Rezension verfasst vor 2 Jahren
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Stellt man sich Thomas Lang, den Hauptprotagonisten, vor seinem geistigen Auge vor, so sieht man eindeutig Doktor House vor sich, von dem es scheint, als hätte man ihn und seine Eigenheiten für diese Geschichte geklont. Natürlich nicht zuletzt, weil Hugh Laurie selbst der Autor des Buches ist. Das und einige wenige witzige Szenen machen allerdings den einzigen Charme des Buches aus, denn sonst findet der Leser sich in einer wirren Welt wieder, die sich ihm nur Schritt für Schritt erschließt. Von Thomas Lang weiß man so gut wie gar nichts. Wer ist er? Welche Absichten hat er? Wie sieht seine Vergangenheit aus? All dies erfährt der Leser leider überhaupt nicht, weshalb die emotionale Bindung zu dieser Person ebenfalls kaum gegeben ist. Darüber hinaus tauchen ständig neue Situationen auf, wo man keine Ahnung hat, was gerade passiert. Ab und zu sind kleine Unklarheiten ja okay, aber wenn man gerade erst herausgefunden hat, was gerade vor sich geht, dann sollte man nicht sofort in die nächste vergleichbare Situation stolpern. Außerdem sind die Personen meiner Meinung nach nicht glaubwürdig. Als Thomas Lang am Anfang der Geschichte einen Mann erschießt, lässt ihn das völlig kalt. Es kümmert ihn nicht, ob er ihn nur verletzt oder gar getötet hat. Später muss er jemanden mit einem Scharfschützengewehr erledigen, verhält sich dabei aber so, als käme er mit der Situation, oder der Tatsache, dass er jemanden verletzen wird, überhaupt nicht klar. Das nächste sind die Namensgebungen. Ein Polizist namens David Solomon, ein Bösewicht namens Murder und eine Frau namens Ronnie? Hmm, passt leider nicht.
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