Leser-Rezension zu „Cornelia Funke - Spionin der Kinder” von Hildegunde Latsch
am 5.03.2009
Ich hatte mich sehr auf diese Biografie gefreut, aber leider hat sie meine Erwartungen nicht ganz erfüllt.
Cornelia Funkes Leben von der Kindheit in ihrer Heimatstadt Dorsten, über ihr Leben in Hamburg bis hin zum Umzug nach Los Angeles ist interessant geschildert, mit vielen Randbemerkungen, Hintergrundinfos und Fotos. Es wird darauf eingegangen wie sie mit dem Schreiben angefangen hat, welche Bücher sie bisher geschrieben hat, welche Rolle Bücher in ihrem Leben spielen und wie sie sich inspirieren lässt.
Der mittlere (und ausführlichste) Teil , "Cornelias Ideenwerkstatt" hat mich leider am meisten enttäuscht. Hier werden viele ihrer bisher veröffentlichten Bücher kurz vorgestellt, teilweise wird ergänzt woher die Ideen dafür stammen. Leider wird an dieser Stelle oft auf das Ende des jeweiligen Buches eingegangen, was einem Infos bietet, die man am liebsten gar nicht wissen will, wenn man noch nicht alle Bücher von Cornelia Funke kennt. Einzelne Charaktere aus ihren Geschichten werden ebenfalls genannt und erläutert.
Man merkt, dass die Autorin der Biografie sehr in die Tintenwelt vernarrt ist, weshalb die Trilogie auch viel genauer unter Augenschein genommen wird. Wer die Bücher kennt und auch mal das ein oder andere Interview mit Cornelia Funke gelesen hat, wird hier leider nicht viel Neues finden.
Zum Schluss gibt es noch die Rubrik "Cornelias Themen" wo wir eine Auflistung von A-Z finden, was man aus Cornelias Geschichten dort zuordnen könnte mit einer kleinen Erläuterung. A wie Abenteuer, B wie Bücher, C wie Capricorn, D wie Dunkelheit und so weiter.
Ein nettes Buch um Einzelheiten aus Cornelia Funkes Vergangenheit zu erfahren. Wer allerdings ihre Bücher kennt, wird leider nicht viel an neuen Infos bekommen, da ein Großteil einfach nur eine Zusammenfassung mit kleinen Charakter-Infos ist.

