"As Vishous watched the human take his sister up the grand staircase, he realized he was witnessing a future unfold right before his very eyes. The pair of them were going to work it out, and that surgeon with the highly questionable musical taste was going to be a part of her life ... and Vs...forevermore." (S. 469)
Nachdem sich Payne, Vs Zwillingsschwetser in einem Kampf mit Wrath schwere Verletzungen zugezogen hat und Wrath sie zu sich geholt hat, um sie behandeln zu lassen, muss Jane schnell ihren alten Kollegen Manny Manello finden, was sich als unerwartet schierig herausstellt, denn er ist ein Meister auf seinem Gebiet und Paynes einzige Chance, wieder laufen zu können.
Und damit wird Manny in eine ihm vollkommen fremde Welt gezogen. Doch kaum legt er das erste Mal ein Auge auf Payne, ist es um ihn geschehen und er würde alles tun, um diese faszinierende Frau wieder zum Laufen zu bringen.
V ist alles andere als begeitsert, Janes ehemaligen Verehrer und Kollegen in Janes und Paynes Nähe zu wissen, doch letztendlich lässt er Payne von Manny behandeln. Als sich keine Besserung bei Payne einstellt und sie sogar Jane um Beihilfe zum Selbstmord bittet, holt V Manny wieder zurück und er schafft es tatsächlich wieder, Payne zum Laufen zu bringen.
Doch je näher die beiden sich im Laufe der Behandlung kommen, desto stärker werden ihre Gefühle füreinander und es wird undenkbar für Payne, Manny wieder aus ihrem Leben zu lassen. Doch wie ist es möglich für beide, zusammen zu bleiben? Und in welcher Verbindung stehen Butch und Manny zueinander?
Vishous droht indessen im Zuge all der Ereignisse immer mehr die Fassung zu verlieren und wandert auf einem schmalen Grat, was auch seine Beziehung zu Jane und Butch gefährdet.
Und als wäre dies nicht schon schlimm genug, taucht eine neue Gruppe Vampire in Caldwell auf, die für die Black Dagger nur allzu bekannt sind. Ihr Anführer Xcor hat noch eine Rechnung mit Payne offen und ist nicht gerade gut auf Wrath zu sprechen.
Und auch Qhuinn hat nach wie vor mit seinen starken Gefühlen für Blay zu kämpfen.
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"Lover unleashed" schließt nahtlos an "Lover mine" an und steht seinen Vorgängern in nichts nach. Für mich wird die Reihe von Band zu Band besser und komplexer. Auch hier bietet uns Ward eine perfekte Mischung aus Action, Drama, Spannung, Romantik, Erotik und Humor. Auch hier gibt es wieder mehrere Handlungsstränge, jedoch so gekonnt aufgebaut, dass man nie das Gefühl hat, es wäre zu viel oder zu verwirrend.
Ich habe mich bereits seit dem ersten Auftauchen von Manny Manello auf eine Weiterführung seiner Geschichte gefreut und gerade als V damals eine Vision von ihm als "Bruder" hatte, hatte ich mich immer gefragt, welches Schicksal ihm Ward wohl zuschreiben würde. Und ich finde die Lösung, wie Manny in die Bruderschaft passt, einfach genial gelöst...zudem lässt sie letzendlich noch einiges offen, sodass der Leser gespannt sein kann auf die kommenden Romane.
INteressant auch, dass diesmal die Lesser eine eher kleine Rolle spielen und stattdessen diese neue Gruppe Vampire auftritt, deren Anführer Xcor noch viel Arbeit für die Bruderschaft bedeuten wird. Da Band of Bastard einem vollkommen anderen Kodex folgen, stellen sie einen interessanten Kontrast zu den Black Dagger her und geben der Story an sich eine interessante Dynamik.
Am faszinierenden und emotionalsten fand ich in diesem Roman jedoch nicht die Protagonisten, sondern Vishous, der sich endlich seinen Dämonen stellen muss.
Und natürlich auch die innren Konflikte um meinen Liebling Qhuinn waren ein absolutes Highlight des Romans. Interessant auch, was Ward für seine Zukunft so alles angedeutet hat...man kann gespannt sein und ich kann es kaum erwarten, wenn Qhuinn und BLay ihre Story bekommen.
Anfangs scheint die Storyline um Thomas "Veck" Del Vecchio ein wenig unverständlich zu sein, jedoch entwickelt sich der neue Partner von De la Cruz schnell zu einem faszinierenden Charakter und angesichts der Tatsache, dass er der neue Protagonist des dritten Bandes "Envy" der Fallen Angels-Serei von Ward sein wird, finde ich es toll, dass er hier bereits eingeführt wird.
Jedoch gibt es für mich auch ein paar winzig kleine Kritikpunkte. Zum einen fand ich das Lesen manchmal ein wenig beschwerlich, denn Ward bedient sich ausgiebig Slangbegiffe und Abkürzungen, die für einen Nicht-Amerikaner manchmal ein wenig schwer zu entziffern sind. Zudem fand ich es ein wenig schade, dass die so starke, unabhängige, geradlinige und offene Payne aus den vorhergehenden Büchern ein wenig farblos und zahmer ist.
Und hier ist es auch das erste Mal der Fall, dass man am Ende des Romans nicht erahnen kann, wer als nächstes sein Buch bekommen soll. J.R. Ward wusste es bei Beendigung von "Lover unleashed" zwar selbst noch nicht, aber (ACHTUNG SPOILER!!) es soll laut Gerüchten Tohrment werden!
Ich kann es jedenfalls kaum erwarten.