Rezension verfasst vor 8 Monaten
(6)
Ich muss ehrlich sagen, dass es schon eine ganze Weile her ist, wo ich dieses Buch las. Im Großen und Ganzen kann ich mich noch ganz gut an den Inhalt erinnern und das überrascht mich selber ein wenig, aber ich denke, dass die Review dennoch eher kurz ausfallen wird.
Demnach möchte ich auch gar nichts mehr zum Inhalt sagen, denn der Covertext fasst es schon gut zusammen und wer den Vorgänger Beutezeit gelesen hat, wird wissen wo es hier lang geht und was einen erwarten wird. Vergleicht man die beiden Geschichten nun auch mit einander fällt auf, dass Beutegier ein bisschen zahmer ist. Beutezeit hatte damals meinen Magen ein bisschen auf die Probe gestellt. Hier war es zwar nicht so extrem, aber dennoch gibt es genug an Splatter und Gore - wie man es eben von Ketchum kennt und zum Teil auch gewohnt ist.
Spannend ist es auch wieder, obwohl man die Kannibalen zwar schon kennt und in etwa weiß was kommen wird, leidet die Spannung nicht drunter. Es baut sich alles wieder langsam auf und es ist auch offen wer gefressen wird und wer nicht bzw. wer die Nacht über am Leben bleibt. Ketchum schafft es hier wieder einmal einen in seinen Bann zu ziehen.
Wie sonst auch bei Ketchum bedient er sich hier der einfachen Sprache. Das heißt, dass sich Beutegier leicht verstehen lässt und sich schnell liest. Man muss nicht zwischen den Zeilen lesen, denn Ketchum bringt es genau auf den Punkt. Ich glaube auch, dass dies Direkte einen die Geschichte eindringlicher erleben lässt - man liest es und hat die Bilder gleich im Kopf und das funktioniert dann auch gut, wenn man etwas unaufmerksam liest.
ich denke, dass ist es dann auch im Groben... ich kann es nur weiterempfehlen, denn Jack Ketchum ist ein genialer Schriftsteller und ihm sollte noch viel mehr Aufmerksamkeit zuteil werden. Fans haben es wahrscheinlich schon gelesen und wenn nicht besteht dringender Nachholbedarf. Neueinsteiger sollten dann eher mit Beutezeit einsteigen, denn das wäre sinniger. Beide Geschichten sind zwar für sich abgeschlossen, aber die Verweise sind nachvollziehbarer, wenn man den Vorgänger kennt.
Lest Ketchum seine Werke... ihr werdet es nicht bereuen.
Mehr
Weniger
0 Kommentare