Rezension zu "Der Zementgarten" von Ian McEwan

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awogfli

Vor 1 Jahr

(7)

Es ist wirklich komisch, dieses Buch. Vier entwurzelte Kinder, deren Eltern beide innerhalb kürzester Zeit versterben, wollen nicht voneinander getrennt werden und versuchen daher den Tod der Mutter zu vertuschen. Durch die permanente Verdrängung und Verleugnung des Erlebten und die Vertuschung kommt es zu unglaublichen Aktionen, wie Einbetonierung der Mutter, Verwahrlosung, Gewalt und letztendlich Inzest zwischen den älteren Kindern.

Ich habe mich lange gefragt, warum ich so einer Geschichte vier Sterne geben möchte und bin auf folgendes draufgekommen: Ian McEwan konstruiert bei so einem Plot nicht selbstverliebt dramatische Wendungen, wie es viele andere Autoren getan hätten, sondern ganz lapidar ergibt eine erschreckende Situation die andere und zwangsläufig gipfeln die Ereignisse völlig in sich schlüssig fast leise arrangiert im grossen Finale der ultimativen Schandtat. So was muss man bei diesem Themenbereich erst einmal zusammenbringen dieses völlig lautlose logische Grauen ist fast besser als jeder fantastisch angelegte Psychothriller!

Meiner Meinung nach sehr lesenswert, aber nicht für jeden etwas - ich glaube das Buch poliarisiert sehr stark.

Autor: Ian McEwan
Buch: Der Zementgarten
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