Isola
Der kleine Vogel sang direkt an meinem Ohr. Es klang wie ein Ruf, ein fröhliches, leicht verschmitztes Beng-Tschiwi ... Beng-Tschiwi ... Beng-Tschiwi ... Irgendwann in dieser langen, schlaflosen Nacht musste ich wohl doch weggedämmert sein, denn als ich die Augen öffnete, wusste ich im ersten Moment gar nicht, wo ich war. (Kapitel 6)
Inhalt
Sie sind 12. Zwölf Jugendliche auf einer einsamen Insel, alle mit großen Talenten. Auf Isola soll ein Film gedreht werden, wobei die 12 sich frei bewegen können aber per Kamera beobachtet werden. Für das Überleben der jungen Darsteller ist gut gesorgt, doch schon von Anfang an merkt die 17 Jahre alte Joy, dass etwas nicht stimmt. Joy spielt auf der Insel ein Mädchen namens Vera. Niemand weiß von ihrem Geheimnis und ihren Plänen. Vera verliebt sich in Solo, einem hübschen Jungen unter den 11 Inselmitbewohnern und scheinbar erwidert er die Gefühle. Doch auch er hat ein Geheimis. Nahezu jeder der Jugendlichen scheint mysteriös und dann beginnt das Spiel: Ein Spiel, dass harmlos klingt aber schnell Wirklichkeit wird. Alle 12 Jugendlichen sollen eine Karte ziehen. Auf 11 Karten steht "Opfer" auf einer Karte "Mörder". Der Mörder muss nach und nach alle Opfer fangen, welche nach dem Auffinden von der Insel gebracht werden. Doch nach einer Höhlenparty verschwinden plötzlich Mitglieder der Gruppe, die nicht vom Spielmörder verschleppt wurden. Wer war es? Und was ist passiert? Plötzlich taucht Blut auf und dann die erste Leiche...
Cover
Genau wie schon bei "Whisper", dem ersten Buch, dass ich von Isabel Abedi gelesen habe, gefällt mir das Cover super gut. Es ist schlicht aber ausdrucksvoll. Der schwarze Hintergrund passt gut zu der türkisblauen Überschrift. Und auch das kleine Bild in der rechten, untere Ecke passt gut, ich vermute es stellt ein Kameraobjektiv da, welches die Insel aufnimmt.
Meinung
Ich habe das Buch sehr schnell durchgelesen, denn es las sich sehr leicht und fließend. Außerdem ist es atemberaubend spannend. Ich konnte kaum aufhören es zu lesen, es hat mich richtig in seinen Bann gezogen. Die Geschichte um Vera ist außerdem sehr herzergreifen und auch Solos Vergangenheit erstaunlich. Die Protagonistin sind gut gewählt und man kann sich sehr leicht mit ihnen identifizieren.
Ich gebe die Höchstzahl and Sternen: 5Sterne!
»Was ist das?«, fragte er mit gerunzelter Stirn. »Das werden wir gleich herausfinden«, erwiderte Milky. Er sah sich im Raum um, blickte hoch zur Decke und in die Nischen, blinzelte unsicher, dann zog er das kleine Kästchen aus der Vertiefung. Durch das offene Fenster drang der fröhliche Ruf des Vogels. Beng-Tschiwi ... Beng-Tschiwi ...Und dann, mit einem skeptischen Grinsen in die Runde und einem letzten tiefen Seufzer, klappte Milky den Deckel auf.