Die Nase von ihrem Verlobten gestrichen voll, packt Johanna ihre Sachen und reist nach Schottland zu ihrer Freundin Caitlynn.
Dort begegnet sie einem attraktiven Fremden, der scheinbar immer zur Stelle ist, wenn sie gerade im Begriff ist, hinzufallen.
Bei einem Ausflug zum Feenkreis begegnet sie ihm erneut und landet während eines plötzlichen und heftigen Windes im Jahr 1728.
Alan, jener mysteriöse Fremde, scheint sie in diesem Jahrhundert nicht zu kennen, ist aber sofort von ihr angezogen.
Welche Magie verbindet die beiden?
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Kritik
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„Wind der Zeiten“ ist nach „Flügelschlag“ das zweite Buch, welches ich von Jeanine Krock gelesen habe.
Sowohl der Klappentext, als auch das Cover haben mich sofort angesprochen.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir recht gut, die Geschichte ließ sich flott und spannend lesen.
Die Journalistin und reiche Reederei-Erbin Johanna trennt sich von ihrem Verlobten und flieht nach Schottland, wo in den Highlands ihre beste Freundin Caitlynn zusammen mit ihrem Freund Iain ein Gasthof betreiben. Dort möchte sie für ein Weilchen Abstand von ihrem Ex-Verlobten gewinnen und ihre Wunden lecken.
Sie lernt Angus kennen, einen Pferdemagier, und das Pferd Brandubh, welches als schwer zu bändigen gilt. Doch schon bald werden sie Freunde und Brandubh lässt sich sogar von ihr reiten.
Bei einem Ausflug zu dem Feenkreis, trifft sie auf Alan und landet mit ihm und Brandubh plötzlich im 18. Jahrhundert.
Nachdem Johanna in seinen Armen wieder zu sich kommt, begreift sie erst nach und nach, dass sie durch die Zeit gereist ist. Alan scheint sich gar nicht an sie zu erinnern.
Er ist ein Krieger und der Chieftain eines Highland-Clans. Über ihn gibt es Gerüchte, er sei ein Wechselbalg der Feen. Geschichten, die noch im 21. Jahrhundert erzählt werden und die auch Johanna gehört hat.
Alan bringt Johanna auf sein Castle und Johanna muss sich mit dem schweren Leben des 18. Jahrhunderts vertraut machen, wobei die selbstbewusste junge Frau nur schwer mit dem Stellenwert der Frauen dieser Zeit zurechtkommt.
Sie freundet sich mit ihrem Dienstmädchen Mòrag an und deren heimlichen Geliebten Duncan. Doch die meisten Menschen sind ihr nicht wohlgesonnen. Soll Alan doch bald mit Mary verheiratet sein - eine arrangierte und politisch wertvolle Ehe. Doch schon längst ist die Anziehungskraft zwischen Johanna und Alan kein Geheimnis mehr.
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Nicht alles konnte ich nachvollziehen, so z.B. wie schnell sich Johanna damit abgefunden zu haben schien, in der Vergangenheit gelandet zu sein. Zwar bricht stellenweise die Sehnsucht nach ihrem Jahrhundert durch und sie möchte auch unbedingt dorthin wieder zurück, aber sie nimmt es meiner Ansicht nach anfangs doch etwas zu gelassen.
Immer wieder mal erfolgen kleine Andeutungen zu Ähnlichkeiten zwischen Personen beider Jahrhunderte. So deutet vieles von Angus - Mòrags Vater und Alans Verwalter - nicht nur dem Namen, sondern auch dem Aussehen nach, auf jenem Angus, dem Pferdeflüsterer hin.
Auch Mòrag werden zuweilen Ähnlichkeiten zu Caitlynn anerkannt. Von welcher Bedeutung diese Ähnlichkeiten sind und ob überhaupt, wird allerdings nicht erklärt.
Sehr gut hingegen wird Johannas Liebe zur Landschaft der Highlands dargestellt und die Landschaft selber.
Auch wurde der eigentliche Zweck ihrer Zeitreise erst recht spät aufgeklärt und so blieb es bis zum Schluss recht spannend.
Leider enthält das Buch einige Fehler. Es fehlen Endungen oder auch mal ein ganzes Wort.
Die Namensgebung war oft verwirrend. Zu viele Namen waren ähnlich oder gleich.
Positiv ist das Glossar am Ende des Buches, welches bei der Begriffserklärung hilft.
Am Schluss hätte ich gerne noch gewusst, wie Caitlynn und Iain in diese nun veränderte Geschichte passen und woher sie wissen konnten, wie Johannas Zeitreise verläuft. Leider gab es kein direktes Wiedersehen mit den beiden.
Auch wäre es interessant gewesen, zu erfahren, in welchem Zusammenhang sie zu Alan standen, woher sie sich kannten.
Schade, dass es dazu keine Erklärungen mehr gab.
Nichtsdestotrotz eine gelungene leichte Geschichte, die zu lesen Spaß gemacht hat.