Klappentext:
Die elfjährige Min ist ein Pflegekind, so lange sie denken kann. Kurz vor Weihnachten ist es wieder einmal so weit: ihre Pflegeeltern wollen sie loswerden. Aber das ist nichts Neues. Das war schon immer so. Doch warum will die Ärztin Jess sie plötzlich bei sich aufnehmen?
Jess überhäuft sie mit Aufmerksamkeiten und schenkt ihr sogar einen kleinen Hund. Kann Min es dies Mal wagen, Vertrauen zu fassen?
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Meine Meinung:
Im Alter von drei Jahren wurde Minerva (Min) auf der Toilette eines Vergnügungsparks ausgesetzt, seitdem wandert sie von Pflegefamilie zu Pflegefamilie. Einzig Mrs Willis, die Sachbearbeiterin am Jugendamt, bleibt eine Konstante in ihrem Leben. Vor Weihnachten ist es wieder soweit, ihre Pflegefamilie entscheidet sich dazu, Min abzugeben, da sie mit der Distanziertheit des Mädchens nicht umgehen können. Sie haben nicht das Gefühl, jemals ihr Vertrauen zu erhalten, was bei ihrem Verhalten nicht sonderlich verwundert.
Mit dem Gedanken, Weihnachten in einem Heim, oder wieder wo Fremdes verbringen zu müssen, beginnt Min sich noch mehr von den Menschen zurückzuziehen, langsam gibt sie es auf, dass es für sie einen Platz gibt, an dem sie bleibt und einfach geliebt wird.
Alles ändert sich jedoch als die die Ärztin Jessica Hart am Jugendamt auftaucht und mit anhört, wie die Pflegemutter über Min redet, ihr ist klar – jetzt muss gehandelt werden. Kennt sie es doch selbst, wie es sich anfühlt, keine Familie zu haben, nirgendwohin zu gehören.
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Was für ein Buch. Man erfährt langsam mehr über Min’s Leben, ihre Vergangenheit, aber besonders ihre Gefühlswelt wird einem authentisch aufgezeigt. Selbst spricht sie nicht sonderlich gerne, was es für ihre Umwelt schwer macht, Verständnis für sie zu finden, aber dem Leser werden auch ihre Gedanken näher gebracht und so fühlt man einfach sehr mit dem Mädchen mit, was noch so jung ist und trotzdem schon so viel Last auf ihren Schultern tragen muss.
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Wir steigen in die Geschichte ein, dass ihre Pflegemutter, Min zum Jugendamt bringt, um sie dort „abzugeben“. Auf diesem Weg lernen wir auch Dr. Hart kennen, die Min von einem Krankenhausaufenthalt kennt und die immer schon eine Verbindung zu ihr empfand. Ich mag Dr.Harts spontane Handlung, ihre Offenheit, aber vor allem ihren Witz. Besonders durch sie kommt es immer wieder zu sehr lustigen Situationen, die die Geschichte ein wenig auflockern.
Was ich sagen kann, Min kommt zu Jessica Hart und wohnt für einige Zeit bei ihr. Im Buch wird das Zusammenleben der Beiden geschildert, ihre Probleme, aber auch die Ausdauer von Jessica, die Min alle Zeit der Welt lässt, bis sie sich öffnet. Dr.Harts eigene Geschichte wird erst später im Buch erzählt, macht aber dann deutlich, warum gerade sie versucht Min ein zu Hause zu schenken.
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Im Buch kommen auch Hunde vor und es ist wunderbar, wie es der Autorin gelingt, eine Parallele zwischen Mensch und Tier zu ziehen. Auch bei Emily/Daisy (Hund) geht es um Vertrauen, was verloren scheint, erst wieder aufgebaut werden muss und um die viele Zeit die dafür notwendig ist, aber auch darum, dass sich alles letztlich lohnt.
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Das Cover ist sehr weihnachtlich, es sind glitzernde Schneeflocken drauf, aber es ist definitiv nicht nur ein Winterbuch, zwar spielt die Geschichte zu dieser Zeit, aber diese Wärme die durch sie vermittelt wird, kann man das ganze Jahr gebrauchen.
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Kritik gibt es für dieses Buch keine, alles passt zusammen, die Geschichte ist so wie sie ist nachvollziehbar und beeindruckend. Man liest und liest, vergisst die Welt um sich und hat das Gefühl, direkt mit Min verbunden zu sein.
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Fazit:
Das Buch ist großartig, sollte unbedingt gelesen werden, von jedem. Ob Kind, Jugendlicher oder Erwachsener, niemanden wird es kalt lassen.