Rezension verfasst vor 1 Jahr
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„Eine Landjugend mit Musik“ ist der durchaus treffende Untertitel dieses offensichtlich autobiographisch aber hoffentlich nicht in allen Teilen wahrheitsgetreuen Buches. Heinz Strunk tritt als Jugendlicher der mittelklassigen Tanzband Tiffanys bei und verbringt mit teilweise mitleiderregenden Auftritten auf dem platten Land und mit der Pflege seiner kranken Mutter einen wesentlichen Teil seiner „besten Jahre“.
Erst am Ende wurde mir immer mehr klar, das dieses durchaus witzige und vor allem sprachwitzige Buch wohl mehr Wahrheit enthält, als mir lieb war und so bleibt mir im Nachhinein so manches längst gelachte Lachen wieder im Hals stecken. Bis es soweit war hab ich mich allerdings – abgesehen von der einen oder anderen Länge, die man aber auch jedem Autor zugestehen muss, hervorragend amüsiert und in der Tat mehrfach gelacht, was bei mir beim Lesen nicht oft vorkommt. Strunk seziert die leider oft tumbe Dorfwelt, seziert aber sein eigenes Unglück zwischen Depressionen, Akne, Misserfolg bei den Frauen und Geldspielautomaten, welches dann doch ab und an von der Tanzmusik aufgehellt wurde, die aber stets nur ein Job bleibt („hätte ich als Würstchenverkäufer mehr verdient, wäre ich eben Würstchenverkäufer geworden“) und stets ein Handwerk fernab jeglichem Glamours bleibt.
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