Leser-Rezension zu „Wings” von Jason Lethcoe
am 12.01.2012
Was verleiht Flügel?
Nachdem Edwards Mutter gestorben ist nimmt seine Tante ihn auf. In seiner Trauer kann er sich aber nicht an die veränderten Verhältnisse gewöhnen. Deshalb schickt die Tante ihn in eine Art Schule, die Kinder aufnimmt, die woanders nicht klar kommen. Dort ergeht es Edward nicht gut. Schon wegen seiner Intelligenz ist er ein Außenseiter, doch auch sein Äußeres hilft ihm nicht Freunde zu finden. Mit seinen 14 Jahren ist er schon fast zwei Meter lang und dürr. So versucht er sich aus allem raus zu halten. In letzter Zeit jedoch ist da so eine juckende Stelle zwischen seinen Schulterblättern und eines schönen Tages lässt er sich doch provozieren und wünscht sich, das seinem Lieblingsfeind das Bücherregal auf den Kopf fallen möge.
Bei dem Buch handelt es sich um ein Kinderbuch. Was es für eine Altersempfehlung hat, weiß ich nicht. Ich würde so schätzen vielleicht ab neun oder zehn. Die Seiten sind daher recht dick und auch nicht eng beschrieben. Die 200 Seiten sind aus Erwachsenensicht etwas geschönt.
Ich glaube aber, dass die Geschichte für jüngere Leser sehr interessant ist. Der Außenseiter Edward wird durch die Veränderungen, die in ihm vorgehen, in eine völlig andere Position gebracht. Anders muss in diesem Fall nicht unbedingt besser heißen. Aber er kommt aus dieser Außenseiter-Loser Sache raus. Und meiner Auffassung nach schlägt er sich ganz wacker. Er nimmt nicht alles so hin, im Gegenteil er versucht, seine Situation zu verbessern. Auch wenn es mal nicht so klappt oder er in die Irre geht, gibt er nicht auf. Und auf dem Weg erfährt er einiges aus seiner Vergangenheit, was ihn völlig aus den Socken haut und ihn auch weiter anspornt.
Ein positives Buch also, von dem ich mir vorstellen könnte, dass es Kindern Freude bereitet.

