Leser-Rezension zu „Cleo” von Helen Brown
am 24.08.2010
Ich finde es sehr mutig so ein autobiografisches Buch zu schreiben und viele Mnschen an seinem Schicksall teil zu haben. Zuerst dachte ich, dass Helen Brown ihr Buch durch und durch von Trauer durchfließen lässt - aber dem war nicht so. Verübeln könnte man es ihr nicht, denn ich denke, dass es nicht gerade einfach ist ein Kind zu verlieren.
Die Wut, Verzweiflung, Trauer, Angst des Vergessens etc. kann ich vollkommen nachvollziehen und fand es auch gut beschrieben. Nicht zu übertrieben und auch nicht schnulzig.
Als Cleo dann in das Leben der Familie trat, konnte ich mir bildlich vorstellen, dass sie für Helen nur eine Last ist, weil sie mit der Trauer und der Erinnerung an ihren Sohn beschäftigt ist. Doch dann sah ich Robs strahlendes Gesicht vor meinem geistigen Auge - eine Erinnerung an seinen großen Bruder. Eswar klar das die Katze bleibt.
Und so wie Katzen magische, sogar heilende Kräfte nachgesagt werden, verhält sich Cleo auch. Sie ist genau das, was die Familie braucht. Sie ist da, fordert jedoch nicht allzu viel Aufmerksamkeit, sie hält alle auf trapp. Und im Laufe der Zeit entwickelt sie sich zu einem festen Mitglied der Familie und wirkt eher wie ein Mensch, als eine Katze - wie Sam.
Auch die Familie kommt langsam wieder auf den Dampfer. Rob bekommt eine Schwester - es kommt leider zur Scheidung, doch Helen wird wieder glücklich und auch karrieremäßig läuft es super.
Alles in allem geht das Leben für Helen und ihre Familie weiter - so hart es auch klingen mag. Doch Sam wird nie vergessen, er ist immer da.
Ein schönes Buch für ungemütliche Stunden - einkuscheln und lesen. Der Schreibstil ist flüssig und gu zu lesen - ein gutes Buch, nicht nur für Katzenmenschen :)

