Leser-Rezensionen zu „WestEnd Blues” von Helmut Barz
Rezension verfasst vor 2 Monaten (24)
Katharina Klein, Kommissarin bei der Frankfurter Kriminalpolizei, liebt Oldtimer, Waffen und Zeichentrickfilme. Und sie hasst Morde: Um die Schuldigen zu überführen, riskiert sie, wenn nötig, Kopf und Kragen. "WestEnd Blues ist ihr erster Fall“
Inhalt:
Die Halbasiatin Katharina Klein arbeitet als erfolgreiche Hauptkommissarin bei der Frankfurter Kriminalpolizei. 100 % Aufklärungsquote spricht für sich. Auch wenn sie aufgrund ihrer robusten Art und Weise von vielen nur noch die Killer-Queen genannt wird, lässt sie sich nicht beirren und bringt verbissen Fall für Fall zu einem positiven Ende. Leider ist ihr Stursinn und ihre spezielle Ermittlungsart einigen Kollegen ein Dorn im Auge.
Einzig ihr Vorgesetzter Polanski und ihr Partner Thomas scheinen sie zu akzeptieren und lassen sie gewähren.
Doch dann kommt gerade Thomas bei einer missratenen Undercover-Aktion ums Leben und Katharina erschießt, ohne zu zögern, die zwei Geiselnehmer, denen Thomas zum Opfer fiel. Leider versuchen ihre unliebsamen Kollegen, Katharina aus dieser Aktion, die eigentlich allen weiteren Geiseln das Leben rettete, einen Strick zu drehen und sie wird kurzerhand erst einmal vom Dienst suspendiert.
Zu hause angekommen, findet sie die vier-jährige Tochter ihrer Nachbarin im Treppenhaus vor, die ihre Mutter vermisst. Alarmiert dringt Katharina in Melanies Wohnung vor und findet diese tot auf dem Boden liegend vor. Ein Haushaltsunfall? Katharina kann das nicht glauben. Kurzerhand nimmt sie Laura bei sich auf und beginnt, trotz Suspendierung zu ermitteln. Unerwartete Hilfe und Unterstützung bekommt Sie vom - ebenfalls suspendierten- Gerichtsmediziner Andreas Arnedt ... und natürlich von ihrem etwas berüchtigtem, aber stets bestens informiertem Onkel Antonio Kurtz.
Während sich Katharina auf ihre eigene Anhörung vorbereitet, versuchen Sie, den Mörder von Lauras Mutter zu finden. Denn dass Melanie ermordet wurde, ist für Katharina mittlerweile sonnenklar...
Handlung & Charaktere:
Helmut Barz ist mit dem ersten Band "WestEnd Blues" ein gelungener Start in eine spannende und fesselnde Krimi-Reihe gelungen. Eine rasante Geschichte, die in Frankfurt am Main spielt und die alles hergibt, was ein guter Krimi bieten muss: Die Spannung beginnt gleich zu Beginn der Geschichte und kann über das ganze Buch gehalten werden. Trotz vieler kriminologischer Details, kommt zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf. Mit viel erfrischendem Humor und Unterhaltung wird der Leser gefesselt und nimmt so an den Ermittlungen teil. Der Schreibstil ist locker und leicht und daher recht angenehm zu lesen. Es laufen mehrere Handlungsstänge ineinander, aber es fällt nicht schwer, den einzelnen Geschehnissen zu folgen. Manches wird etwas zu sehr herausgearbeitet, so zum Beispiel die sexuellen Neigungen einiger Protagonisten, haben diese doch wenig bis gar nichts mit dem Krimi zu tun und verwirren daher den Leser eher.
Die Hauptcharaktere Katharina Klein ist so untypisch "Kommissaren-like", das es zwar eine Freude ist, ihren nicht so ganz üblichen Ermittlungsmethoden zu folgen, aber ab und an beschleicht einen doch der Gedanke, ob hier nicht ein klein wenig zu dick aufgetragen wurde.
Eine Frau mit Temperament und Elan, die sich von nichts und niemanden unterkriegen lässt und die Dinge im Alleingang erledigt. Eine Frau, die trotz ihres Jobs an illegalen Pokerspielen teilnimmt, und meines Erachtend doch ein bisschen zu sehr das Bild einer in Kampfsport bestens ausgebildeten, schwarzes Leder tragenden Amazone verkörpert.
Einzig ihre ständig wiederkehrenden Ohnmachtsanfälle können dieses Bild wieder etwas schwächen. Und natürlich ihre Fürsorge Laura gegenüber.
Laura ist ein etwas neunmalkluges, vierjähriges Mädchen, das man aufgrund ihrer offenen und vertrauensseligen Art sofort ins Herz schließen mag. Sie schafft es, die großen, starken Männer mit ihrem Lieblingsfilm "Bambi" zum weinen zu bringen und vereint alle am Tisch für eine gemeinsame Runde Mensch-ägere-dich-nicht.
Andreas Arendt erscheint als ruhiger, sehr zurückhaltendender Typ, der sich auf recht unscheinbare Art um Katharina und Laura sorgt. Er bekocht sie, er ist stets in ihrer Nähe und birgt doch so viele Geheimnisse. Seine wahre Identität und sein großes Geheimnis bleiben bis zum Ende ein spannendes Rätsel.
Aber auch die weiteren Nebendarsteller wie zum Beispiel Katharinas Bodyguards Hans und Lutz oder der Vorgesetzte Polanski sind sehr sympathisch und liebevoll dargestellt.
Dr. Henthen wird gleich zu Beginn die Rolle des erfolgsbesessenen Arztes zugeteilt, der voll und ganz in seiner Gentechnik aufgeht und dessen oberstes Ziel es ist, durch Manipulation der Gene das perfekte Kind schlechthin zu erschaffen. Er bekommt den gewollt unsympathischen Stempel aufgedrückt , den er allemal verdient.
Fazit:
"WestEnd Blues" ist ein gelungener, leichter Krimi, der genügend Spannung für den Leser bereithält, um ihn an das Buch zu fesseln. Manchmal werden zu viele Klischees aufgearbeitet und die Protagonistin wird in der Darstellung ihren Eigenschaften und ihrem Charakter etwas zu sehr aufgebauscht, dass man fast das Bild einer Lara Craft vor Augen hat.
Nichtsdestotrotz bereitete mir das Lesen dieses deutschen Krimis sehr viel Spaß und ich kann dieses Buch getrost an Krimi-Liebhaber weiterempfehlen. Ich bin nun sehr gespannt auf Katharina Klein´s zweiten Fall in "African Boogie"
Rezension verfasst vor 2 Monaten (5)
Ein ganz solider Krimi aus Frankfurt mit spannender Handlung, vielen Verdächtigen und lustigem Möderraten. Auch die Aufnahme eines entzückenden Kindes in den Plot, nämlich die Tochter eines Mordopfers, das vorübergehend, bis der im Ausland weilende Vater informiert ist, bei der Komissarin Katharina Klein untergebracht wird, war eine grandiose Idee des Autors.
Leider muss ich nun mit der Kritik anfangen. Katharina Klein ist eine derart ambivalente Figur, dass Sie für mich wenig glaubwürdig wirkt. Einerseits hat sie nach dem Erschiessen von zwei Drogendealern nicht mal Alpträume, ist eine flinke toughe Kampfsportspezialistin mit totaler Körperbeherrschung und ansonsten auch eine beinharte Polizistin, andererseits fällt sie wegen Unterzuckerung und Trauer über den Tod des Kollegen im ersten Teil des Romans ständig in Ohnmacht bzw. beginnt zu weinen und kriegt auch sonst bei der Figur des hübschen Gerichtsmediziners ständig weiche Knie und muss sich anlehnen. Da kommt schon mein zweiter Kritikpunkt. Was hat den Autor denn da gebissen, in einen Krimi eine Art Biancahandlung(oder wie immer diese komischen Frauenromane heissen) mit dem perfekten Mann, schlotternden Knienen und feuchten Händen einfliessen zu lassen. Gut für manche mag diese Genremischung spannend klingen, und ich spreche ein gewisses Zielpublikum dafür gar nicht ab. Für mich, die fast jede Chicklit verdammt, ist das natürlich eine Katastrophe.
Eines kann der Autor jedoch - einen spannenden Plot entwickeln und der Cliffhanger am Ende läßt natürlich Lust auf mehr zurück.
Fazit: Leichte Lektüre, spannend aber man sollte einen Hang zu Liebesgeschichten haben.
Rezension verfasst vor 7 Monaten (20)
Katharina Klein, Frankfurter Hauptkommissarin, ihr Partner ist tot, sie des Mordes beschuldigt, vom Dienst suspendiert und zu allem Überfluss auch noch die Babysitterin der Nachbarstochter.
In einer eskalierten Situation wird Katharinas Partner getötet und sie selbst erschießt zwei Männer, wegen deren Tod sie auch noch vor Gericht kommt.
Zudem kommt noch das sie ihre Nachbarin tot in deren Wohnung auffindet und es allem Anschein nach ein Mord war. Nun muss Katharina auf deren vierjährige Tochter Laura aufpassen und setzt alles daran den Mörder zu finden.
Hilfe bekommt sie von Gerichtsmediziner Andreas Amendt, den Katharina nicht gerade unattraktiv findet. Es entwickelt sich ein wirklich spannender Fall, doch zu erst muss Laura noch in den Kindergarten gebracht werden...
Ein wirklich toller Krimi! Katharina Klein hat den Charakter einer Superfrau und ist wirklich cool und gibt bestimmt auch ein tolles Vorbild ab. Auch die anderen Charaktere sind mir durchweg sympathisch gewesen: Polanski, die kleine Laura, Andreas Amendt, genauso die anderen Nebencharaktere.
Mir kam es vor als hätte ich das doppelte der 380 Seiten gelesen, aber das im positiven Sinne. Es war witzig und spannend zugleich und der Fall hatte es wirklich in sich. Die ganze Geschichte um den Mord von Katharinas Nachbarin und auch der Fall in den Katharina selbst verwickelt war. Zudem regt das Buch dazu an mal darüber nachzudenken, wie die Zukunft wohl aussieht wenn die Wissenschaft es zustande bringt, die perfekte DNA und den dazugehörigen Menschen zu erschaffen. Wie würde die Welt dann wohl aussehen? Achja, und wie wird es Katharina wohl schaffen vor Gericht nicht für den Mord an zwei Menschen nicht angeklagt zu werden? Es folgt eine wirklich interessante Gerichtsverhandlung wie ich finde und auch der Rest des Buches lässt sich sehen. Mit viel Witz, Spannung und tollen Charakteren kann ich dieses Buch wirklich nur weiter empfehlen, also: Lesen! :)
Rezension verfasst vor 8 Monaten (38)
Kriminalhauptkommissarin Katharina Klein heißt sie, aber sie ist eindeutig die Größte!
Zum Inhalt:
Als Katharina Klein mit ihrem Kollegen Opernkarten kaufen will, passiert etwas Schreckliches. Da sie ihre Handtasche im Auto vergessen hat, eilt sie zurück. Thomas allerdings geht schon mal Voraus und gerät in eine tödliche Situation. Drogenhändler und Geiseln befinden sich in einem Parkhaus und als Thomas, sich als Polizist zu erkennen gibt, wird er kaltblütig mit einer Salve aus einem Maschinengewehr niedergeschossen. Katharina hört die Schüsse und reagiert sekundenschnell. Sie gibt sich als Prostituierte aus und als sie den Tätern gegenübersteht, erschießt sie sie sofort; denn Gefahr ist in Verzug. Die Geiseln sollten nämlich getötet werden, dies hörte sie nämlich noch, bevor sie sich zu diesem Angriff entschied. Ein verdeckter Ermittler namens Hölsung ist unter den Geiseln, um seine Tarnung nicht auffliegen zu lassen, verhaftet sie in grob. Das nun wird ihr zum Verhängnis. Alles und Jedes wird gegen sie verwendet. Sie wird vom Dienst suspendiert und kann es nicht fassen. Sie soll die beiden Mörder vorsätzlich getötet haben. Das kann doch nicht sein, sie handelte doch in Notwehr. Als sie nun völlig frustriert nach Hause geht, trifft sie im Treppenhaus die vierjährige Laura, die Tochter einer Nachbarin. Katharina flüchtet in ihre Wohnung, sie ist ja noch völlig aufgewühlt, aber irgendetwas stimmt da nicht. Laura ist doch nie allein, immer ist Melanie, ihre Mutter an ihrer Seite. Also rafft sich Katharina auf und geht zu Laura, die ihr dann berichtet, dass sie schon ganz lange auf Mama wartet. Nun wittert Katharina, das hier was absolut nicht stimmen kann. Sie nimmt Laura mit zu sich. Später dann geht sie in die Wohnung und findet Melanie tot auf dem Boden liegend. Eine Leiter steht neben ihr und alles sieht nach einem Haushaltsunfall aus. Kurzentschlossen ruft sie ihren Chef Polanski an und berichtet. Hier muss jetzt das Jugendamt her, aber es ist Wochenende und wirklich nicht leicht, Jemanden aufzutreiben, also bleibt Laura bei Katharina, die ja mit Kindern so gar nichts anfangen kann.
Dann ist da noch der suspendierte Gerichtsmediziner Andreas Amendt, der bei einer Obduktion einen Kollegen in die Pfanne haut. Das bekommt ihm allerdings nicht gut.
Die Wege der beiden Suspendierten kreuzen sich und zusammen fangen sie an zu ermitteln. Viele gefährliche Situationen müssen gemeistert werden. Langsam aber sicher kribbelt es bei den Beiden und sie trauen sich nicht, ihren Gefühlen nachzugeben. Denn BEIDE haben ein Geheimnis, das sie nicht miteinander teilen wollen….
Hier nun beende ich meine Zusammenfassung. Lest diesen tollen Krimi selbst und lasst Euch überraschen.
Fazit:
Mit WestEnd Blues ist Helmut Barz ein ganz toller Einstieg in eine Krimireihe gelungen. Witz, Humor, Spannung, Unterhaltung vom Feinsten, alles was ein guter deutscher Krimi braucht.
Die Charaktere sind toll gezeichnet und man ist in jeder gefährlichen und lustigen Situation mit dabei. Die kleine Laura ist mir von Anfang an ans Herz gewachsen, wie sie immer wieder betonte Mama wird als Giraffe wiederkommen. Ich konnte mit ihr weinen, lachen und mich an ihr erfreuen. Auch Katharina ist ganz prächtig beschrieben. Sie ist genau so eine Kriminalistin, wie man sie sich wünscht: Schusssicher, stur, schön, weiblich, stark und auch weich in ihrem Wesen. Toll. Auch alle anderen Protagonisten sind toll gewählt. Sie passen Alle zusammen wie ein Puzzle, was sich zusammenfügt, wenn man alle Stücke hat.
Eindeutig ein Highlight in der deutschen Krimiszene, das Helmut Barz hier geschaffen hat. Danke für dieses tolle Buch. Ich hatte ja auch schon African Boogie gelesen und war nun gespannt, wie die Vorgeschichte war. Klasse.
Eine absolute Leseempfehlung kommt hier von mir und volle 5 Sterne. Lest es und freut Euch, wie ich es auch tue, auf die Folgebänder, denn Katharina Klein wird weiterermitteln.
Rezension verfasst vor 8 Monaten (15)
Katharina Klein, Halbasiatin, Pokerkönigin und Hauptkommissarin bei der Frankfurter Kriminalpolizei steckt in Schwierigkeiten. Eigentlich wollte ihr Partner Thomas nur Karten für die Oper kaufen, nun ist er tot und Katharina vom Dienst vorübergehend suspendiert, da sie die Mörder ihres Partners erschossen hat. Wer konnte wissen, dass es dabei um eine verdeckte Ermittlung ihres Kollegen handelte, der nebenbei nicht besonders beliebt ist, eine Affäre mit Katharina hatte und sie ruinieren möchte? Katharina hat also jetzt viel Zeit, das Kind ihrer ermordeten Nachbarin zur Pflege und sich in den ebenso unbeliebten Kollegen Andreas Amendt der Gerichtsmedizin verguckt, der allerdings auch vom Dienst suspendiert wird nach dem Mordgutachten an Johanna Taboch. Zusammen mit Andreas ermittelt sie nun die beiden Mordfälle an Johanna Taboch und Melanie Wahrig, ihrer toten Nachbarin. Melanie's Tochter Laura hat sie ja zur Pflege bei sich aufgenommen, bis der Vater sich um sie kümmern kann. Bald stecken Katharina und Andreas in Schwierigkeiten, und das nicht nur weil sie trotz Suspendierung ermitteln.
Ein ganz toller Krimi der von Anfang an spannend ist und die Spannung auch hält, aufgelockert mit einer Menge Witz und Humor. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen, es macht einfach wahnsinnig viel Spass die Bücher von Helmut Barz zu lesen. Ich kann sie jedem Fan von deutschen Krimis wirklich empfehlen!
Rezension verfasst vor 8 Monaten (5)
Katharina Klein vom KK11 in Frankfurt hat zwei Drogendealer erschoßen, nachdem diese ihren Kollegen umgebracht haben. Nun wurde Katharina vom Dienst suspendiert und missliebige Kollegen versuchen, ihr die Karriere zu ruinieren. Das ist aber nicht Katharinas einziges Problem, denn auf einmal wird ihre Nachbarin getötet und Katharina muss bis zur Rückkehr des Vaters auf die Tochter der Nachbarin aufpassen - und dabei kann sie doch gar nicht mit Kindern umgehen. Außerdem stößt Katharina auf einen weiteren Fall - hängt der Tod ihrer Nachbarin etwas damit zusammen?
WestEnd Blues ist ein charmanter Krimi, der nicht nur durch seine sympathischen Charaktere besticht, sondern auch durch eine dezente Portion Humor. Der Autor schafft es, seinen Protagonisten allerlei witzige Sprüche auf die Lippen zu legen und beschreibt allerhand absurde Situationen, schafft es jedoch ebenso, aus WestEnd Blues einen spannenden, glaubhaften Krimi zu machen.
Der Fall an sich hätte zwar mysteriöser und undurchschaubar sein können aber ansonsten hat mich das Buch gut unterhalten, denn Barz schafft es vor allem, den Leser mit seinen Charakteren mitleiden zu lassen.
Einige Dinge bezüglich Computern und DNA stammen zwar eher aus dem Reich der Fiktion, aber wie ich mittlerweile gelesen habe, ist es wohl so gedacht und es stört auch nicht.
Ansonsten ist dieses Buch durchweg unterhaltsam und toll geschrieben.
Der zweite Band dieser Reihe steht schon auf meiner Liste.
Rezension verfasst vor 8 Monaten (9)
Inhalt: Katharina Klein ist Kriminalhauptkomissarin beim KK11 in Frankfurt am Main und aktuell vom Dienst suspendiert, da sie zwei Drogendealer und Geiselnehmer erschossen hat, die kurz zuvor ihren Kollegen erschossen und vier Jugendliche als Geiseln genommen hatten. Als sie an dem Tag ihrer Suspendierung nach Hause kommt, sitzt die kleine Tocher ihrer Nachbarin auf dem Hausflur und erzählt Katharina, dass ihre Mutter sie nicht vom Kindergarten abgeholt hätte. Da es schon acht Uhr abends ist, macht Katharina diese Tatsache nervös und sie bringt die kleine Laura ersteinmal in ihre Wohnung und beschäftigt sie. Sie selbst geht in die Nachbarwohnung um nach der Mutter, Melanie Wahrig, zu gucken. Diese findet sie mit einer starken Kopfverletzung und grade so noch am Leben auf dem Boden der Küche liegen und sie scheint von einer Leiter gefallen. Laura verbringt die Nacht zunächst bei Katharina und wird von dieser am nächsten Tag in den Kindergarten bebracht, während Katharina selbst die Leiche ihres Kollegen identifizieren muss. In der Pathologie lernt sie den Pathologen Andreas Armendt kennen, der wegen eines Gutachtens zu einer toten Patientin, nachdem ihr Tod auf dem OP-Tisch ein Mord war, suspendiert wurde. Noch am selben Tag stirbt Melanie Wahrig und ihre todeumstände lassen nach laut einer Röntgenaufnahme auf einen Mord schließen.
Zusammen mit Andrea Armendt macht sich Katharina auf die Suche nach den Mördern von Melanie Wahrig und Alexandra Taboch, der anderen toten Patientin. Was sie vor allem interessiert, warum mussten die beiden Frauen sterben, d.h. welches Motiv hatte der jeweilige Täter, wer steckt hinter den Taten und vor allen Dingen, ob die Morde etwas miteinander zu tun haben. Das größte Problem bei den Ermittlungen ist jedoch Katharinas Suspendierung. Zudem muss sie noch auf Laura acht geben, die ziemlich altklug und schlau für ihr Alter ist.
Meinung: Das beste an dem Roman ist eindeutig, dass er schon spannend anfängt und diese Spannung bis zum Ende nicht abnimmt, selbst darüber hinaus nicht, denn es werden nicht alle Rätsel gelöst.
Vor allem besticht der Roman sehr durch seinen Schreibstil, denn dieser ist locker und leicht zu lesen und hält trotzdem die Spannung. Auch die vielen kleinen und größeren Witze bzw. witzigen Szenen, die eingestreut sind, machen die Geschichte einfach einmalig. Insbesondere Lauras Art ist richtig niedlich und verdammt lustig, einfach weil sie so oft den Nagel auf den Kopf tirfft mit ihren Aussagen, auch wenn die betroffenen Personen sich die Wahrheiten, die Laura auspricht, nicht eingestehen wollen.
Ebenso sind die vielen Charaktere, bei denen oftmals auch sehr lustige sexuelle Anspielungen gemacht werden, wie über die Unterwäsche der Protagonistin oder der Spruch einer Gendiagnostikerin, die darauf hofft, dass die Menschen den perfekt passenden Partner, auf natürlichem Wege finden und mit dem Spruch dafür wirbt: "Gehen Sie hin uns paaren Sie sich!". Ebesnso gerät Katharina auch sehr häufig ungewollt in lustig skurrile Situationen, die aber auch nicht vollkommen unrealistisch sind, wie eine sehr verenglischte Werbeagentur und deren doch recht verrückte Belegschaft.
Neben dem Humor, kommt aber auch die Spunng eindeutig nicht zu kurz und das auf eine wunderschön kriminalistische Art und Weise, denn es gibt nicht unzählige verstümmelte Tode oder blutige Morde, sondern es handelt sich vor allem darum, welche Rätsel den Ermittlern gestellt werden. Denn diese Rätsel führen die beiden auf die unterschiedlichsten Spuren und ermuntern einen auch selbst miträsteln zu wollen.
Auch Adreas Armendt fügt noch einen großen Teil an Spnnung zu der Handlung, da er ein Geheimnis zu haben scheint, dass er noch nicht teilen will, aber doch in sein Verhalten so stark einfließt, das man sich als Leser immer wieder fragt, was es wohl sein mag.
Das Buch ist auf jeden Fall ein richtig klasse Krimi, der mich in Stücken an die guten alten Krimis erinnert, in denen bei der Ermittlung das Lösen von Rätseln am wichtigsten ist und vor allen Dingen geizt das Buch weder mit Humor noch mit Spannung. Was mich als einzige Kleinigkeit stört ist das Ende: Ich mag nämlich keine Chliffhanger, wenn ich nicht sofort mit dem nächsten Teil weitermachen kann!
Eindeutig ein Buch, dass ich jedem Krimifan nur empfehlen kann, denn es ist einfach nur klasse!
Rezension verfasst vor 8 Monaten (5)
Katharina Klein, Kriminalhauptkommissarin in Frankfurt wird suspendiert, weil sie bei einer missglückten Aktion der Drogenfahndung die Mörder ihres Partners Thomas erschießt.
Als kurz darauf Katharinas Nachbarin ermordet wird, nimmt sie deren „fast fünf“-jährige Tochter Laura für einige Zeit bei sich auf und beginnt trotz Suspendierung in diesem Fall zu ermitteln.
Hilfe bekommt sie dabei von dem Gerichtsmediziner Andreas Amendt, seinerseits suspendiert, weil er einen Kollegen an der Uni-Klinik des Mordes an einer Patientin bezichtigt hat.
Im Verlauf ihrer Nachforschungen finden Katharina und Andreas heraus, dass es Verbindungen zwischen den beiden toten Frauen gibt …
Mit „WestEnd Blues“ hat Helmut Barz einen Volltreffer gelandet. Von der ersten Seite an wird man von der Story gepackt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Die Mischung aus einer gehörigen Portion Spannung und viel frischem Humor lässt den Leser mit beinahe atemberaubendem Tempo durch das Buch rauschen.
Katharina Klein beeindruckt auf ganzer Linie. Eine starke, selbstbewusste und in mehr als einer Hinsicht schlagfertige Ermittlerin mit einer hundertprozentigen Aufklärungsquote, aber auch eine gefühlvolle und fürsorgliche Frau.
Andreas Amendt ist undurchsichtig und geheimnisvoll, wird aber durch seine gewinnende Art im Verlauf der Geschichte nicht nur dem Leser sondern ganz besonders Katharina immer sympathischer.
Auch alle Nebenfiguren sind fantastisch gezeichnet. Sie haben viel Witz und Charme, so dass nicht nur die Aufklärung der Morde fesselnd und spannend ist, sondern auch die mit Situationskomik gespickten Nebenhandlungen größten Unterhaltungswert haben.
Alle Handlungsstränge sind fein miteinander verwoben, es gibt keine Abschweifungen, jeder Abschnitt greift in den nächsten. Selbst Rückblenden in Katharinas Vergangenheit sind so geschickt eingebaut, dass der Fluss der Handlung nie gestört wird.
Auch bemerkenswert: Das Cover. Kommt es doch mit einem einfachen, aber sehr ausdrucksstarken und zum Inhalt passenden Piktogramm daher. Klasse!
„WestEnd Blues“ ist ein köstlicher Krimi, den man einfach nur gierig verschlingen kann. Ich bin froh, dass es bereits Nachschlag gibt.
Rezension verfasst vor 8 Monaten (8)
Der Partner tot, sie selbst vom Dienst suspendiert, zur Babysitterin degradiert, des Mordes beschuldigt und von einem rachsüchtigen Drogenboss gejagt:
Genau der richtige Zeitpunkt für die Frankfurter Kommissarin Katharina Klein, sich in den völlig falschen Mann zu verlieben.
Eigentlich hat Katharina Klein, Hauptkommissarin bei der Frankfurter Kriminalpolizei, genug eigene Probleme: In einer eskalierten Polizeiaktion wurde ihr Partner getötet; und sie selbst hat zwei Menschen erschossen.
Doch als ihre Nachbarin ermordet wird, muss Katharina deren Tochter, die vierjährige, altkluge Laura, bei sich aufnehmen; und bald schon setzt die Kommissarin alles daran, das Versprechen, das sie dem kleinen Mädchen gibt, einzulösen und den Mörder von Lauras Mutter zu finden.
Unerwartete Hilfe erhält Katharina vom arroganten, undurchsichtigen und leider viel zu attraktiven Gerichtsmediziner Andreas Amendt - mit dem sie mehr verbindet, als gut für sie ist.
Aber alles zu seiner Zeit: Erst muss sie Laura noch in den Kindergarten bringen ...
Katharina Klein liebt Oldtimer, Waffen und Zeichentrickfilme. Und sie hasst Morde: Um die Schuldigen zu überführen, riskiert sie, wenn nötig, Kopf und Kragen.
'Westend Blues' ist ihr erster Fall.
Rezension
Westend Blues ist ein Krimi aus der Feder eines deutschen Autors, der mich nicht mehr losgelassen hat. Katharina Klein ist eine Ermittlerin mit einer tragischen Vorgeschichte und jeder Menge Ecken und Kanten. Vielleicht ist sie deshalb gleich von Beginn an so sympathisch. Ihre Nachbarin wurde ermordet und sie selbst wurde gerade suspendiert da sie zwei Männer erschossen hat. Nun begibt sie sich sozusagen in ihrer Freizeit auf die Suche nach dem Mörder und den Hintergründen dieser Tat, unterstützt wird sie von dem Gerichtsmediziner Andreas Amendt, der auch so seine Probleme mit sich herumträgt und mir ebenfalls schnell sympathisch war. Außerdem ist da noch die kleine Tochter der Toten, Laura. Kathrina übernimmt fürs erste die Pflege für das kleine Mädchen, was zu allerhand heiteren Szenen führte.
Auch wenn man im Laufe der Handlung Katharina immer wieder schütteln möchte hat es mir großen Spaß gemacht mit ihr durch Frankfurt zu ziehen und diesen Fall zu lösen. Es war der erste Fall von Katharina Klein den man lesen durfte, sie selbst arbeitet schon lange für die Polizei und zwar sehr erfolgreich.
Der Schreibstil von Helmut Barz ist locker und mit viel Humor unterlegt. Selten habe ich bei einem Krimi so gelacht wie hier. Neben der Protagonisten Katharina Klein hat der Autor auch noch einige andere Charaktere geschaffen, die alle zusammen aus diesem Krimi ein wahres Lesevergnügen gemacht haben.
Die Mordfälle sind gut durchdacht und nicht so leicht zu durchschauen, ich brauchte jedenfalls bis zu den letzten Kapiteln um überhaupt die Zusammenhänge zu begreifen. So liebe ich Krimis.
Mein Fazit: „WestEnd“ Blues ist ein humorvoller, spannender Krimi. Gut durchdacht und logisch aufgebaut, mit positiven sowie negativen Charakteren. Der Spannungsbogen setzt langsam an und zieht sich dann quer durchs ganze Buch um erst nach den letzten Zeilen zu enden. Dieser Krimi sollte in keinem Bücherregal fehlen.
Rezension verfasst vor 8 Monaten (22)
Waffen, Filmrisse nach durchzechten Nächten, Autos, Poker... und Hundert Prozent Aufklärungsquote
Keine „Durchschnittfrau“: Das ist Katharina Klein, Hauptkommissarin bei der Frankfurter Kriminalpolizei.
Ihre Zuneigung zu Waffen, Autos und Poker machen sie zu einem Unikat in der Frauenwelt.
Genau so auffällig ist ihre Tendenz, mit ihren Fäusten, und vor allem mit ihren Waffen, etwas „locker“ umzugehen. Und auch wenn sie eine hundertprozentige Aufklärungsquote vorweisen kann, bereitet ihr ihre aufbrausende Art ziemliche Schwierigkeiten in ihrer beruflichen Umgebung. Sie gilt als Eigenbrötlerin und ist nicht besonders beliebt unter ihren Kollegen.
Auch eine Familientragödie bestimmt ihr Leben: Ihre Eltern und ihre Schwester wurden ermordet. Seitdem wird sie von Albträumen geplagt.
Eines Tages wird dieses ohnedies nicht ganz so einfache Leben durch eine Reihe von Ereignissen aufgewühlt: Bei einer Schiesserei, bei der ihr Partner getötet wurde, hat sie auch zwei Menschen erschossen.
Bis zur Aufklärung dieses Vorfalles wird sie vom Dienst suspendiert.
Zeitgleich stirbt ihre Nachbarin, alleinerziehend, und die ein kleines Mädchen hinterlässt, und um es sich Katharina kümmert, bis die Verwandten lokalisiert werden.
Ein zweiter Todesfall im Krankenhaus unter fragwürdigen Umständen könnte, so Katharinas Meinung, mit dem Tod ihrer Nachbarin zusammenhängen.
Mit Hilfe von Andreas Amendt, dem gut aussehenden Gerichtsmediziner, auch ein Außenseiter, fängt Katharina an, obwohl sie eigentlich suspendiert ist, zu ermitteln….
"WestEnd Blues“ ist Helmut Barz erster Krimi um die Kriminalhauptkommissarin Katharina Klein, die Frankfurter „Killer Queen“.
Eine rasante Geschichte, mit viel Humor genau an den richtigen Stellen und sehr gut dosiert.
Mit gut gezeichneten Charakteren. Die „Guten“ liebt man, die „Bösen“ mag man nicht.
Obwohl diese „Guten“ eigentlich reichlich Tücken und Macken haben, überwiegt ihre menschliche Seite, die sie immer und immer sympatischer macht, je weiter man liest und mehr über ihre Vergangenheit erfährt, über ihre inneren Konflikte und Ängste.
Das Buch ist nicht nur sehr interessant, manche Passagen konnte ich lesen als ob es sich um einen Film handeln würde. So gut beschrieben sind die Figuren und die Situationen.
(Unten den Schauspielern, die in Frage kommen würde, in Falle einer Verfilmung, hätte ich schon meine Favoriten….)
Teilweise ist die Handlung so spannend, dass ich das Atmen eingehalten habe, Herzklopfen gekriegt habe.
Außerdem schafft es Herr Barz, den Leser so zu verwirren, dass der Leser immer noch fast am Ende des Buches viele verdächtigt… und auch wieder keinen….
Es macht Spaß zu erraten, wer der Mörder ist (oder die Mörder), sich immer wieder durch neue Wendungen überraschen zu lassen.
Dazu tragen die Persönlichkeiten der Hauptfiguren bei. Sie mit ihrer komplizierten und verstrickten Psyche bauen neben der Haupthandlung kleinere Schauplätze, die die Aufmerksamkeit des Lesers auf andere Situationen lenkt… um ihn danach wieder mit einem neuen Knaller zu überraschen. So schafft es der Autor, dass der Leser das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein.
"WestEnd Blues“ ist definitiv ein spannender Kriminalroman mit einer außergewöhnlichen Heldin als Hauptfigur. Und vielleicht eine Liebesgeschichte zwischen zwei Außenseitern?
Ich habe mich von dem „WestEnd Blues“ angesteckt….. und ich empfehle allen, die diese Zeile lesen, sich auch anstecken zu lassen!










