Leser-Rezensionen zu „Lucian” von Isabel Abedi
Rezension verfasst vor 10 Monaten (8)
Das hier war mein erstes Hörbuch und ich muss sagen, ich habe selten so eine schöne Geschichte gesehen. Julia Nachtmanns Stimme klingt wirklich melodisch und ruhig, es macht Spaß ihr zu lauschen und einmal angefangen konnte ich nicht mehr aufhören. Das Buch hat mich richtig in seinen Bann gezogen. Dabei weiß man bis zum Schluss nicht wirklich, was es mit dem geheimnisvollen Lucian auf sich hat und was ihn mit Rebecca verbindet. Die beiden Genres Fantasy und Realität wurden in sich stimmig zu einem supertollen, spannenden und vorallem herzzerreißenden Roman verarbeitet. Ich könnte "Lucian" nicht nur immer und immer wieder hören, sondern auch lesen!
Rezension verfasst vor 11 Monaten (12)
Rebecca lernt eines Tages den geheimnisvollen Lucian kennen. Zwischen den beiden herrscht seit dem ersten Augenblick eine seltsame Anziehung. Ihre Beziehung wird immer inniger, obwohl sich beide dagegen wehren. Können beide das Geheimnis ergründen, welches Rebecca und Lucian für immer verbindet, und gibt es eine Zukunft für sie…..
Das Hörbuch habe ich in mehreren Etappen gehört, um mir den Genuß länger bewahren zu können.
Julia Nachtmann hat diese Geschichte mit ihrer wahrlich wundervollen facettenreichen Stimme erzählt. Jede wechselnde Stimmung / Charaktere hat sie perfekt getroffen, ich sah es direkt vor mir. Die Spannung steigert sich behutsam bis zum bittersüßen Ende.
Julia Nachtmann hat eine bewegende Erzählweise, hat mich mit ihrer stimmlichen Magie verzaubert. Jede Störung bei diesem Genuss hat mich ergrimmt…..
Die Gitarrenklänge von Eduardo Macedo haben die einzelnen Kapitel perfekt verbunden.
Rezension verfasst vor 11 Monaten (15)
Rebekka trifft auf einen mysteriösen Jungen. Er nennt sich Lucian und verdreht ihr ein schnell den Kopf. Als Rebekkas Mutter von ihrer erblühenden Liebe erfährt, reagiert sie fast panisch und verbietet ihrer Tochter den Umgang mit dem Fremden. Denn, wie Rebekka bald erfährt, behandelt ihre Mutter Lucian in ihrer Therapie-Praxis und er spricht immer wieder über Erinnerungen, die er an Rebekka hat. Und das obwohl er sie doch eigentlich erst kennen gelernt hat…
Ich sag nur: Satz mit X…
Dieses Buch ist fast so schrecklich wie „Das Lied der Träumerin“ von Tanya Stewner. Und ich hab mich schon gewundert, warum ich mich nicht mehr daran erinnern konnte, wie es war das Hörbuch zum ersten Mal zu Hören – jetzt weiß ich: Ich hatte es nicht vergessen – sondern verdrängt…
Die Idee mit den Schutzengeln oder Schutzgeistern ist eigentlich ganz cool und einzigartig – zu Mindest bisher. Die Umsetzung ist aber leider unter aller Kanone. Vielleicht bin ich auch einfach zu alt, um den Stil der Autorin noch witzig zu finden. Ich hab keine Lust beste Freundinnen von ihrer Entjungferung erzählen und die Hauptfigur Heidi singen zu hören, genauso wenig wie wörtliche Abschriften aus dem Kinderbuch „Wo die wilden Kerle wohnen“ mich persönlich begeistern.
Ich habe beim Hören die Hauptfigur Rebekka und ihre beste Freundin Suse als unglaublich nervtötend empfunden. Immer, wenn beide gleichzeitig auftreten, muss der Leser gewollt witzige – leider nie wirklich witzige – Wortwechsel über sich ergehen lassen.
Was ich persönlich am schlimmsten fand, war dass gegen späte Mitte des Buches für ungefähr eine halbe Stunde nur E-Mails an die Hauptfigur vorgelesen wurden. Eine Passage, die für das Hörbuch sicher etwas gekürzt wurde, also gibt es im Buch wohl 50 Seiten nur E-Mails – obwohl das auch nur eine Vermutung meinerseits ist. Ansonsten konnte ich mit dem Hörbuch noch ganz gut leben, aber diese Passage war wirklich zum abgewöhnen.
Dadurch, dass die Hauptfigur zur Hälfte Amerikanerin ist – was man sich auch hätte sparen können – gibt es immer wieder englische Passagen, die auf mich sehr affektiert wirken. Im Hörbuch muss man zudem den grauenhaften deutschen Akzent der Sprecherin in Kauf nehmen, und ich meine grau-au-au-enhaft.
Ach und dann wäre da noch: Sex in Jugendbücher?! Da halte ich’s mit Stephenie Meyer und sage: „Das ist absolut geschmacklos!“ Natürlich haben Jugendliche Sex, höchst wahrscheinlich sogar mehr als lange verheiratete Paare, aber muss man es denn in einem Fantasy Buch erwähnen, das ab 12 Jahren empfohlen wird?! Meiner Meinung nach hätte ich auch kapiert, dass Rebekka und Lucian sich lieben, wenn beim Küssen Schluß gewesen wäre. Denn diese, für den Leser immer so halb-peinlichen, Szenen braucht das Buch nicht.
Ab dem Punkt an dem Rebekka anfängt herauszufinden, wer Lucian wirklich ist, wird das Buch zunehmend besser, aber leider nie wirklich gut. Das Ende ist dann wiederum sehr gelungen – das muss ich zugeben. Sehr poetisch, aber ich will hier nicht zu viel verraten.
Diese Sprecherin, wenn ich sie nur höre, krieg ich Brechreiz. Die Stimme von Julia Nachtmann klingt so als wäre sie der nervige, affektierte Zwilling von Jasmin Tabatabei. Sie gibt sich viel Mühe, das Hörbuch wie Kino klingen zu lassen. Am Ende ist es aber viel zu viel und es klingt nur noch aufgesetzt und so dass ich ernsthafte Ekelgefühle gegen ihre Stimme entwickelt habe. Und als Hörbuch Semi-Profi heißt das schon einiges, denn ich bin schon vieles gewöhnt.
Dieses Buch empfehle ich ganz sicher nicht weiter. Auch wenn das Ende ganz gut gelungen ist, macht es das Buch noch lange nicht hörens- oder lesenswert.
Rezension verfasst vor 1 Jahr (13)
Isabel Abedi – ein Name, der sich längst in mein Leserherz eingebrannt hat und der für mich Grund genug ist, mir ein Jugendbuch dieser Autorin zu kaufen. Ich liebe ihre Bücher, die stets spannend und liebenswert sind, doch leider war ich von ihrem neusten Jugendbuch nicht ganz so begeistert, wie bei den Romanen davor.
Die Idee mit den Begleitern oder Schutzengeln fand ich einfach zauberhaft, ebenso die Umsetzung, das Merkmale mit den „unbeschriebenen Händen“ und den Träumen. Doch generell glänzte dieses Buch durch Langatmigkeit – so leid es mir tut, das sagen zu müssen.
Die Geschichte plätschert so vor sich hin: Rebecca und Lucian, die nicht voneinander lassen können, aber aus dem und dem Grund immer wieder auseinandergehen – dieses typische Hin und Her, das wir kennen. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich in diesem Buch eine plausible Erklärung dafür erhalten habe – die Angst über das Unbegreifliche und die tatsächlich überirdische Bindung.
Doch es wird noch schlimmer, als Rebecca nach Amerika geschickt wird. Ihre Reaktion auf die Trennung von Lucian hat mich nur noch genervt, weil das einfach zu übertrieben war (und mich ziemlich an Bella in „New Moon“ erinnert hat). Diese Phase hätte man getrost kürzen können.
An dieser Stelle muss ich zugeben, dass ich zum ersten Mal ein Hörbuch besser fand, als das Buch, weil die Geschichte einfach um einiges gestaucht wurde. Allerdings, und trotz der angenehmen Stimme der Sprecherin, lese ich doch lieber, als irgendjemandem beim Vorlesen zu zuhören.
Auch die Personen hatten hier weniger Tiefgang, als ich es von Abedi gewohnt bin. Es wimmelt nur so von Stereotypen, die zwar alle liebenswert, aber nicht sonderlich aufregend waren. Jedoch die Familiensituation von Rebecca, den Komplex ihrer Freundin und die Treue von Beccas Ex-Freund konnte meine leichte Enttäuschung darüber wieder aufwiegeln.
Am meisten fasziniert hat mich unerwarteter Weise eine Nebenperson – den Englischlehrer von Rebecca –, den ich als vielschichtiger erachte habe, als die Protagonisten. Sein unfaires Verhalten gegenüber Rebecca hat einen guten Grund, der in der gemeinsamen Vergangenheit mit einem von Rebeccas Verwandten in Zusammenhang steht. Das Geheimnis um seine Person wird nach und nach gelüftet und wurde wunderbar in den Plot mit eingearbeitet. Das empfand ich als sehr gelungen.
Wie man sicherlich sieht, ist meine Meinung zu diesem (Hör-)Buch zwiegespalten. Einerseits war ich begeistert von Abedis Grundidee, andererseits wiederum enttäuscht von der Langatmigkeit der Handlung, die in dem Hörbuch jedoch weniger stark hervortritt.
Dennoch – Abedi gehört immer noch ganz klar zu meinen Lieblingsautorinnen!
Rezension verfasst vor 1 Jahr (11)
Vorab muss ich gestehen, es ist gar nicht so einfach, die starken Gefühle in Worte zu fassen, die der Roman „Lucian“ in sich birgt und auch jene, die mich beim Lesen bewegt haben. Hier ist mein kläglicher Versuch:
In einer schlaflosen Nacht tritt Rebecca an das Fenster ihres Zimmers und entdeckt auf der Straße einen Jungen, der unverwandt zu ihr herauf blickt. Seltsamerweise macht ihr diese Beobachtung keine Angst, sondern erfüllt sie mit innerer Ruhe. Von diesem Moment an begegnet sie dem rätselhaften Jungen immer wieder, so oft, dass dies einfach kein Zufall mehr sein kann. Sie fühlt sich von ihm angezogen, und ihm scheint es ähnlich zu ergehen. Mit der Zeit erfährt Rebecca, dass er Lucian heißt und nichts über seine Vergangenheit weiß. Es ist, als würde es ihn gar nicht geben – und er hat keine Handlinien. Er hat sein Gedächtnis verloren und kann nicht sagen, woher er sie kennt. In seinen Träumen sieht er Szenen aus ihrer Vergangenheit und über die Zukunft, und auch Rebecca hat einen beängstigenden Traum, der immer wiederkehrt. Sie ist verwirrt über die große Nähe, die sie zu Lucian empfindet; immer wenn sich Rebecca und Lucian begegnen, haben beide ein eigenartiges Gefühl großer Vertrautheit. Es wird ihnen klar, dass sie sich lieben und zusammengehören. Misstrauen und Unverständnis führen dazu, dass das junge Paar getrennt wird, und die Folgen für Rebecca sind furchtbar. Sie erkennt, dass Lucian mehr für sie ist, dass sie ohne ihn nicht sein kann.
In Rebeccas Umfeld gibt es noch viele interessante Charaktere, die alle farbig und lebendig geschildert werden. Da ist ihre beste Freundin Suse, die ihre eigenen Probleme hat und doch immer für Rebecca da ist. Ihr (Ex)Freund Sebastian macht sich nicht nur Sorgen um sie, er ist zerrissen zwischen Zuneigung und Eifersucht. Rebeccas Mutter ist Psychologin und zieht ihre ganz eigenen Schlüsse aus der Verbindung zwischen ihrer Tochter und dem fremden Jungen. Als weitere, starke Persönlichkeit möchte ich den Englischlehrer der Mädchen nennen, der seinen Schülern mit großem Eifer die Liebe zu den Werken eines verstorbenen Schriftstellers nahe bringen möchte. Einblicke in seine Unterrichtsstunden tragen ein wenig zum amüsanten Teil der Geschichte bei.
Isabel Abedi hat mit „Lucian“ einen wunderbaren Roman über die Liebe in all ihren Facetten geschrieben. Die Geschichte handelt von der großen Liebe zwischen Rebecca und Lucian, aber auch von der Liebe zu guten Freunden, die sich Gedanken um einen machen – oder die Liebe der Eltern, welche so unermesslich ist, dass diese aus großer Sorge und Missverständnissen heraus vielleicht manchmal genau das Falsche tun. Die Handlung entwickelt sich in eine Richtung, wo sich ganz neue Dimensionen eröffnen und man über andere, unbekannte Sphären nachzudenken beginnt. Die vermittelte Botschaft finde ich sehr schön und tröstlich: Keiner ist allein.
Das Ende ist außergewöhnlich, traurig und schön zugleich, es ist einfach stimmig.
Julia Nachtmann, die Sprecherin des Hörbuchs, liest die Geschichte sehr gefühlsbetont und ausdrucksvoll und macht das Hören zu einem einzigartigen und intensiven Erlebnis.
Rezension verfasst vor 1 Jahr (10)
Immer wieder begegnet Rebecca dieser fremde Junge. Sie kennt ihn nicht und doch kommt er ihr so vertraut vor. Sie ist fasziniert und gleichzeitig verwirrt, denn sie hat ihn nie zuvor gesehen und doch kennt er Szenen aus ihrer Vergangenheit und träumt jede Nacht von ihr…
Isabel Abedi beschreibt in ihrem Jugendroman „Lucian“ eine Liebe, die weit über normale Maßstäbe hinausgeht, denn was wäre wenn wir gar nicht allein wären?
Die Geschichte um Lucian und Rebecca hat mich sehr gereizt, denn ich habe viel Positives gehört und gelesen. Daher freute ich mich sehr auf das sechs CDs lange Hörbuch.
Von der Sprecherin Julia Nachtmann war ich begeistert. Sie liest auf eine sehr angenehme, warme Art und Weise. Ich konnte ihr die ganze Zeit gut zu hören, obwohl das Hörbuch mit über neun Stunden recht lang ist. Sie spricht die Personen überzeugend und schafft es dadurch ihnen Leben einzuhauchen.
Die Geschichte hingegen konnte mich nicht besonders fesseln. Ich fragte mich zwar was Lucian nun ist und woher er die ganzen Sachen über Rebecca weiß, doch die Handlung zog sich sehr hin. Es reihten sich viele einzelne Szenen aneinander und nach zwei Dritteln ging ein großer Bruch durch die Geschichte, den ich sehr verwirrend fand. Meines Empfindens nach passte diese schlagartige, allumfassende Veränderung nicht in die Geschichte hinein, auch wenn später klar wurde, was und warum es passiert ist.
Auch am Ende blieben für mich einige Fragen offen, was möglicher Weise an der verkürzten Hörbuchfassung lag.
Dank Julia Nachtmann hörte ich die Geschichte jedoch zu Ende, auch wenn sie mich leider nicht so begeisterte, wie ich gehofft hatte. „Lucian“ ist für mich eine leichte Geschichte, die man so nebenbei hören kann, aber nicht muss.
Rezension verfasst vor 2 Jahren (12)
Das erste, was mich neugierig auf Lucian machte, das war die Aussicht auf eine schöne, romantische Liebesgeschichte mit übersinnlichem Einschlag, der endlich mal nichts mit Vampiren, Werwölfen oder Drachen zu tun haben würde. Das hat zurzeit ja schon Seltenheitswert.
Und Lucian hat mich nicht eine Sekunde lang enttäuscht. Wobei das Übersinnliche zunächst keine Rolle spielt, die Geschichte lässt einem erst mal genügend Zeit um sich mit den Charakteren vertraut zu machen und sich in ihre Gefühlswelt zu versetzen. Nicht nur die von Rebecca, auch in die ihrer Familie und ihrer Freunde. Für den Verlauf der Story ist das sehr wichtig, da es später Bedeutung haben wird.
Mir hat in dieser Zeit sehr gefallen, wie modern, aktuell und überzeugend jugendlich es hier zugeht. iPods sind ein Thema, verschiedene aktuelle Musikbands werden erwähnt und die Dialoge klingen authentisch jugendlich.
Lucian selbst tritt unvermittelt in die Geschichte und stellt Rebeccas Leben mächtig auf den Kopf. Vordergründig bekommt man hier "nur" eine schöne, zarte Liebesgeschichte geboten, doch immer wieder blitzt mal ein Hauch von Übersinnlichkeit durch. Man erkennt, dass Lucian kein normaler Junge ist, doch was er ist, das erkennt man hier noch nicht. Erst nach und nach kommt eine Ahnung auf.
Die gewaltsame Trennung von Rebecca und Lucian stellt einen Wendepunkt in der Geschichte dar. Rebecca wird in dieser Zeit fühlbar erwachsener und ab hier fließen dann die einzelnen Handlungsstränge zusammen und es werden Verbindungen zwischen Charakteren aufgezeigt.
Das Ende hat es in sich. Ich bin noch immer unentschlossen, ob ich darüber nun traurig sein sollte, oder es mich freuen sollte, denn...nein, ich werde da nichts vorweg nehmen. Hört das Hörbuch und bildet euch selbst eine Meinung über das Ende.
Die Schauspielerin Julia Nachtmann liest die Geschichte um Lucian und Rebecca. Ganz besonders hat sie mir in emotionalen Szenen gefallen, da kommen die Gefühle der Charaktere wirklich ganz klar bei Hörer an und man freut sich mit, leidet mit oder fühlt deutlich den Zorn der Personen. Da Lucian aus Sicht von Rebecca in der Ich-Form erzählt wird, kann Julia Nachtmann aber auch in erzählenden Passagen überzeugen. Hier klingt sie anfangs überzeugend jugendlich, später dann oft so kühl, dass es einen mächtig betroffen macht.
Der brasilianische Musiker Eduardo Macedo steuert die Untermalung für diese Geschichte bei. Mit ruhigen, warmen und berührenden Gitarrenmelodien unterstreicht er den Charakter die Geschichte und verleiht ihr zusätzlich einen unverwechselbaren Charme.
Mit der edlen schwarzen Box für die 7 CDs und das Booklet hat mich das Hörbuch sehr positiv überrascht, zumal ich von einem einfachen Jewelcase ausgegangen war. Der Deckel zeigt das gleiche Motiv wie das Buch und wie immer gefällt es mir dieser Abedi-Stil sehr: schlicht mit einem Eyecatcher, wie auch bei ihren anderen Jugendbüchern.
Das umfangreiche Booklet hält neben Informationen zu Isabel Abedi, Julia Nachtmann und Eduardo Macedo noch die Kapitel-Einteilung samt Titeln und Werbung für weitere Jugend-Hörbücher von Goya libre bereit.
Fazit: Die Grundidee der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, sie ist in jedem Falle etwas Besonderes und Wunderschönes. Die Geschichte ist flüssig erzählt, mal leicht und locker, mal bedrückend und traurig, und stets sehr einfühlsam ohne dabei aber sonderlich kitschig rüberzukommen.
Julia Nachtmann trifft dafür genau den richtigen Ton und somit ist Lucian ein rundum gelungenes Hörbuch.
Rezension verfasst vor 2 Jahren (18)
Rebekka Wolf lebt zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Freundin in Hamburg, während ihr Vater in Los Angeles wohnt. Wie jede andere 16-jährige geht Rebekka gerne auf Partys, tanzt und tratscht mir ihrer besten Freundin Suse über Probleme, Jungs und Liebschaften. Ihr Leben scheint ganz normal zu sein.
Nachdem die Freundin ihrer Mutter ihren Teddy, den sie als Kind immer bei sich trug gefunden hat, träumt Rebekka von ihrem Tod. Er ist so wirklich, dass sie auch nach dem Erwachen immer noch panisch ist und keine Luft mehr bekommt. Nachdem sie sich beruhigt hat, geht sie schließlich an ihr Zimmerfenster und entdeckt ihn. Er guckt genau in ihr Zimmer. Er sieht sie. Dies ist der Beginn ihrer Geschichte. Die Geschichte von Rebekka und Lucian – ihrem Begleiter.
Eine lange Reise der Erkenntnis beginnt. Rebekka sieht Lucian immer wieder. Sie findet ihn, obwohl sie ihn nicht gesucht hat. Es scheint, als ob ein Band zwischen den beiden besteht. Tatsächlich entwickelt sich aus dieser Verbindung eine Leidenschaft, die sinnlicher kaum sein kann. Genau diese Leidenschaft ist das Mysterium, welches zwischen den beiden Liebenden steckt. Warum sind sie so vertraut und doch so fremd? Wer ist Lucian und woher kommt er?
Geschaffen wurde „Lucian“ von Isabel Abedi, die 1967 in München geboren wurde. Ihre Kindheit verbrachte Abedi jedoch in Düsseldorf. Die ausgebildete Werbetexterin hat bis heute ein breites Spektrum an Kinder- und Jugendbüchern veröffentlicht. Darunter fallen zahlreiche Bilderbücher, Vorlesebücher, Erstlesebücher, sowie zahlreiche Kinder- und Jugendromane, welche mitunter als Hörbücher erschienen. Seit dem 02. Februar 2010 ist außerdem die Verfilmung von ihren Kinderbuch „Hier kommt Lola“ im Kino zu sehen. Mit „Lucian“ veröffentlichte Abedi ihren vierten Jugendroman.
Es ist eine Geschichte von zwei Liebenden, welche eine ungemeine Leidenschaft verbindet. So weit nichts Neues. Viele Liebespaare in der Literatur teilen diese Leidenschaften. Doch hier geht es nicht nur um die Liebe selbst, sondern auch um die Erkenntnis des Seins. Was es bedeutet von jemanden abhängig zu sein und dazu bestimmt ist sein Leben zu retten oder auf ewig ohne ihn Leben zu müssen. Lucian hat eine Aufgabe, die von ungeheurer Schwierigkeit ist und das obwohl er, als auch Rebekka durch ihre Träume darauf vorbereitet werden. Lucian muss seinen Schützling Rebekka vor ihrem Tode bewahren.
Es ist eine wundervolle Geschichte, welche durch die Sprecherin Julia Nachtmann stimmungsvoll in Szene gesetzt wird. Sie verleiht „Lucian“ eine Mystik und Spannung, die den Hörer die Luft anhalten lässt. Sowohl lustige, ängstliche und leidenschaftliche Momente schafft sie mit ihrer Stimmfarbe angemessen zu betonen, sodass der Rezipient gar nicht mehr anders kann, als zuzuhören. Es kommt einem beinahe so vor, als sei es Rebekka Wolf, die einem ihre Geschichte erzählt.
Von vorne bis hinten ist „Lucian“ ein gelungener Jugendroman, der neben den Problemen aller Jugendlichen eine Liebesgeschichte erzählt, die ein etwas anderes Ende zu bieten hat. Auch als Hörbuch ist zu empfehlen, kommt hier nicht nur das geübte Ohr zu dem Genuss.
Fazit: Auf jeden Fall lesens- aber vor allen Dingen auch hörenswert!
Weitere Informationen zum Buch und eine Hörprobe unter: www.abedi-lucian.de
Rezension verfasst vor 2 Jahren (13)
Rebecca Wolf lebt zusammen mit ihrer Mutter und deren Partnerin in Hamburg und führt ein halbwegs normales Leben. Sie kämpft mit den üblichen Problemen einer Teenagerin: erste Liebe, erster Liebeskummer, Freundschaft und Stress in der Schule. Als sie eines Abends mit ihrer Familie den Speicher ausmistet, stößt sie auf einen kleinen Teddybär und wird von der Freundin ihrer Mutter an die damit verbundene Geschichte erinnert. Irgendwas passiert in Rebeccas Innerem doch sie kann es nicht zuordnen. Als sie nachts wach wird und aus dem Fenster sieht, steht dort jemand unter der Laterne und schaut in ihr Fenster. Noch denkt sich Rebbecca nichts dabei, doch sie begegnet dem Fremden von jetzt an immer öfter und ihr wird bewusst, dass ihr Gefühl etwas mit der Geschichte des Jungen zu tun hat, der selbst nicht weiß, wer er ist.
„Lucian“ ist eigentlich keinem Genre wirklich zuzuordnen und doch ist der Roman von allem ein bisschen. Er ist eine Liebesgeschichte und doch geht es nicht nur um Liebe, sondern auch um Familie, Freundschaft und Gefühle. Er ist ein Fantasyroman und doch scheint die Geschichte so real, als wäre sie wirklich passiert. Er ist ein Jugendbuch, aber auch zeitlos schön und daher ebenfalls ein Lesevergnügen für Erwachsene. Er ist ein philosophischer Roman und regt jeden Leser auf seine Weise zum Nachdenkn an. Er vereint Gänsehaut, Tränen in den Augen und herzhaftes Lachen zu einer Reise der Gefühle.
Die Geschichte von Lucian vereint unheimlich viel Handlung und Details zu den Charakteren, ohne dass man sich als Leser von Informationen erschlagen fühlt. Man setzt ein großes Ganzes zusammen, dank der vielen Eigenschaften, die die Protagonisten einzigartig macht und dank derer man ihre Absichten auch besser nachvollziehen kann. Denkt man über die wichtigsten Stationen der Handlung nach, könnten sie schnell wie eine abgedrehte Mystery-Serie wirken, doch das Buch hat eine innere Ruhe und erzählt so gleichmäßig, dass man sich einfach mitreißen lässt, in diese schöne Geschichte. Es ist schwierig, über die Handlung nicht zu viel zu verraten, denn gleich am Anfang werden Fäden gesponnen, die erst am Ende wieder zusammen geführt werden.
Das Hörbuch zum Roman „Lucian“ von Isabel Abedi ist schon bevor man die CDs eingelegt hat, eine tolle Anschaffung, denn die hochwertige aufklappbare Box mit den CDs, die je einzeln in einem Schuber sind, sieht einfach toll aus. Die von der Aufmachung her, ein wenig an Schallplatten erinnernden CDs enthalten ein wunderbares Hörbuch, dem es an nichts fehlt.
Julia Nachtmann spricht die Geschichte von Rebecca und Lucian sehr einfühlsam und keine Sekunde langweilig. Auf jeder CD wird ein Abschnitt des Buches mit Musik beendet oder begonnen und die Gitarrenklänge von Eduardo Macedo sind immer passend zur Atmosphäre in der Geschichte und daher äußerst stimmig. Trotz der vielen Stunden Laufzeit, kann man dem Hörbuch gut folgen und ist einfach gefesselt von der Geschichte.
Fazit
Dieses Hörbuch lebt von einer tollen Atmosphäre, hergestellt durch eine gute Sprecherin, eine ruhige Erzählweise, sowie von einer tollen Geschichte, die von allem etwas ist, aber von nichts zu viel!









