Der 14. Band der Eve Dallas-Reihe beginnt im Juli 2059, dauert ungefähr 2 Wochen und fängt ca. 2 Wochen nach Ende des 13. Bands "Das Lächeln des Killers" an. Diesmal haben wir es mit einer Psychopathin zu tun und reisen abermals in Eves qualvolle Vergangenheit.
DIE GESCHICHTE...
Sommer 2059: Eve und Roarke sind gerade aus dem Urlaub zurückgekehrt, Peabody hat das Büro auf Vordermann gebracht und der Schokoriegeldieb (der Eves Schokovorräte stiehlt) treibt noch immer sein Unwesen. Außerdem sind Peabodys Hippie-Eltern zu Besuch in New York und lassen es sich nicht nehmen, ihre Tochter zu besuchen. Währendessen wird der erfolgreiche Geschäftsmann Walter Pettibone auf seiner eigenen Geburtstagsfeier mit einem vergifteten Drink ermordet. Schnell finden Eve und ihr fähiges Team heraus, wer die Killerin sein könnte und heften sich an ihre Fersen. Es beginnt ein Wettlauf um Leben & Tod...
MEINE MEINUNG:
Allseits beliebte Hauptperson dieser Krimiserie ist die störrische und mutige Eve Dallas, Lieutenant bei der New Yorker Mordkommission. Eve mag noch immer keine teuren Klamotten oder Schmuck und kommt nach einem 2-wöchigen Mexiko-Urlaub mit ihrem liebevollen Ehemann Roarke wieder erholt nach New York zurück. Natürlich sind auch wieder Eves korrekte, gefräßige Assistentin Delia Peabody und ihr Freund Ian McNab (ein genialer, gutaussehender elektronischer Ermittler) mit von der Partie. Wie gewohnt wurden die Protagonisten wurden exzellent ausgearbeitet, sind vielschichtig und mit sympathischen Ecken, Kanten & Macken versehen worden. Neben Eve und Roarke, deren Liebe zueinander spürbar ist, erfahren wir nun ein wenig mehr über das Liebespaar Peabody und McNab. Captain Feeney, Butler Summerset, Dr. Mira, Nadine Furst und Eves Freundin Marvis wird abermals nur eine Nebenrolle zuteil - ich würde gern mehr über die stiefmütterlich behandelten Nebenfiguren lesen.
Die Autorin versteht sich darauf, reizvolle Plots zu entwickeln und diese dann hervorragend umzusetzen, allerdings konnte mich im 14. Band die Story nicht ganz überzeugen. Einerseits liegt es daran, dass die eiskalte Killerin bald feststeht und somit das Geheimnisvolle fehlt - denn ich mag es gern, wenn der Täter möglichst lange unerkannt bleibt. Außerdem ziehen sich die Ermittlungen diesmal sehr in die Länge, was den Lesefluss leider etwas bremst. Die actionreichen Geschehnisse werden größtenteils aus dem Blickwinkel von Eve erzählt, hin und wieder kommen allerdings auch andere Personen zu Wort und schildern die Begebenheiten aus ihrer ganz eigenen Sicht.
Dennoch darf die Handlung, die aus mehreren zusammenführenden Handlungssträngen besteht, durchaus als spannungsgeladen bezeichnet werden, obwohl ich das Gleichgewicht zwischen Krimianteil und Liebesszenen sowie die Wortgefechte zwischen Eve und Roarke nicht so stimmig und interessant finde, wie wir es eigentlich gewohnt sind. Schade eigentlich, denn in diesem Band feiern Roarke und Eve ihren 1. Hochzeitstag und da hätte ich mir etwas ganz Besonderes gewünscht...
Inzwischen sind wir im New York des Sommers 2059 angelangt und auf 543 Seiten erleben wir erneut den bereits bekannten Schauplatz, der diesmal nichts Neues bietet. Die Schreibweise von Nora Roberts alias J.D. Robb ist abermals durchwegs unterhaltsam sowie kurzweilig, wodurch sich der Roman flüssig lesen lässt. Dem verbalen Schlagabtausch zwischen den Protagonisten fehlt es diesmal an der gewohnten Leichtigkeit.
FAZIT:
Der 14. Eve Dallas-Band weist leider ein paar kleine Schwächen auf, die dem Erfolg der Buchreihe sicher keinen Abbruch tun. In gewohnter Weise unterhält uns die toughe Eve Dallas gut und lässt mich schon auf ein Wiedersehen in "Tödliche Unschuld" freuen. "Einladung zum Mord" bekommt von mir ansprechende 4 STERNE!