Einleitung:
So, hier kommt nun mein Bericht über das Buch „Seelenjäger“ von J.R. Ward.
Das Buch ist der neunte Band der Black Dagger Reihe, welche mich sehr fesselt und hohen Suchtfaktor hat.
Auch diesen Band habe ich in der örtlichen Bücherei ausgeliehen.
Weitere Bände habe ich schon vorbestellt, damit ich möglichst bald weiter lesen kann.
Warum die Reihe mich so fesselt, verrate ich euch etwas später.
Zuvor stelle ich euch erstmal die Autorin vor.
Die Autorin:
Hinter dem Pseudonym J.R. Ward verbirgt sich die amerikanische Mystery- Autorin Jessica Rowley Pell Bird, welche nach ihrem Jurastudium die Black Dagger Reihe veröffentlichte.
Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem Golden Retriever in Kentucky.
Außer der Black Dagger Reihe hat sie letztes Jahr nun auch eine weitere Buchreihe mit dem Titel „Fallen Angels“ angefangen.
Wie der Name schon sagt, handelt diese Reihe von gefallenen Engeln und Dämonen.
Fakten zum Buch:
Das Taschenbuch erschien 2009 im Heyne Verlag.
Es umfasst 352 Seiten und ist im Buchhandel für 7,95 Euro zu haben.
Der amerikanische Originaltitel des Buches lautet „Lover Unbound Part 1“.
Die Gestaltung des Buches:
Das Cover des Taschenbuches ist vordergründig in einem dunklen Orangeton gehalten.
Im Zentrum des Bildes sieht man das Gesicht einer Frau mit rötlichblonden Haaren.
Ihr Gesicht ist sorgsam geschminkt, die Lippen blutrot, der Blick gesenkt.
An ihrem rechten Augen rinnen drei Tränen herab und blutige Schnitte verunstalten das ansonsten so makellose Gesicht.
Das Gesicht wird umgeben von schwarzen Fledermäusen, welche aus dem tiefschwarzen Untergrund auf dem der Buchttitel steht zu kommen scheinen.
Links oben steht der Name des Verlages.
Unterhalb des Gesichts der Frau sieht man den Black Dagger typischen silbernen Dolch und den Namen der Autorin sowie einen eingeprägten, großbuchstabigen Black Dagger Schriftzug.
Darunter steht in dunklem Orange der Titel des Buches „Seelenjäger“.
Klappt man das Buch auf, sieht man ein Bild der Autorin vor einem ähnlichen Hintergrund wie auf dem Cover.
Darunter stehen ihr Name und der Black Dagger Schriftzug.
Drei Worte stehen darunter, welche meiner Meinung recht gut beschreiben, warum ich so süchtig nach den Werken der Autorin bin: düster, erotisch, unwiderstehlich.
Auf dem Buchrücken sind ein Dolch und der Name der Autorin abgebildet.
Die Rückseite des Buches sieht fast genauso aus, wie die von Band 8 namens „Vampirherz“.
Der einzige Unterschied ist, dass die Fledermäuse rechts oben auf einem dunklen Hintergrund fliegen und die Sätze, welche bei Band 8 in dunkelblau gehalten wurden nun orange sind.
Der Infotext ist wie bei jedem Band der Selbe.
Die eigentliche Inhaltsangabe findet der interessierte Leser auf den ersten Seiten des Buches.
Die Gestaltung dieses Bandes gefällt mir auch sehr gut.
Das handliche Format wurde beibehalten und die Gestaltung hat hohen Wiedererkennungswert.
Das Titelbild wirkt sehr geheimnisvoll und nach der Lektüre nehme ich an, dass die Frau auf dem Cover wohl eine der Hauptakteurinnen des Buches namens Jane darstellen soll.
Toll finde ich, dass auch bei diesem Band die Buchstaben auf dem Cover eingeprägt wurden und sich so ertasten lassen.
Der Verlag über das Buch:
Als der Vampirkrieger Vishous in einem Kampf gegen die untoten Lesser schwer verletzt wird, liefert man ihn, noch bevor die Bruderschaft der Black Dagger ihn aufspüren kann, in ein von Menschen geführtes Krankenhaus ein.
Im St.Francis Hospital rettet Doktor Jane Whitcomb dem Vampir mit einer Notoperation das Leben.
Kaum schlägt er die Augen auf, weiß Vishous mit unumstößlicher Sicherheit, dass Jane die Eine ist, die Frau seines Lebens.
Doch ihr seine Liebe zu gestehen, scheint unmöglich.
Denn Jane ist ein Mensch, und Vishous` Vergangenheit holt ihn immer
wieder ein.
Als die Jungfrau der Schrift auch noch Entschluss fasst, Vishous zum Primal
zu machen,dem Mann, der eine neue Generation von Vampiren zeugen soll, steht die Liebe des grausamsten Kriegers der Black Dagger zu seiner Lebensretterin endgültig auf dem Spiel...
Die Geschichte und meine Meinung dazu:
Das Buch beginnt wie alle anderen Bände der Reihe mit einer kurzen Beschreibung des Inhalts, einem Überblick über die Black Dagger Serie und deren Reihenfolge, ein paar Infos zur Autorin und einer Danksagung ihrerseits.
Nun folgen das für die Serie typische Glossar der Begriffe und Eigennamen.
Allen, die sich in der Welt der Black Dagger nicht auskennen, empfehle ich meinen Bericht über Band 8 namens „Vampirherz“.
Dort bin ich etwas näher darauf eingegangen.
Nun jedoch zurück zu Band neun.
In einem kurzen Prolog wird mein Interesse für Dr. Jane Withcomb geweckt.
Zwanzig Jahre bevor sie Vishous kennen lernt, verliert sie ihre Schwester und bekommt eine merkwürdige Prophezeiung und ich bin gespannt, was es damit auf sich hat.
Die Schilderung ihrer Kindheit macht mich wütend und traurig zugleich, umso erfreuter bin ich, als ich im Laufe des Buches entdecke, dass sie etwas aus sich und ihrem Leben gemacht hat.
Sie ist aufstrebende Ärztin in der Notfallstation einer Klinik und kurz davor,
sich um eine verantwortungsvollere Position zu bewerben.
Während sie mehr oder minder erfolgreich versucht, die Avancen ihres Noch-Chefs abzuwehren, wird sie mit einem Notfall konfrontiert:
Einem Patienten, mit sage und schreibe sechs Herzkammern und umwerfenden Diamantaugen.
Bei diesem Patienten handelt es sich um niemand Geringeren als Vishous, dem Sadist unter den Black Dagger Brüdern.
Gequält von seiner dunklen Vergangenheit und gepeinigt von seinen Gefühlen zuM Ex-Cop Butch sucht dieser Zerstreuung in perversen SM-Spielen mit willigen Vampirinnen.
Die Bombe platzt, als die Jungfrau der Schrift beschließt, Vishous zum Erschaffer neuer Vampirgenerationen zu ernennen.
In seiner Rolle als so genannter Primal soll er mit einer Auserwählten aus dem Gefolge der Jungfrau der Schrift für würdigen Nachwuchs bei der Bruderschaft sorgen.
Außer sich vor Wut über diesen Auftrag versucht er sein Glück in der Jagd nach Lessern, den Todfeinden der Vampirbruderschaft.
Der Kampf endet in einem Hinterhalt, der Vishous beinahe das untote Leben kostete.
Nun lag er also auf dem OP dieser forschen und doch umwerfend direkten Ärztin und ließ sich von ihr zusammenflicken.
Natürlich sind seine Brüder schon auf der Suche nach ihm und entführen ihn und Dr. Withcomb kurzerhand.
Unterdessen droht der zeitlebens enthaltsame Vampir Phury unter der Last seiner Gefühle zu Bella, der Shellan seines Zwillingsbruders Zsadist zusammen zu brechen und wird bei einem Zerstreuungsversuch seinerseits schwer verletzt.
So hat die entführte Ärztin alle Hände voll zu tun und mit der Zeit ist es sowohl ihr als auch Vishous mehr als recht, da sich zwischen den beiden zärtliche Gefühle entwickeln.
Zsadist und Bella haben mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen und John wartet sehnsüchtig auf seine bevorstehende Transistion.
Aus seiner Sicht erfahren wir einiges aus dem Alltag eines beinahe Vampirs, was sich für mich teilweise wie der Alltag eines normalen Heranwachsenden liest, wäre da nicht der klitzekleine, aber bedeutsame Umstand um Johns wahre Identität.
Wir erfahren mehr über seine Kumpels Qhuinn und Blaylock, mit welchen er bei Zsadist und Wrath am Kampftraining teilnimmt und in seiner Freizeit um die Häuser zieht.
Die drei wirken auf mich wie ganz normale Jugendliche, was ihre Motive nachvollziehbarer macht.
Während Vishous in dunklen Erinnerungen an seinen Vater Bloodletter und seine qualvolle Zeit im Trainingslager denkt und mit seinen Gefühlen für Jane kämpft, hat seine Mutter andere Pläne mit ihm.
Als ich erfuhr, wer seine Mutter wirklich ist, war ich sehr erstaunt und zugleich auch etwas angewidert, ob der Tatsache, dass sie ihm offenbar nie geholfen hat.
Ein kurzer Schwenk gibt Einblicke in das Leben von Cormia, der Auserwählten, welche mit Vishous eine neue Vampirgeneration zeugen soll.
Mein Fazit:
Diesen Band der Black Dagger Reihe habe ich geradezu verschlungen und konnte ihn kaum beiseite legen.
Die Autorin schickte mich von einem Wechselbad der Gefühle ins nächste und das macht das Buch so unglaublich fesselnd.
Endlich lernte ich Vishous, seine Vergangenheit und seinen Charakter besser kennen und erfuhr, wie es mit Marissa und Butch weiterging.
Auch was Johns bevorstehende Transistion angeht, wurde meine Neugier angefacht.
Er wird noch etwas schwach und unbeholfen dargestellt, daher bin ich gespannt, wie es sein wird, wenn er endlich ein richtiger Vampir ist.
Die Autorin beherrscht die Kunst, die jeweiligen Charaktere gerade so zu beschreiben, dass man von allen etwas mitbekommt und gleichzeitig dadurch natürlich wissen will, wie es jeweils weiter geht.
J.R. Ward verleiht jeder ihren Figuren Biss und so empfinde ich für alle Brüder eine gewisse Sympathie und verfolge ihren Werdegang mit Interesse und einer gewissen Faszination.
Auch die jeweiligen Partnerinnen werden beschrieben, rücken jedoch im Laufe des Geschehens meist zugunsten der Hauptpersonen etwas in den Hintergrund und dass nur, um in den folgenden Bänden wieder in Aktion zu treten!
„Seelenjäger“ ist spannend, voller Emotionen, düster und erotisch zugleich.
Allein die Sexszenen und Janes „Träume“ fand ich absolut umwerfend.
Sie sind so fesselnd und detailliert geschrieben worden, dass ich ins Träumen gerate.
Die unglückliche Liebe von Jane und Vishous reißt mich mit und lässt mich hoffen auf ein Happy End für die beiden.
Etwas schade finde ich, dass die Prophezeiung nicht weiter erwähnt wird, aber vielleicht passiert das ja in den nachfolgenden Bänden.
Interessant finde ich, dass die Autorin die Personalabteilung einer Klinik geleitet hat.
Vermutlich hat sie daher ihr Wissen über Medizin und betriebliche Abläufe in einer Klinik, welche im Buch erwähnt werden.
Ich kann euch das Buch nur wärmstens empfehlen und bin schon dabei, Band 10 namens „Todesfluch“ zu lesen.
Viel Spaß beim Lesen, Bewerten und Kommentieren wünscht
Alchemilla