Leser-Rezensionen zu „Imago” von Isabel Abedi
Rezension verfasst vor 4 Monaten (4)
Imago ist auch kein schlechtes Buch, aber in meinen Augen an manchen Stellen ziemlich schwach im Vergleich zu whisper oder Lucian.
Der Fantasyanteil ist hier auch weit höher als der Thrilleranteil, was das ganze etwas abschwächt, daher nur 3 Sterne.
Für Fans von Isabel Abedi eine Lesemuss, wer noch nie etwas von ihr gelesen hat, sollte eher mit whisper oder Lucian anfangen. Oder auch mit Isola.
Rezension verfasst vor 6 Monaten (11)
Wanja Walters führt das Leben eines ganz normalen Schulmädchens, wie es sie überall in Hamburg gibt. Sie mag ihre Freundinnen Sue, Tina und Britta, wobei letztere Freundschaft mehr auf Gewohnheit beruht und sie hasst Mathe und ihren Mathelehrer. Deutsch hingegen ist ihr absolutes Lieblingsfach, vor allem, wenn sie eigene Geschichten schreiben darf, wofür sie eine Begabung besitzt. Sie lebt allein mit ihrer Mutter und ihrem Kater in einem Häuschen am Waldrand, der Vater ist ein absolutes Tabu-Thema, sowohl gegenüber ihrer Mutter, als auch ihrer Großmutter.
Doch mit ihren 12 Jahren drängt sich ihr immer mehr die Frage auf, wer sie wirklich ist und wer ihr Vater ist. Diesbezügliche Fragen führen im Hause Walters immer zu Streit. Eines Nachts, als Wanja nicht schlafen kann, leuchten die Ziffern ihres Weckers plötzlich um Mitternacht rot und aus dem Wecker kommt eine Stimme, die sie zu einer Ausstellung namens "Vaterbilder" einlädt. Am 24. Mai soll sie sich in der Kunsthalle von Hamburg einfinden und durch eine rote Tür gehen. Wanja ist verwirrt, vielleicht hat sie sich das ganze auch nur eingebildet, denn in den darauf folgenden Nächten ist der Wecker einfach nur wieder ein Wecker.
Dennoch entschließt sich Wanja an dem genannten Termin in die Kunsthalle zu gehen, obwohl nirgends eine Ausstellung mit Namen "Vaterbilder" erwähnt wird. Überrascht stellt sie fest, dass sie nicht die einzige Jugendliche ist, die die Kunsthalle allein, eine Begleitung wurde hier nicht gestattet, besucht. Unter den anderen Jugendlichen befindet sich auch der 13-jährige Mischa, den Wanja bereits aus der Schule vom Sehen kennt. Der Junge macht einen etwas verwahrlosten Eindruck, zumal sich in der Schule das Gerücht hält, das sein Vater ein Alkoholproblem hat. Doch was macht er in der Kunsthalle, warum will er eine Ausstellung mit Namen "Vaterbilder" besuchen?
Trotz aller Bedenken geht Wanja, wie auch die anderen Jugendlichen, durch die rote Tür. Hinter dieser Tür wird ein Saal sichtbar und eine alte Frau erklärt ihnen, dass sie sich in der Ausstellung "Vaterbilder" befinden und sich die Jugendlichen die Bilder in den vorhandenen Alkoven ansehen sollen. Das Bild, das sie persönlich anspricht, sollen sie berühren. Wenn sie jedoch den Gong 3-mal schlagen hören, müssen sie zurück. Wanja ist irritiert, von wo zurück? Sie begibt sich zu den verschiedenen Bildern und eines spricht sie tatsächlich an. Es ist ein Bild mit einem Seiltänzer und ohne groß darüber nachzudenken, ergreift sie der Zwang, dieses Bild zu berühren.
Sobald ihre Hand das Gemälde berührt, wird sie förmlich in dasselbe hineingezogen und befindet sich kurz darauf im Zirkus Anima in der Welt Imago. Erstaunt muss sie feststellen, dass sie nicht allein ist, neben ihr befindet sich Mischa, der Junge, den sie bereits aus der Schule kennt. Wider erwartend scheinen die beiden erwartet zu werden, denn der Seilartist Taro begrüßt sie ganz ungezwungen, führt sie herum und stellt ihnen die anderen Mitglieder der Zirkus-Familie vor. Mit dem 3. Gong verlassen Wanja und Mischa Imago und hoffen dennoch, wiederkehren zu können. In der Tat erhalten die beiden, sowie auch alle anderen Jungendlichen, immer wieder auf verschiedenen Wegen Einladungen zum Besuch der Ausstellung "Vaterbilder" und immer wieder gehen die Jugendlichen in ihre jeweiligen Bilder. Taro, den sowohl Wanja, als auch Mischa sehr mögen, ja fast lieben, ist wie ein Vater für die Beiden.
Doch dann taucht Unheil in Imago auf. Ein schwarzer Vogel, der erst alle Farben verschwinden lässt und es anscheinend auf Taro abgesehen hat und egal was die Zirkus-Leute versuchen, der Vogel ist nicht zu vernichten, im Gegenteil, er wird immer größer, je mehr man ihn bekämpft und Taros Lebens ist angesichts dieser Gefahr nicht mehr sicher. Liegt es in der Macht von Wanja und Mischa, den Vogel zu besiegen und so Taro zu retten und was hat ihr Vater damit zu tun?
Bei diesem Buch handelt es sich um das 1. Buch der Autorin, das ich gelesen habe und ich muss sagen, ich war sehr angetan. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, wobei es hier jedoch die ein oder andere Länge gab, die das Gesamtbild jedoch nicht trübt. Begeistert war ich von der Gestaltung der Charaktere, sowohl im heimischen Hamburg, wie auch in der Fantasiewelt Imago. Alle Charaktere weisen sehr viel Liebe zum Detail, Wärme bzw. Kälte und Tiefe auf, wobei ich jedoch regelrecht entzückt war von der Entwicklung, die Wanja und Mischa genommen haben, zumal hier auch ausreichend Zeit für eine glaubhafte Entwicklung gelassen wurde, da das Buch in einem Zeitraum von ca. einem Jahr spielt. Dies mag das 1. Buch von Isabel Abedi gewesen sein, das ich gelesen habe, aber mit Sicherheit nicht das letzte!
Rezension verfasst vor 9 Monaten (16)
DIE GESCHICHTE...
Wanja führt das ganz normales Leben einer 12-jährigen: Sie geht zur Schule, hasst Mathe, mag ihre Freundinnen Britta, Sue & Tina und lebt mit ihrer Mutter in einem idyllischen Haus am Waldrand. Ihr Vater ist ein Tabuthema im Haus Walters und alle machen ein großes Geheimnis darum. Doch mit der Zeit verspürt Wanja immer stärker das Bedürfnis, etwas über ihren Vater zu erfahren. Eines Nachts, als das Mädchen nicht schlafen kann, erscheint zur Geisterstunde die Stimme einer alten Frau, die sie zu der Ausstellung "Vaterbilder" einlädt. Sie soll sich am 24. Mai in der Kunsthalle ihrer Heimatstadt einfinden und durch die rote Tür gehen. Als es endlich soweit ist, finden sich auch andere Jugendliche bei der roten Tür ein, darunter ist auch der 13-jährige Mischa, ein etwas verwahrlost aussehender Einzelgänger, der neu an der Schule ist. Hinter der Tür treffen sie auf eine alte Frau, die ihnen erklärt, dass sie zu dem Bild gehen sollen, welches sie am meisten anspricht und dass sie beim 3. Gong zurück sein müssen, denn sonst bleibt ein Teil von ihnen in der anderen Welt.
Von den Männern auf den Bildern, die z.B. einen Mönch, einen Indianer, einen Schafhirten etc. zeigen, gefällt ihr am besten das mit dem Seilartisten – und plötzlich wird Wanja in das Bild hineingezogen und findet sich in einem Zirkuszelt wieder, neben ihr sitzt der erstaunte Mischa. Im Zirkus Anima werden sie von den Artisten freundlich begrüßt und vor allem der Seilartist Taro kümmert sich wie ein Vater um Wanja und Mischa. Wenn der Gong ertönt, müssen sie wieder zurück kehren. Immer wieder erhalten die Jugendlichen Einladungen zur Ausstellung und Wanja ist in Imago überglücklich, denn Taro verbringt viel Zeit mit den beiden und bringt ihr sogar Trapezkünste bei. Doch auch Imago hat nicht nur schöne Seiten: Ein schwarzer Vogel bedroht die Artisten und lässt alle Farben verschwinden. Und so stellen sich für Wanja einige Fragen: Was hat der schwarze Vogel vor? Welche Rolle spielt Mischa bei der Sache? Wird sie ihren Vater endlich finden?
MEINE MEINUNG:
"Imago" ist nach "Isola" mein 2. Buch von Isabel Abedi. Die Handlungsdauer umspannt 1 Jahr und beginnt im Mai. Als Schauplatz dient Hamburg sowie die Fantasiewelt Imago. Hauptthema dieses Fantasy-Jugendromans sind Väter bzw. die Bindung zu ihnen, weiters spricht die Autorin die heiklen Themen Alkoholmissbrauch, Misshandlung und Vernachlässigung an.
Wanja Walters hat ihren Vater nie kennen gelernt und lebt bei ihrer Mutter Jo, die in einer Werbeagentur arbeitet. Immer wieder blockt sie Wanjas Fragen nach ihrem Vater ab und auch von Jo's Freundin Flora erfährt sie nichts. Außerdem hat sie mit den typischen Problemen einer 12-jährigen zu kämpfen, trifft sich oft mit ihrer besten Freundin Britta Sanders. Dabei merkt man, dass sich die beiden Mädchen auseinander entwickeln. Während sich Britta schon schminkt, knappe Kleidung trägt und sich für Jungs interessiert, beschäftigt sich Wanja lieber mit den Fragen nach ihrem Vater oder ihrer Katze "Schröder". Außerdem fragt sie sich, wie sie am besten ihrem Matehlehrer aus dem Weg gehen kann, denn Wanja hasst Mathe. Der 13-jährige Mischa Konjow ist der Neue an der Schule und wird gleich zum Außenseiter abgestempelt. Mischa bekommt ebenfalls eine Einladung für die Ausstellung "Vaterbilder", obwohl er doch einen Vater hat. Beide Elternteile sind Alkoholiker, kümmern sich wenig um Mischa und sind kein gutes Beispiel für ihren Sohn.
Man hat das Gefühl, dass sich vor allem Wanja rasant weiter entwickelt. Anfangs ist so noch schüchtern und ein wenig unsicher, doch in Imago fühlt sie sich so geborgen, dass sie über sich hinauswächst. Aber auch Mischa und Britta machen eine ansprechende Weiterentwicklung durch. Die Protagonisten sind interessante Persönlichkeiten und wurden gut ausgearbeitet. Allerdings kommen für meinen Geschmack in dieser Geschichte zu viele Nebencharaktere vor, die für die Handlung nicht immer relevant sind.
Realität und Fiktion ergeben eine kunterbunte, fantastische Mischung. Obwohl Imago eine große Rolle spielt und uns eine vollkommen neue Welt eröffnet, hält sich Wanja doch meistens in Hamburg auf. Und ich muss gestehen, dass mir diese Passagen besser gefallen haben. Die Passagen rund um den Zirkus Anima sind mir teilweise zu ausführlich geraten. Außerdem habe ich die Fantasienamen der Artisten manchmal durcheinander gebracht. Oder könnt ihr euch nebst Taro die Personen Baba, Perum, Noaeh, Reimundo, Madame Nue, Pati Tatü, Sulana, Amon, Thyrm und Thyra und Gaba merken?
Erzählt werden die turbulenten Geschehnisse aus Wanjas Blickwinkel, die uns in der Nebenhandlung auch ihre Familie näher bringt und schildert, was sie beim Besuch ihrer Großmutter und Urgroßmutter erlebt. So kann man sich gut mit Wanja identifizieren und mitfiebern. Leider birgt die Handlung einige Längen und hätte an ein paar Stellen ruhiger knapper sein dürfen. Und auch das Ende lässt sich ahnen, obwohl mir der Schlussteil sehr gefällt. Die offenen Fragen stören auch nicht weiter und so kann man die eigene Fantasie spielen lassen… Der fesselnde, gefühlvolle Schreibstil der Autorin lädt zum Träumen ein, wodurch sich die 400 Seiten schnell und flüssig lesen lassen.
FAZIT:
Dieser reizvolle Jugendroman entführt Leser ab 12 in das zauberhafte Land Imago, wo nichts unmöglich erscheint und wo die Jugendlichen eine wunderbare Zeit verleben. Dank der unterhaltsamen Handlung, der liebevoll gestalteten Charaktere sowie der herrlichen Schreibweise von Isabel Abedi macht das Lesen von "Imago" großen Spaß. Dafür vergebe ich märchenhafte 4 STERNE.
Rezension verfasst vor 9 Monaten (27)
Wanja kennt ihren Vater nicht. Ihre Mutter weigert sich über diesen Mann ein Wort zu verlieren und ihre Oma hat nur Schlechtes über ihn zu sagen. Dabei wünscht sie es sich doch so verzweifelt.
Als sie zusammen mit ein paar anderen Kinder zu der Ausstellung Vaterbilder eingeladen wird, die anscheinend nur sie finden können, beginnt ihre Reise in das Land Imago.Jedes Kind betritt durch ein Bild eine für sie geschaffene Welt. Wanja jedoch muss sich ihr Bild von Taro aus einem Zirkus mit dem schweigsamen Mischa teilen. Warum können nur diese Kinder und sie die Bilder sehen? Was hat es mit Imago auf sich und warum treibt dort ein großer Vogel der dunkle Schatten mit sich bringt sein Unwesen?
Zusammen mit Mischa erlebt sie diese Welt. Wohin wird die Reise sie führen und warum ist grade sie hier?
Das Buch richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche die keinen Vater haben oder ihn nie kennengelernt haben. Wanja muss sich ihrem größtem Wunsch stellen.
Der Schreibstil der Autorin ist ganz in Ordnung für das entsprechende Alter. Richtig warm wurde ich jedoch mit dem Buch nicht. Mir fehlte das gewisse Etwas. Die Geschichte hat mich nicht in ihren Bann gezogen. Das Land Imago konnte mich nicht so begeistern. Ich hätte mehr erwartet.
Auch das Chliché das schwarze Vögel das Böse darzustellen, fand ich überholt und nicht wirklich passend. Die Charaktere sind mir nicht an das Herz gewachsen. So bekommt das Buch für eine gute Idee, die man noch verbessern und spannender gestalten könnte, nur 3 Sterne. Ein weiteres Buch werde ich wohl auch wegen dem Schreibstil der Autorin nicht lesen.
Rezension verfasst vor 1 Jahr (28)
Leider hat mir Isabel Abedis "Imago" nicht gefallen. Ich habe für meine Verhältnisse Ewigkeiten gebraucht um es durch zu lesen und mich überhaupt erst dazu zu überwinden weiter zu lesen.
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Das lag vorallem daran, dass sich nach wenigen Seiten bereits das allseits bekannte "Abedi-Muster" herauskristallisierte. Soll heißen: Die weibliche Protagonistin ist in irgendeinem Konflikt mit ihrem Vater verbunden. Meistens lebt dieser in Abedis Bücher nicht bei der Familie und die Protagonistin weiß nicht einmal wer der werte Herr denn ist. Wie gesagt kam dieses Muster schon in anderen Büchern vor. Während es in den anderen Büchern, die ich bereits gelesen habe, nur einen kleinen Punktabzug deswegen gab, hat es dieses Mal richtig reingehauen, da es mich einfach nur noch nervt. Beim nächsten Buch also bitte etwas mehr neue Ideen, Frau Abedi!
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Dann kam auch noch dazu, dass die Protagonistin ihre Mutter beim Vornamen nennt. Ich meine: Wer nennt seine Mutter denn bitte schön beim Vornamen!? Das mich das gestört hat, muss ich wohl nicht extra noch dazu sagen. Fast noch schlimmer fand ich allerdings, dass die Mutter der Protagonistin einige etwas gruselige Kosenamen gab. An sich wäre dagegen nichts einzuwenden, schließlich hat jeder Mensch irgendwo einen Kosenamen, aber die Mutter hat fast in jedem Satz einen Kosenamen benutzt.
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Die Geschichte an sich war auch nicht gerade besser. Sie plätscherte nur so vor sich hin, es gab kaum Spannung und an vielen Stellen war sie vorhersehbar. Der einzige Teil der Geschichte, der hätte spannend sein können, entpuppte sich am Ende als etwas völlig anderes. Dementsprechend war die Enttäuschung natürlich groß, denn sie Story an sich hätte durchaus spannend sein können. Aber leider harperte es dieses Mal ziemlich an der Umsetzung.
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Fazit: "Imago" ist der bisher schwächste Roman der Autorin. Das bereits bekannte und schon ein paar Mal angewendete "Abedi-Schema" sorgt dafür, dass der Leser schnell das Interesse verliert. Von mir gibt es grad noch so drei Sterne!
Rezension verfasst vor 1 Jahr (24)
Vaterbilder
Inhalt:
Wanja ist ein normales 12 Jähriges Mädchen. Sie lebt mit ihrer Mutter Jo alleine und kennt ihren Vater nicht. Eines Nachts als ihr Wecker 0:00Uhr anzeigt ertönt eine Frauenstimme aus ihrem Radiowecker und verkündet, dass die Ausstellung „Vaterbilder“ in der Kunsthalle bald eröffnet wird. Wanja geht zu dem Termin in die Kunsthalle und geht durch eine rote Tür die nur für sie und ein paar andere Jugendliche sichtbar ist. Unter diesen Jugendlichen ist auch Mischa, der mit ihr ins selbe Bild steigt und mit dem Wanja sich anfrendet. Sie gleiten dort in ein Bild und kommen in das Land Imago. Dort treffen sie auf die Zirkusleute des Zirkus Anima und lernen dort Taro kennen, der wie ein Vater für sie ist. Und sie müssen dort einiges an Rätseln beantworten und erleben ein paar sehr schöne und schreckliche Dinge.
Meinung:
Da ich Lucian und Whisper schon von Frau Adebi gelesen habe, hat mich dieses natürlich auch angelächelt. Anfangs wurde ich nicht recht warm damit, aber dies ging dann langsam besser. Es ist für mich nicht das Beste Buch, aber es hat mich ganz ok unterhalten. Vll liegt es auch an dem Thema Zirkus, das nicht so meins ist. Der Klapptext war allerdings vielversprechender.
Manchmal fand ich es etwas verwirrend, es wurde einfach etwas „festgestellt“ ohne direkt zu sagen was und das irritierte mich doch ein wenig. Kann allerdings auch einfach sein, dass ich nicht so schnell schalte :).
Ansonsten lässt sich das Buch einfach und flüssig lesen. Der Schreibstil ist bis auf die kleinen „Feststellungen“ sehr gut und einfach.
Es wird auch ein starkes Thema angeschnitten. Das Leben ohne Vater für ein Kind oder das Leben mit einem alkoholkranken Vater und noch verschiedenen Formen davon. Es ist sicher nicht einfach für ein Kind ohne Vater aufzuwachsen, ich selber kann das auch ein wenig beurteilen. Manchmal möchte man Jo, die Mutter von Wanja, schütteln, weil sie Wanja einfach nicht sagt wer ihr Vater ist.
Die Problematik ist gut gelöst worden, auch wenn sie lange gedauert hat.
Und ich denke diese Thematik ist heutzutage für viele Kinder in diesem Alter wie Wanja ein Großes, da immer mehr Scheidungen von statten gehen. Deswegen finde ich es gut, dass so etwas auch in Büchern vorkommt womit die Jugendlichen etwas anfangen können oder es ihnen hilft fragen zu stellen etc..
Rezension verfasst vor 1 Jahr (15)
Inhalt:
Immer wenn Wanja nicht schlafen kann, beobachtet sie ihren uralten Wecker und wie die Minuten nach hinten wegklappen auf den kleinen Kärtchen. So auch in dieser Nacht. Doch dann passiert es. Statt 00.00 anzuzeigen, wird die Anzeige rot, das Radio springt an mit einem lauten Gong, so daß Wanja schon denkt ihre Mutter muss davon wach werden. Und Wanja erhält eine Einladung für die Ausstellung "Vaterbilder". Mit Datum, Uhrzeit und den Hinweis auf eine rote Tür. Wanja weiß nicht, was sie von dieser Einladung halten soll und will sie fast ignorieren, als sie in der Tageszeitung noch einen Aufruf findet. Und nur sie kann diesen Aufruf sehen, für ihre Mutter ist dort die ganz normale Zeitung gedruckt. Und so geht Wanja hin - und trifft weitere Mädchen und Jungen in ihrem Alter, die alle eine Einladung erhalten haben. Und sie alle gehen durch diese rote Tür und werden liebevoll empfangen - von einer uralten Frau und wunderschönen Bildern. Und von einem unbekannten Land, dem Land Imago.
Meine Meinung:
Wirklich ein wunderschönes Buch, das ich in einem Rutsch gelesen habe. Das mich durchgehend fesselte. Das auf keiner Seite langweilig wurde.
Wanja öffnet sich die Tür zu einem Land, das - für sie - schöner nicht sein könnte. Aber sie ist nicht allein in diesem Land, denn Mischa ist mit ihr da. Ein neuer Junge von ihrer Schule, von dem alle Abstand halten.
Als die Geschichte beginnt, hab ich mich durch die Erzählungen über Mischa ein bißchen an den Märchenerzähler erinnert. Wieder ein Außenseiter, wieder einer der abgelehnt wird. Aber damit war die Ähnlichkeit auch schon vorbei, was mich doch freute.
Die Autorin hat einen wunderschönen Schreibstil, der durch tausende kleine Details eine wirklich liebevolle Geschichte erzählt. Ich fand es so niedlich, wieviele unterschiedliche Namen Jo (Wanjas Mutter) für Wanja im Laufe der Geschichte hatte. Man merkte richtig die Liebe von Mutter zu Tochter - und auch umgekehrt. Und auch die Nebenhandlungen - der unbekannte Vater, die weiter weg lebende Großmutter und Urgroßmutter ergaben zusammen eine sehr interessante Familie.
Der Hauptteil jedoch gefiel mir am meisten. Die verschiedenen Ausflüge Wanjas in die Welt Imago. Die Fähigkeiten, die sie dort erlernte, oder die man ihr zeigte, die in ihr steckten. Der nähere Kontakt zu Mischa und seinem doch sehr traurigen Leben.
Ich mochte wirklich jede Person aus diesem Buch auf ihre ganz eigene Art. Und nicht nur die realen, sondern auch die einzelnen Charaktäre aus Imago. Was für eine Fantasie hier in dieses Buch geflossen ist, finde ich genial! Die Autorin versteht es wunderbar, ein Bild vor Augen aufzubauen, das einen auch so schnell nicht wieder verläßt.
Das Ende des Buches allerdings hatte ich schon so ein bißchen voraus geahnt - und irgendwie paßte es auch. Ich fand es spielten zwar viele Zufälle eine große Rolle, aber da es sich hier wirklich um einen Fantasie-Geschichte handelt, paßte auch das wieder hervorragend hinein.
Ich bin sicher, daß ich ziemlich schnell auch die anderen Bücher der Autorin lesen möchte, deren Stil ich so sehr mochte. Ich hab mich irgendwie wie Zuhause gefühlt. Schwer zu beschreiben :)
Einen Abschnitt hab ich Euch mitgebracht, einer von vielen, die mir so gut gefielen:
"Und dann lächelte er. Stand da und lächelte, und Wanja fühlte, wie eine tiefe Traurigkeit in ihr aufstieg. Wie eine Welle bäumte sie sich in ihr auf, stieg höher und höher, strömte aus ihren Augen und lief ihr als Tränen die Wangen herab, groß und leise, wie das Lächeln des Clowns."
Übrigens hab ich beim surfen nach mehr Informationen auch noch das hier bei Wikipedia gefunden - sehr treffend, wie ich finde:
Der Begriff Imago (lat. imago, „Bild“) ist mehrdeutig und bedeutet u.a. Imago (Psychologie), das unbewusst entstehende erste Bild von Beziehungspersonen, in der Regel von Vater oder Mutter.
Rezension verfasst vor 1 Jahr (10)
Taro ließ sich im Schneidersitz nieder, Wanja und Mischa taten es ihm nach. Keiner sprach.
Stille kann peinlich sein, drückend, verbissen oder unheimlich. Stille kann Stillstand bedeuten, wie bei Menschen, die sich nichts mehr zu sagen haben, oder sie kann durch Einsamkeit entstehen, wie bei Menschen, die niemanden mehr haben, dem sie etwas sagen können. Die Stille, die Wanja hier umgab, hatte nichts von alledem. Es war die seltene Form der Stille, die groß und vollkommen ist und die noch reicher wird, wenn man sie mit Menschen teilt, die einem nahe sind.
(Seite 173)
Wanja kennt ihren Vater nicht; jegliche Versuche, von ihrer Mutter oder Großmutter irgendwelche Informationen über ihn zu erhalten, werden im Keim erstickt. Bisher hat sie das nicht wirklich gestört, doch die Einladung zur Ausstellung Vaterbilder weckt immer neue Fragen in ihr. Die Ausstellung ist nur für geladene Gäste, bei denen es sich ausschließlich um Jugendliche handelt. Das Besondere an den Vaterbildern ist, dass die Bilder immer nur auf einen Jugendlichen eine spezielle Wirkung haben – die Kinder fühlen sich angezogen und gelangen bei der Berührung „ihres“ Bildes in eine andere Welt, in der zumindest die Zeit anders tickt.
Beim ersten Besuch der Ausstellung lernt Wanja den Jungen Mischa kennen, der mit ihr auf dieselbe Schule geht, mit dem sie bisher aber nie ein Wort gewechselt hat. Da sich die beiden vom gleichen Bild angesprochen fühlen, finden sie sich in der Parallelwelt wieder. Es ist schnell klar, dass ihre Geschichte zwingend zusammenhängt, und aufmerksamen Lesern wird auch früh bewusst, in welcher Beziehung beide am Ende des Buches stehen werden.
In der Parallelwelt treffen sie auf den Zirkus Anima, der eine tolle Hintergrundkulisse für die erzählte Geschichte darstellt. Schausteller Taro wird zur Schlüsselfigur für die Suche nach Antworten in sich selbst; er weckt in beiden Jugendlichen eine Seite, die bisher noch keiner gesehen hat. Mit jedem Besuch vertieft sich die bereits anfangs intensive Beziehung zwischen den dreien, und man fürchtet sich schon vor dem großen Abschied, der sich natürlich nicht vermeiden lässt, wenn Wanja und Mischa am Ende gefunden haben, was sie in Imago suchten.
Isabel Abedi gestaltet ihre Charaktere sehr lebendig und detailgetreu. In Wanja erkennt man sich selbst wieder, wie man als junges Mädchen war; und Mischa verkörpert den Typ jungen Mann, von dem man sich damals naserümpfend weggedreht hat. Auch die anderen Charaktere, wie zum Beispiel Wanjas Mutter Jo und deren beste Freundin Flora, die drei verbleibenden Mädels der Mädchenclique Britta, Sue und Tina, und auch die Eltern der anderen Ausstellungsbesucher sind so lebensecht, dass sie glatt dem wahren Leben entstanden sein könnten.
Sprachlich hält sich die Autorin in einem für Jugendromane passenden Schreibstil auf, es gibt keine langen und komplizierten Sätze und die wörtliche Rede kommt der echten Jugendsprache unheimlich nahe. Auf Grund der relativ kleinen Schrift wird dem Leser mehr geboten, als die knapp 400 Seiten anfangs weismachen wollen. Einzig die Covergestaltung, die in ihrer Schlichte besticht, passt nicht ganz zum Inhalt – denn obwohl in der Story von einem roten Rahmen die Rede ist, ziert das Cover ein gelber Bilderrahmen.
Fazit:
Mit Imago hat Isabel Abedi ihre Stellung als erfolgreiche Kinderbuchautorin auf den Bereich des Jugendromans ausgeweitet. Wanjas und Mischas Suche nach ihrem Vater ist nicht nur eine Geschichte für Jugendliche, sondern zieht auch Erwachsene in ihren Bann.
Wertung:
Handlung: 4/5
Charaktere: 4,5/5
Lesespaß: 3,5/5
Preis/Leistung: 4/5
Rezension verfasst vor 1 Jahr (18)
Wanja ist 12 Jahre alt und lebt zusammen mit ihrer Mutter in einem kleinen Häuschen an einem Waldrand. Eigentlich versteht sie sich mit ihrer Mutter und auch mit ihrer Großmutter sehr gut, wenn es nicht diese eine bestimmte Frage gäbe, der die beiden immer ausweichen.
Denn es ist die Frage nach ihrem Vater, die Wanja seit Jahren auf der Zunge brennt, denn sie hat noch nie ein Foto von ihm gesehen oder irgendwelche anderen Informationen herausfinden können, die ihn näher beschreiben.
Als sie dann noch einen großen Streit mit ihrer besten Freundin Britta hat, ist sie am Boden zerstört, da sie behauptet hat, dass ihr Vater sicherlich schon tot ist, da sie ja überhaupt nichts über ihn weiß.
Noch in der selben Nacht liegt Wanja wach und denkt nach während alle 4 Ziffern auf Null, Mitternacht, umspringen und das Radio plötzlich angeht. Es geht ein lauter Gong durch ihr Zimmer und eine sympathische Frauenstimme kündigt die Ausstellung „Vaterbilder“ an, zu der Wanja eingeladen sei.
Nach langem Überlegen beschließt Wanja die Ausstellung zu besuchen und das Geheimnis hinter dieser Ausstellung kennen lernen zu wollen. Doch ist es nicht irgendwie sehr merkwürdig, dass nur sie etwas von dieser Ausstellung gehört hat?
Doch ohne Scheu geht sie hin und trifft dort auch andere Jugendliche, die eine Einladung bekommen haben. Die Aufgabe ist es, sich ein Bild zu suchen, dass einen magisch anzieht, sich auf dieses einzulassen und einfach in das Bild hinein zu steigen. Dort beginnt das Abenteuer für Wanja… in dem Land Imago.
Das Buch liest sich wirklich sehr schnell durch die sehr lockere und leicht zu lesende Sprache, die Isabel Abedi verwendet. Gerade durch die Einfachheit hat es Isabel Abedi mit Imago geschafft ein sehr rührendes und spannendes Buch über das ziemlich schwierige Thema „Vater-Kind-Bindung/Beziehung“ zu schreiben. Sie versucht mit Hilfe der Welt Imago in den Bildern zu zeigen, wie wichtig es ist beide Elternteile zu haben und mit ihnen Kontakt zu halten, falls sich die Eltern doch trennen sollten.
Doch es nicht nur wichtig Kontakt zu haben. Es wird auch unterschieden wie gut dieser Kontakt ist, denn ein Kind braucht Eltern bei denen es sich geborgen und beschützt fühlen kann und nicht welche, wie es im Buch auch gezeigt wird, die ihre Kinder schlagen, weil sie Alkoholiker sind.
Wanja ist auch sehr realistisch dargestellt worden, sodass ich mich in ihre Gefühlslage richtig gut hineinversetzen konnte und ich ihr den Verlust und die Trauer über das Nichtvorhandensein des Vaters wirklich geglaubt habe.
Doch man bekommt auch die alltäglichen Probleme eines 12-jähigen Mädchens mit, dass Ärger mit dem Mathelehrer hat und sich immer sehr anstrengen muss nicht zu spät zur Schule zu kommen! ;)
Diese Aspekte lenken etwas von dem eigentlichen schweren Thema ab und lockern das Buch etwas auf.
Das Ende des Buches kam für mich doch etwas plötzlich. Es haben sich sehr viele Fragen in meinem Kopf gebildet, doch leider wurden nicht alle zum Schluss beantwortet und somit empfinde ich das Buch nicht wirklich als abgeschlossen.
Ich erwarte zwar kein 2. Teil, jedoch hätte ich mich über einen Epilog doch sehr gefreut, der manche Sachen nochmal aufgreift und dem Leser nähe bringt.
Doch kann ich mir auch denken, dass Isabel Abedi es mit Absicht gemacht hat, schließlich lernt man in diesem Buch auch einen wichtigen Satz kennen, der einem sicherlich an dieser Stelle behilflich ist. ;)
Das Cover und der Klappentext hatten mich am Anfang doch etwas in die Irre geführt. Ich habe vorher keine Rezensionen über dieses Buch gelesen und habe irgendwie einen kleinen Jugendthriller erwartet.
Doch trotz der kurzen Verwirrung finde ich im Nachhinein das Cover wirklich sehr schön, schlicht und auch sehr passend zum Inhalt!
Fazit:
„Imago“ ist wirklich ein spannendes und herzergreifendes Jugendbuch, das ich auch mit ruhigen Gewissen Erwachsenen empfehlen kann! Das schönste an diesem Buch ist unter anderem, dass das Ende definitiv nicht vorhersehbar ist und der Überraschungseffekt ist dadurch sehr hoch! :D Lest es, ihr werdet es mit Sicherheit genauso schön finden, wie ich es getan habe!
Rezension verfasst vor 1 Jahr (12)
Tolles Buch. Mein zweites von Isabel Abedi. Leider kommt es nicht an das andere (lucian) heran, aber es hätte mich auf jeden Fall ermuntert noch mehr von ihr zu lesen, was ich tun werde!
Wanja ist zwölf Jahre alt und hat keine Ahnung, wer ihr Vater ist. Ihre Mutter und ihre Tante sprechen nie darüber. Doch eines Nachts, um 00.00 erreicht sie die Nachricht, dass die Ausstellung "Vaterbilder" wieder geöffnet ist. Es wird gebeten, an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Uhrzeit in dei Kunsthalle zu kommen. Das macht Wanja. Und sie findet einen komischen Raum, in dem noch sehr viele andere Teenager sind, auch jemand aus ihrer Schule, den alle sehr komisch finden. Und, in diesen Raum kommt eine alte Frau. Sie sagt, die Kinder sollen sich die Bilder anschauen und dann Bild, das sie berührt, nach dem sollen sie die Hand austrecken. Wanja wählt den Artisten und auf einmal findet sie sich mitten in der Zirkusmanege wieder. Im Land "Imago"...
Ein wirklich gutes Buch, das mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Man möchte wissen, wie es weitergeht. Was mit ihrem Vater ist. Ob sie die dunklen Mächte besiegen können. Ich kann es nur empfehlen, an alle die Fantasy und Geheimnisse lieben!










