Leser-Rezension zu „Der Chinese” von Henning Mankell
am 3.03.2011
Ein Dorf in Schweden wird fast ausgelöscht. Bis auf 3 Menschen werden alle auf bestiallische Weise ermordet. Unter den Opfern sind die Adoptiveltern der Mutter von Brigitta Roslin. Sie fährt an den Tatort und kann tatsächlich das Haus der Adoptiveltern besichtigen. Ohne es richtig zu bemerken, beginnt sie eigene Ermittelungen.
Mankell schwenkt in die Vergangenheit; in die Zeit des Eisenbahnbaus in Amerika. San und sein Bruder werden aus Kanton nach Amerika verschleppt. Nur San hat die Skalverei überlebt. Er kehrt über Europa wird zurück nach Kanton. Er schreibt seine Lebensgeschichte auf.
Dann geht es wieder zurück nach Schweden im Jahre 2006. Brigitta Roslin wird krankgeschrieben. Sie begleitet eine alte Freundin nach Peking. Dort sucht sie nach einem Chinesen, der in der Mordnacht in der Nähe des Tatorts aufgehalten hat. Als einem Pförtner das Bild zeigt, wird ihre Handtasche geklaut. Hong, die für innere Sicherheit zuständig ist, kümmert sich um sie. So wird der Auftraggeber (ein Nachkomme von San) auf sie aufmerksam. Nun wird Brigitta Roslin zur
Gejagte.
Ausser der Geschichte um San, ist der Krimi spannend. Was mich aber extrem gestört hat, sind die unnötigen Nebengeschichten, die sich extrem in die Länge ziehen. Mankell lässt viel politisches Wissen einfliessen.

