Leser-Rezension zu „Choral des Todes” von Jean-Christophe Grangé
am 22.12.2011
In dem Buch Choral des Todes von Grange`geht es um Kinder die Engelsstimmen haben.
Immer wieder kam mir der Gedanke zu dem gleichnamigen Thriller von Indridason.
Aber es ist auch nur der Gedanke mit den Engelsstimmen, denn in dem Roman von Grange` geht es um weit mehr.
Zwei Ermittler, die nicht unterschiedliche sein können, und zwar Lionel Kasdan, ein pensionierter Kommissar und Cedric Volokine, ein drogenabhängiger Kommissar aus dem Jugendderzenat des Pariser Polizei, interessieren sich gleichzeitig für eine Mordserie in Paris.
Das erste Opfer ist ein Chorleiter und Organist einer armenischen Kirchengemeinde, zu der auch Kasdan gehört. Dem Opfer wurden die Ohren durchstochen. Weitere Morde passieren und Kasdan und Volokine kommen zur der absurden Erkenntnis, dass die Morde von Kindern verübt werden.
Grange` entführt uns in eine Welt des Abschaums der menschlichen Seele. Die Spur führt u. a. nach Chile und ins KZ Ausschwitz, und in einen Pariser Sado-Masoklub. Es geht um grausame Folter an Kindern !!!
Aber auch Kasdan und Volokine haben ihre eigenen Vorgeschichten, die Grange` in die Handlung mit einbaut und die wesentlicher Bestandteil zur Aufklärung der Fälle sind.
Beide Ermittler mit ihren Macken und Mucken und geben dem Thriller die Würze.
Die Nebenschauplätze in Chile, Afrika und die Informationen zu Kirchenmusik sind die Beilage und der eigentliche Grund der Morde sind ein harten Brocken.
Für manche mag das alles an den Haaren herbeigezogen sein und ich würde mir ehrlich gesagt wünschen, dass sich der Autor das auch alles ausgedacht hat, jedenfalls werde ich nicht recherchieren, ob es Fantasie oder Wirklichkeit ist, und auch wenn das Ende dann ein bisschen zu schnell und einfaltslos erscheint, bin ich der Meinung, dass Grange`wieder ein alptraumhafter Thriller gelungen ist.

