Inhalt:
Wer in eine italienische Familie einheiratet, hat es nicht leicht. Jan Weiler lernt eine ganz neue Spezies Mensch kennen: Die Italiener.
Da gibt es Onkel und Tanten, Cousins und Enkel, Omas und Opas. Und vor allem ist das Jans Schwiegervater Antonio, genannt Toni. Toni merkt schnell, dass Jan kein "dummer Salat" ist und nimmt ihn unter seine Fittiche.
Nichtsdestotrotz stolpert Jan Weiler immer wieder in die Fettnäpfchen, die das Leben in zwei Welten nun einmal mit sich bringt...
Meine Meinung:
Jan Weiler berichtet in "Maria, ihm schmeckt's nicht!" auf liebevolle und unterhaltsame Weise vom italiensichen Teil seiner Familie. Obwohl wir es mit vielen Personen zu tun bekommen (schliesslich sind Italiener berühmt für ihre Familienbande), sticht einer ganz besonders heraus: Antonio, der Vater von Jans Frau Sara.
Anfangs mag Toni noch etwas wie der typische italienische Nachbar wirken, inklusive starkem Akzent, aber bald schon schliesst man den eigenbrötlerischen Italiener ins Herz. Im Verlauf der in kurzen Abschnitten erzählten Geschichten erfährt man immer mehr über Antonios Leben und dessen Vorfahren.
Somit erleben wir in Weilers Buch nicht nur seine eigenen Erfahrungen im Umgang mit Bräuchen, Gepflogenheiten und der italienischen Sprache, sondern bekommen dazu noch eine Familiengeschichte erzählt, wie sie sich bestimmt so zugetragen haben kann. Doch wie viel man von den Episoden aus dem Buch glaubt oder nicht, ist einem selber überlassen.
Weiler benutzt eine angenehme Sprache, die passend für diese Art von Lektüre ist. Dabei bedient er sich einer hauchzarten Ironie und einer grossen Portion Liebe für seine italienische Familie.
Denn trotz aller Missverständnisse und überfüllten Mägen merkt man Weiler an, dass er die Sippe in sein Herz geschlossen hat. Dies macht das Lesen von "Maria, ihm schmeck'ts nicht!" so wunderbar. Dabei kann ich aus erster Hand bestätigen, dass Weiler in seinen Schilderungen weder über- noch untertreibt - Italiener sind tatsächlich so!
Somit gibt es keine bessere Ferienlektüre für Italienreisende wie Jan Weilers "Maria, ihm schmeckt's nicht!"
Fazit:
Ein Buch, das in jede Sommerlesekiste gehört. Da Weiler sein Buch in Episoden erzählt, kann man das Buch zwischendurch ruhig mal zur Seite legen. Ausserdem lässt es sich auch lesen, wenn einem die Sonne auf den Kopf scheint. Hinzu kommt, dass es einen zum Lachen bringt und einfach gute Laune macht!