Leser-Rezension zu „Die japanische Couch” von Hideo Okuda
am 9.03.2009
Auch der zweite Erhählband rund um den Psychologen Dr. med. Irabu ist wieder witzig geschrieben. In den 5 Geschichten werden die einzelnen Manien und Ticks der Patienten vorgestellt, die Dr. Irabu mit recht unüblichen Methoden zu heilen versucht. Er hält nichts von der herkömmlichen Analyse, in der man in der Vergangenheit des Patienten die Lösung sucht. Manchmal macht er sogar bei den Leidenschaften der Patienten mit, z.B. besorgt er sich Handys und bombadiert seinen an Handysucht leidenden jugendlichen Patienten mit SMS, um ihm zu zeigen, dass diese massenhafte Versendung die Empfänger meistens gar nicht interessiert und man auch gut ohne leben kann. Auch wenn seine "Schocktherapie" bei dem an Priapismus leidenden Patienten am Anfang nicht wirkt, schafft er es doch die Ursache, nämlich den Zorn immer in sich hineinzufressen, zu befreien. Manchmal scheint es, dass manches nur zufällig, bei Irabu vorkommt. Bei manchem könnte man auch meinen, dass dies von Irabu geplant ist. Ob seine aufreizende Krankenschwester und sein Spritzentick auch dazugehören? Wer weiss das schon. Hoffentlich kommen noch mehr Erzählungen über Irabu.

