Leser-Rezension zu „Im Herzen des Landes” von J.M. Coetzee

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sonjastevens sonjastevens
Verfasst von sonjastevens
am 27.10.2010
 

Ich habe lange überlgt, ob ich überhaupt eine Rezension zu dieses Buch schreiben wollte, denn ich wusste gar nicht, wie ich meine Enttäuschung über dieses Buch in Worte fassen kann. Jetzt merke ich, dass kaum etwas von der Handlung hängen geblieben ist: Magda lebt alleine mit ihrem Vater auf einer Farm in Südafkria. Irgendwann beginnt ihr Vater ein Affäire mit der Frau von einem schwarzen Arbeiter seiner Farm. Klar, klein Anna, so wird sie genannt ist auch schwarz und jung und hübsch... Aber es werden Tabus gebrochen, Tabus mit denen Magda nicht klar kommt und somit nach Vergeltung sinnt...
Magda ist ein sehr unsympatischer Charakter, ständig lamentiert sie, sie sehnt sich nach Liebe, aber hat so eine schlechte Wirkung auf Menschen, dass ich verstehen kann, dass sie niemand lieb haben mag.
Der Roman ist aus Magdas Perspektive erzählt, oft schwelgt sie auch in ihrer Vergangenheit, jedoch bin ich mir nicht sicher ob die Ich-Erzählerin wirklich eine zuverlässige Erzählerin ist, oder ob sie vielleicht auch öfters Dinge erfindet.
Gut gefallen habe mir die sehr kurzen Kapitel in dem Buch - 266 Kapitel auf 204 Seiten - so wurde es zu meinem Klobuch und ich habe es geschafft das Buch Stück für Stück durchzulesen. Hätte ich es an einem Stück gelesen, es wäre irgendwann in die Ecke geflogen, weil mich das Buch so aufgeregt hat, nicht weil es spannend war, sondern im Gegenteil, ich fand es total langweilig!
Zu erwähnen wäre noch: J.M. Coetzee, ein Schriftsteller, den ich eigentlich sehr mag, hat für dieses Buch den Nobelpreis für Literatur 2003 bekommen.

 

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Im Herzen des Landes Im Herzen des Landes
J.M. Coetzee

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Im Herzen des Landes
von J.M. Coetzee

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