Leser-Rezension zu „Die Stille nach dem Schrei” von Isolde Sammer

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Kathrin.Ri Kathrin.Ri
Verfasst von Kathrin.Ri
am 2.09.2010
 

Martin, der angebliche Kindsmörder, geht mit einem Freispruch aus dem Gericht, da niemand genaue Beweise hat, um ihm einen zweifach Mord an seinem Bruder (Jonas) und dessen Freund (Joey) nachzuweisen. Dieses Urteil spaltet die Nation. Ein Teil findet es nicht gerecht und der andere Teil himmeln den neuen Helden an, da er, so nach seiner Aussage, Joey nur vor Jonas beschützen wollte. Irene, Martins Stiefmutter, gehört zum ersten Teil der Bevölkerung und versucht die Schuld des Jungen auf eigene Faust zu beweisen. Zum letzteren Teil gehört Tina. Sie verliebt sich Hals über Kopf in Martin und geht eine bedingungslose Liebe ein. Sie hat buchstäblich die rosarote Brille auf und macht bei all seinen Spielchen mit. Auch, als Martin von seinen Vorlieben erzählt, hält sie dies für ganz normal und redet es schön. Was seine Spiele zu bedeuten haben, versteht sie leider erst am Ende.. Ihrem Ende?

Als ich mit dem Buch fertig war dachte ich mir nur: "Wie krank."
Ich glaube, das kommt ganz gut hin. Denn das, was Martin mag, ist wirklich krank.

Das Buch ist aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben. Einmal gibt es da den Tina-Teil.. Es ist eine Art Brief (wie oben schon erwähnt) an den Kommissar Hanno Schneider und in der "Ich-Form" geschrieben.. Man merkt genau, wie verliebt, naiv und blind vor Liebe (und Mitleid?) sie war. Sie tut einem fast schon leid und ich konnte mich nicht hineinversetzen, wie man solche offensichtlichen Tatsachen einfach schön reden kann.

Die Geschichte selbst beginnt mit dem Tina-Teil, in dem ein an Schneider gerichteter Brief dargestellt wird, welcher sich durch das gesamte Buch zieht. Sie schreibt, dass sie ihren Bruder Benny schützen wollte und das diese Briefe ihm später gezeigt werden sollen, damit er versteht, warum sie einfach aus seinem Leben abgehauen ist.

Die anderen Teile des Buches sind von "ausserhalb" geschrieben und zeigen das Erleben von Irene, den Detektiven und ab und an auch Schneider.
Die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt und man wollte immer wissen, was in Martins kranken Hirn sonst noch vor sich geht. Man versucht zu verstehen, warum er so fühlt, wie er fühlt (nein falsch! Er fühlt ja NiCHTS) doch man schafft es einfach nicht.

Fesselnd und spannend. Es ist nicht blutrünstig und trotzdem war ich absolut angewidert.

 

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Die Stille nach dem Schrei Die Stille nach dem Schrei
Isolde Sammer

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mord, psychothriller, pädophilie, missbrauch, berlin

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Die Stille nach dem Schrei
von Isolde Sammer

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