"Starke Frau in den 1920er Jahren!"
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Inhalt:
Gilgi, ein junges und bodenständiges Mädchen aus Köln lebt in den 20er Jahren. Sie will voran, will weiter und tut alles um diesem Ziel näher zukommen, indem sie eigenständig und selbstständig ihr Leben bestreitet. Sie geht arbeiten, hat ein zügiges Leben und beginnt keine richtigen, festen Beziehungen, die sie zu einer Ehe führen könnten. Doch dann trifft das junge Mädchen auf den älteren Martin, der sie zu faszinierend scheint. Schneller als sie ahnt beginnt ihre Selbstständigkeit und Unabhängigkeit zu bröckeln, aber Gilgi wäre nicht Gilgi, wenn sie nicht doch einen Weg finden würde ….
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Meinung:
„Gilgi – eine von uns“ ist ein Roman von Irmgard Keun aus dem Jahre 1931. Der Schreibstil passt sich ungemein der Neuen Sachlichkeit an und ist zudem ein Beispiel für das neue Leben einer arbeitenden Frau in den 20er Jahren.
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Gilgi ist als Hauptcharaktere sehr sympathisch, vor allem wenn es sich bei den Lesenden um Frauen handelt. Die Protagonistin ist überzeugt von ihrem Ziel, von ihrer Einstellung und will dafür kämpfen. Trotz Schwierigkeiten beschreitet sie ihr Leben und es ist spannend als Leser auch bei schwerwiegerenden Problemen dabei zu sein.
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Gilgi wirkt für eine Frau aus den 20er Jahren lebendig und vor allem realistisch. Sie strahlt den damaligen Freiheitsdrang der Frauen aus, den nicht jede Frau ausleben konnte. Noch mehr Nähe zur Realität bewirkt die Autorin gekonnt dadurch, dass Gilgi weiblich bleibt und sich letztendlich doch schwer verliebt, wobei sie dies eigentlich vermeiden wollte.
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Zudem ist die Geschichte von Irmgard Keun sehr informativ, wenn man sich für das Leben von Frauen um 1930 interessiert. Es gibt viele verschiedenen Szenen und weitere weibliche Charakter, sodass man ein gutes Bild von der damaligen Zeit bekommen kann.
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Gefallen hat mir auch diese Schnelligkeit innerhalb des Romans. Nicht nur der Schreibstil ist kurz und knapp, sondern auch die verschiedenen Szenen oder Dialoge. Die Geschichte entwickelt durchweg Tempo und bleibt interessant zu lesen.
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Außerdem wirkt die ganze Handlung keineswegs altbacken. Natürlich liest sich die Geschichte anders als heutige Lektüre, aber dennoch bleibt das Problem von Gilgi im Grunde sehr real auch für die heutige Zeit.
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Der Schreibstil schreibt sich vor allem der Neuen Sachlichkeit zu. Man merkt dies durch eine kurze und knappe Wortwahl. Einen Kölner Dialekt oder auch der realistischen Darstellung der Schauplätze. Dazu werden auch oft Liedtexte von damaligen Schlagersongs mit eingearbeitet, wodurch der Roman wieder eine frische Brise erhält. Man fühlt sich geradezu in die Zeit versetzt. Allerdings haben mich die ab und an sehr verkürzten und umgangssprachlichen Formulierungen dann doch gestört.
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Zu meiner Ausgabe kann ich nur sagen, dass der Schein trügt. Das Buch hatte bei mir knappe 262 Seiten, aber diese sind stark vergrößert. Die Abstände am Rand der Seite sind ebenso großzügig gehalten, wodurch man das Buch relativ schnell durch hat.
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Fazit:
„Gilgi – eine von uns“ ist ein zeitgenössischer Roman aus den 20er Jahren. Die Handlung ist realistisch und beschäftigt sich mit den Problemen einer jungen, selbständigen Frau. Emanzipation, Unabhängigkeit und Liebe in dem bunten Leben der 20er spielen hier die Hauptrolle und verdeutlichen nur zu gut, dass wir im Jahre 2011 immer noch solche Problem all zu gut kennen. Eindeutig ein Lesetipp!