Rezension verfasst vor 4 Jahren
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Als berühmter Drehbuchautor einer amerikanischen Erfolgsserie fällt es Damien Louvel nicht sonderlich schwer, aus dem hektischen New York zurück zu den eigenen Wurzeln nach Paris zu reisen, um sich dem Nachlass seines Vaters zu widmen, der vor kurzem bei einem mysteriösen Autounfall ums Leben gekommen ist. Auch wenn Damien ein eher gespaltenes Verhältnis zu seinem Erzeuger hatte, der unerwartete Tod des seit elf Jahren nicht mehr zu Gesicht bekommenen Vaters geht nicht spurlos an ihm vorbei.
Was jedoch wie eine im Prinzip eher routineartige Abwicklung des Erbes und der Formalitäten erscheint entpuppt sich schließlich als verwirrende Angelegenheit. Damiens Vater hatte nicht nur ein Haus weitab vom Schuss in einer eher ländlichen Gegend von dem niemand etwas zu wissen schien. Nein, die skurrilen, altertümlichen Gegenstände im Keller lassen vermuten, dass hier eine kleine Wissenschaft für sich betrieben wurde. Neben antiken Büchern und Skripten, einer ungewöhnlichen, hölzernen Maschine und alles in allem, einem perfekten Chaos, scheint Damiens Vater einem ganz besonderen Rätsel auf der Spur gewesen zu sein.
Um lange über die Eigentümlichkeit und die Zusammenhänge zu sinnieren, bleibt dem New Yorker Erfolgsdrehbuchautor nicht viel Zeit. Schon bald überschlagen sich die Ereignisse. Erst wird Damien überfallen und zu Boden geschlagen, später brennt das Haus urplötzlich nieder und von den geheimen Wissenschaften bleibt nicht viel übrig.
Dürers Manuskripte, die Mona Lisa und Baukonstruktionen einer Dekodierungsmaschine lassen darauf schließen, dass etwas nie da gewesenes entschlüsselt werden will. Mithilfe einer französischen Journalistin und einem unbekannten Hacker kommt man der Enträtselung näher. Es ist der Stein von Iorden, auf dem Jesu eine geheime Botschaft hinterlassen haben soll. Doch wer ist im Besitz dieses Steins und was könnte diese Botschaft mit sich bringen? Fakt ist, dass nicht nur Damien, Sophie und Hacker Sphinx hinter der Reliquie her sind. Ganz im Gegenteil. Dunkle, organisierte Mächte haben hier die Hände im Spiel...und gehen nicht gerade zimperlich mit ihren Mitstreitern um.
In einem vitalen und durchaus unbeschwerten Schreibstil fesselt Loevenbrueck seine Leser wahrlich bis zur letzten Seite. Neben Verknüpfungen zum Bilderberg, Opus Dei und den Freimaurern reiht sich dieser Thriller in die Reihe der Dan Brownschen Bestseller ein. Auch wenn hier nicht der Heilige Gral gesucht oder das geheimnis der Illuminaten entschlüsselt werden soll, so herrscht hier ebenso eine durchgehende Spannung, die es der Leserschaft erschwert, das Buch einfach mal eben aus der Hand zu legen.
Die geheime Botschaft Jesu haut zwar nicht jeden vom Hocker und wird auch der Kirche kein Dorn im Auge sein, ist aber trotz alledem mit ein wenig Fantasie und der Hingabe zu mysteriös-esoterischen Thrillern als des Rätsels Lösung nicht unter den Teppich zu kehren.
© by Daniel Biester | Literaturreport.com
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