namen nicht kennt. Er kommt jeden Tag in das Geschäft um sich seine Zeitschriften zu kaufen. Alba ist jedes Mal aufgeregt und bekommt fast keinen Ton raus, wenn sie ihren Schwarm bedienen muss. Dazu muss gesagt werden, dass Mads um einiges älter ist als sie, schon graue Haare hat und scheinbar verheiratet ist. Doch das hält Alba nicht davon ab, ständig zu schwärmen und wilde (erotische) Fantasien zu entwickeln.
Was am Anfang noch ganz witzig ist, wird im Laufe des Romans einfach nur nervig. Alba ist kein Charakter, der sympathisch wirkt, man möchte nicht mit ihr mitfiebern, weil sie sehr unreif und kindisch rüberkommt. Ihre Fantasie vermischt sich mit der Wirklichkeit. Teilweise hatte ich den Eindruck, sie weiß gar nicht mehr, was sie sich erträumt und was in der Realität passiert. Hinzu kommen die sich ständig wiederholenden Sexfantasien, die zwar nett zu lesen sind, aber mich nicht vom Hocker hauen. Zudem ist keine richtige Handlung zu erkennen, immer nur Schwärmereien und eine Null-Bock-Stimmung seitens Alba, damit kann mich Hedda H. Robertsen leider nicht überzeugen. Sehr schade!

