Leser-Rezension zu „Die Selbstmord-Schwestern” von Jeffrey Eugenides
am 14.10.2009
Worum es in diesem Buch geht sagt bereits der Titel... oder auch nicht. Vier Schwestern und deren Eltern, die - wie die gesamte Nachbarschaft - mit dem Selbstmord der fünften Schwester fertig werden müßen. Letzten Endes bringen sich auch die Vier um. Dabei wird jedoch aus der perspektive des Nachbarjungen erzählt, der nur aus der Entfernung beobachtet und sammelt. Das spannende an diesem Buch ist nicht, warum sich die Mädchen alle umbringen ( was m.E. eigentlich recht offensichtlich ist, zumindest, was die vier angeht), sondern was die Umgebung daraus macht. Verschiedene Personen, die aufgrund eigener Erfahrungen und festgelegten Meinungen zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen kommen, aber sich das gesamtbild, das uns der beobachtende Nahbarsjunge, der helfen will, aber nicht kann, eindrucksvoll vermittelt, nicht ansehen wollen oder können.
Ich persönlich fand das Buch großartig und habe es in einem Rutsch verschlungen.

