Rezension verfasst vor 3 Jahren
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Was geschah wirklich an jenem Abend, an dem ein junges Ehepaar grausam und scheinbar sinnlos ermordet wurde? Die junge Gun Johannsson ist dieses Verbrechens angeklagt und sitzt seither im Gefängnis.Von ihren Mitgefangenen wird sie geschnitten, niemand möchte etwas mit ihr zu tun haben. Wie kann sie nur immer wieder behaupten, dass sie unschuldig ist?
Nur zu Ingrid, der Gefängnispfarrerin, fasst Gun Vertrauen, und erzählt ihr die unglaubliche Geschichte ihres Lebens. Ingrid ermittelt auf eigene Faust und muß dabei selbst um ihr Leben fürchten. Und um ihren Glauben, denn die Wahrheit, die nach und nach ans Tageslicht kommt, ist jenseits aller religiösen Vorstellungen.
Die Skandinavier sind inzwischen berühmt/berüchtigt für ihre finsteren, spannenden Krimis. Mir sind sie oft zu blutig und abgefahren. Ich würde mich allerdings auch nicht gerade als Krimifan bezeichnen.
Aber Helena von Zweigbergks Roman hebt sich wohltuend von all dem blutigen Einerlei ab. Eine religiöse, unattraktive Singlefrau, die ständig mit ihren inneren Dämonen kämpft und so gar nichts Heiliges an sich hat, das ist wirklich spannend.
Die Lust auf Sex hat, den sie so gut wie nie und dann nur aus Versehen bekommt, und auf manchmal komische und peinliche Art und Weise in Situationen stolpert, die sich ganz anders entwickeln, als sie es sich vorgestellt hat. Aber Vorsicht, die Geschichte ist nicht lustig!
Unangenehme Überraschungen erlebt nicht nur Ingrid, sondern auch der Leser.
Ein außergewöhnlicher Krimi, nicht nur für Frauen.
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