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Wir schreiben das Jahr 1977. Thorsten Bruhn ist sechzehn und ein Spätzünder. Der Geschlechtstrieb hält ihn trotzdem schon heftig auf Trab. Erst recht auf der anstehenden Familienfreizeit mit der evangelischen Gemeinde; es geht nach Scharbeutz an der Ostsee. Kirchenfreizeiten sind Ende der Siebziger der bevorzugte Ort für Heranwachsende, um zum ersten Mal rund um die Uhr mit Gleichaltrigen zusammen zu sein. Mit allen Konsequenzen.
Bei Thorsten führt dies zu einem anstrengenden Zusammenwirken von sozialer Überforderung, religiösen Gefühlen und hormonellem Dauerrauschen. Dazu kommt das schlechte Essen. Wo unser Held doch ohnehin zur Verstopfung neigt: Luke zwo seit Tagen dicht! Und so erlebt Thorsten innerlich versteinert schlimme Andachten, peinliche Gruppenspiele, eine trostlose Jugenddisko, alkoholische Exzesse und erotische Wirrungen mit ständig wechselndem Objekt. Ein Wunder, dass am Ende doch noch alles irgendwie gut ausgeht.
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Ich bin es ja gewohnt eklige Dinge zu lesen.. nach Feuchtgebiete und Trockenzonen dachte ich mirl, es wäre nicht schlimm noch ein Buch zu lesen, das in diese Richtung geht...
Cover
>>>(aus Amazon)
Das Cover gibt Aufschluss darüber, warum er jetzt und nicht später erscheinen durfte, handelt es sich doch auf den ersten Blick um ein Trittbrettfahrerwerk. Die vom Verlag vermutlich als verkaufsfördernd veranschlagte Anspielung auf Charlotte Roches fulminant eingeschlagene Feuchtgebiete ist unübersehbar.
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Anders kann ich es nicht sagen, denn nur so bin ich auf das Buch aufmerksam geworden.
Inhalt/Schreibstil
Zum Inhalt muss ich nicht viel sagen. Wer Feuchtgebiete und Co. kennt, der kann sich denken worum es in Fleckenteufel geht und wie es dort von statten geht.
Das Buch lässt sich schnell und flüssig lesen, wenn man mal den Würgereiz überwunden hat. Die rund 220 sind fix gelesen.
Gute Dinge
Ich bin überzeugt, dass es bei einigen männlichen Exemplaren, genauso ablaufen kann, wie im Buch beschrieben. Es ist auch sehr detailiert und gut beschrieben, wie es bei einer oben geschriebenen, wie so eine Familienfreizeit abgelaufen ist. Also ich meine, ich hab die Zeit nicht mehr mitgemacht, als sowas noch "IN" war, aber ich kann es mir genauso vorstellen.
Und, so eklig es war - leichte masochistische Züge scheine ich zu haben - so gut war es auch geschrieben. Ich habe zwar immer wieder aufgeblickt und gesagt 'Ihhh, nein... wie eklig ist das bitte?'... eitgelesen habe ich trotzdem.
Mankos
Ich habe einige Zeilen und manchmal gar Seiten nur überflogen, weil die Andachten (Morgenandacht, Mittagesandacht, Abendandacht, Mitternachtandacht, Beten....~~~~ blah, blah, blah...) einfach zu lang waren und meiner Meinung nach zu viel im Buch eingenommen haben. Für was es nicht alles Andachten und Möglichkeiten zum Beten gibt.
Fazit
Vielleicht ist dieses Buch das richtige für Jungs, die noch in der Pubertät sind und noch nicht wissen, was so alles mit ihnen passieren kann. Und Mädchen, die wissen wollen, was mit ihren männlichen Mitmenschen geschah, geschieht und geschehen wird.
Ich hoffe für die Jungs, die sich dafür entscheiden, nur nicht schüchtern zu sein.
Und den Mädchen wünsche ich einen starken Magen, denn was in dem obigen Buch steht, ist nichts für schwache Mägen.
Ich empfehle es allen die Feuchtgebiete gelesen haben, um einen Ausgleich im leben zu bekommen. Nicht nur die ekligen Seiten von einer Frau namens Helen zu kennen, sondern auch die ekligen Seiten eines Jungen namens Thorsten zu kennen. :P